
Eine 84-jährige Frau ist nach einer schweren Raubtat in Altwarmbüchen in der Region Hannover gestorben. Die Seniorin war am Montag, 17. August, in ihrem Wohnhaus angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Drei Tage später, am Donnerstag, 20. August, starb sie im Krankenhaus. Das bestätigte die Polizeidirektion Hannover am Freitag.
Die Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover laufen weiter. Zugleich prüft die Polizei, ob die Tat mit einem zweiten Überfall auf eine 86-jährige Frau am selben Tag in Isernhagen zusammenhängt. Einen Tatverdächtigen haben die Ermittler bislang nicht identifiziert.
Die Tat in Altwarmbüchen ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei in einem Wohnhaus an der Potsdamer Straße. Der Zeitraum wird mit 9.45 Uhr bis 14 Uhr angegeben. Die 84-jährige Bewohnerin wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Nach den bisherigen Ermittlungen wurde das Wohnhaus durchsucht. Dabei soll hochwertiger Schmuck entwendet worden sein. Gegen 14 Uhr fand der Ehemann die schwer verletzte Frau. Sie wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb sie am Donnerstag, 20. August.
Damit hat die zunächst als Raubtat untersuchte Tat eine tödliche Folge. Über die genaue Art der Verletzungen und deren unmittelbare medizinische Ursache machte die Polizei keine weitergehenden Angaben. Auch zu möglichen weiteren Hintergründen der Tat lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Bereits zuvor war es in Isernhagen zu einem weiteren Angriff auf eine Seniorin gekommen. Nach Polizeiangaben traf eine 86-jährige Bewohnerin zwischen 10.50 Uhr und 11 Uhr in ihrem Wohnhaus an der Straße Auf der Heide auf einen unbekannten Mann. Im weiteren Verlauf wurde die Frau körperlich angegriffen und leicht verletzt.
Der unbekannte Mann flüchtete nach den bisherigen Erkenntnissen ohne Beute mit einem Fahrrad. Die Polizei behandelt auch diesen Fall als Raubtat und untersucht, ob eine Verbindung zu dem später bekannt gewordenen Geschehen in Altwarmbüchen bestehen könnte.
Die zeitliche Nähe der beiden Vorfälle und die Beobachtung eines Mannes mit Fahrrad im Umfeld des Hauses der 84-Jährigen gehören zu den Umständen, die bei den Ermittlungen berücksichtigt werden. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten ist jedoch nicht festgestellt. Ebenso ist nicht geklärt, ob der beobachtete Mann mit der Tat in Altwarmbüchen in Verbindung steht.
Nach Bekanntwerden der beiden Taten leitete die Polizei Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen ein. Diese führten zunächst nicht zur Identifizierung eines Tatverdächtigen. Der Zentrale Kriminaldienst Hannover führt die Ermittlungen fort.
Besonders relevant sind für die Ermittler Beobachtungen aus dem Zeitraum zwischen 9.45 Uhr und 14 Uhr am Montag, 17. August. Gesucht werden Hinweise aus den Bereichen der Straße Auf der Heide in Isernhagen und der Potsdamer Straße in Altwarmbüchen. Von Interesse sind insbesondere Beobachtungen zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen sowie zu einem Mann mit Fahrrad.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden. Hinweise können auch bei einer anderen Polizeidienststelle abgegeben werden.
Die beiden Tatorte liegen in derselben Gemeinde, jedoch in unterschiedlichen Ortsteilen. Zwischen dem Angriff auf die 86-Jährige und der Tat in Altwarmbüchen lagen nach den bislang bekannten Zeitangaben nur wenige Stunden. Ob daraus tatsächlich ein gemeinsamer Tatablauf abgeleitet werden kann, ist offen.
Auch die Beschreibung eines Mannes mit Fahrrad reicht nach den bisherigen Erkenntnissen nicht aus, um eine Identität oder eine Beteiligung an der Tat festzustellen. Bei der 86-Jährigen wurde nach Angaben der Polizei ein unbekannter Mann als Angreifer beschrieben. Im Fall der 84-Jährigen wurde im Umfeld des Wohnhauses vor der Tat ein unbekannter Mann mit Kappe und Fahrrad beobachtet. Ob es sich um dieselbe Person handelte, war zunächst nicht geklärt.
Fest steht damit bislang, dass zwei ältere Frauen am 17. August in ihren Wohnhäusern in Isernhagen beziehungsweise Altwarmbüchen angegriffen wurden. Die 86-Jährige wurde leicht verletzt. Die 84-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und starb drei Tage später im Krankenhaus. Die Ermittlungen zu beiden Fällen dauern an.
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