Keine Züge zwischen Freiburg und Basel: Das gilt am Wochenende

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Auf der Rheintalbahn zwischen Freiburg und Basel kommt es am ersten Oktoberwochenende 2026 zu einer weitreichenden Sperrung. Im Regionalverkehr fallen bereits seit Freitagmorgen, 2. Oktober, Züge zwischen Freiburg und Basel Badischer Bahnhof aus. Im Fernverkehr sind vor allem Samstag und Sonntag betroffen. Ersatzbusse übernehmen einen Teil der Verbindungen. Einzelne ICE in Richtung Schweiz werden großräumig über Singen umgeleitet.

Für Reisende ergeben sich dadurch deutlich längere Fahrzeiten. Die Schweizerischen Bundesbahnen rechnen bei den umgeleiteten ICE-Verbindungen mit bis zu 60 Minuten zusätzlicher Reisezeit. Zwischen Freiburg und Basel werden zudem direkte und regional haltende Ersatzbusse eingesetzt.

Sperrung dauert im Regionalverkehr bis Montagmorgen

Im Regionalverkehr gilt die Einschränkung von Freitag, 2. Oktober, 5 Uhr, bis Montag, 5. Oktober, 6.30 Uhr. Betroffen sind die Linien RE 7 Karlsruhe–Basel, RB 26 Offenburg–Freiburg und RB 27 Freiburg beziehungsweise Müllheim–Basel Badischer Bahnhof. Zwischen Freiburg Hauptbahnhof und Basel Badischer Bahnhof fallen diese Züge aus.

Für den Abschnitt stehen mehrere Buslinien bereit. Ein schneller Regio-Bus fährt von Freiburg nach Basel Badischer Bahnhof mit Zwischenhalten in Neuenburg und Weil am Rhein. Ein weiterer Ersatzbus bedient zahlreiche Stationen entlang der Strecke, darunter Freiburg-St. Georgen, Schallstadt, Bad Krozingen, Heitersheim, Müllheim, Bad Bellingen, Efringen-Kirchen und Weil am Rhein.

Zusätzlich fährt eine Buslinie zwischen Freiburg Hauptbahnhof und Müllheim und bedient dabei unter anderem Ebringen, Norsingen, Bad Krozingen, Heitersheim und Buggingen.

Auch nördlich von Freiburg gibt es Einschränkungen. Vom 2. bis 4. Oktober fällt die RB 26 zwischen Offenburg und Lahr aus. Als Alternative verkehren Züge der Linie RE 7 mit zusätzlichem Halt in Friesenheim sowie Ersatzbusse.

ICE nach Basel und in die Schweiz fallen aus oder werden umgeleitet

Im Fernverkehr gelten am Samstag, 3. Oktober, und Sonntag, 4. Oktober, erhebliche Einschränkungen. Die Züge der ICE-Linie 12 zwischen Berlin und der Schweiz sowie der ICE-Linie 43 zwischen Hamburg, Köln und Basel beginnen und enden in Freiburg. Die Züge der Linie 20 zwischen Hamburg, Kassel und Basel beginnen beziehungsweise enden bereits in Karlsruhe. Wegen weiterer Bauarbeiten entfallen außerdem sämtliche Fernverkehrshalte in Offenburg.

Die SBB nennt für die ICE-Verbindungen einen Zeitraum von Freitag, 2. Oktober, 21 Uhr, bis Montag, 5. Oktober, 6 Uhr. In diesem Zeitraum fallen die regulär über Freiburg und Basel fahrenden ICE-Verbindungen auf dem gesperrten Abschnitt aus. Zwischen Basel SBB, Basel Badischer Bahnhof und Freiburg fahren stündlich Ersatzbusse.

Eine begrenzte Zahl von ICE-Zügen bleibt durchgehend zwischen Deutschland und der Schweiz unterwegs. Diese Züge werden zwischen Offenburg und Zürich über die Schwarzwaldbahn und Singen umgeleitet. Die SBB nennt für solche Verbindungen eine Verlängerung der Reisezeit um bis zu 60 Minuten. Die Deutsche Bahn spricht von fünf ICE-Zugpaaren pro Tag zwischen Karlsruhe und Zürich, die über Singen geführt werden.

Für Reisende, die nach Basel oder weiter in die Schweiz fahren wollen, ist deshalb die konkrete Verbindung entscheidend. Die veröffentlichten Baustelleninformationen von DB und SBB beziehen sich auf dieser Strecke vor allem auf ICE-Verbindungen. Internationale TGV-Verbindungen zwischen Frankreich und Basel verlaufen dagegen über das französische Netz und Mulhouse und nutzen den gesperrten Abschnitt Freiburg–Basel nicht.

Auch Nachtzüge zwischen Deutschland und der Schweiz betroffen

Die Auswirkungen reichen bis in den Nachtverkehr. Die Nachtzüge zwischen Zürich und Amsterdam fallen nach Angaben der SBB in den Nächten vom 2. auf den 3., vom 3. auf den 4. sowie vom 4. auf den 5. Oktober aus.

Andere Nachtzüge werden umgeleitet. Das betrifft unter anderem Verbindungen zwischen Zürich und Hamburg sowie zwischen Zürich und Berlin beziehungsweise Prag. Je nach Verbindung entfallen dabei Halte in Basel, Freiburg, Offenburg oder Karlsruhe. Reisende aus Basel sollen bei einzelnen Verbindungen zunächst mit regulären Schweizer Zügen nach Zürich fahren und dort in die umgeleiteten Nachtzüge umsteigen.

Arbeiten an Stellwerk, Oberleitung, Weichen und Gleisen

Grund für die Sperrung sind mehrere gebündelte Bauarbeiten. DB InfraGO arbeitet im Rahmen des viergleisigen Ausbaus Karlsruhe–Basel unter anderem am neuen elektronischen Stellwerk in Basel sowie an der Oberleitung zwischen Weil am Rhein und Basel.

Daneben werden auf mehreren Abschnitten Oberleitungen, Weichen und Gleise instand gehalten. Die Bahn bündelt diese Arbeiten an einem Wochenende, um zusätzliche einzelne Streckensperrungen zu vermeiden.

Der Ausbau der Rheintalbahn soll langfristig zusätzliche Kapazitäten für Personen- und Güterzüge schaffen. Zwischen Offenburg, Freiburg und Müllheim ist eine neue Güterzugstrecke entlang der Autobahn A5 geplant. Dadurch soll auf der bestehenden Strecke Platz für zusätzliche Nah- und Fernverkehrsverbindungen geschaffen werden.

Die für dieses Wochenende veröffentlichten Informationen nennen allerdings keine konkreten Umleitungsstrecken oder Fahrpläne für Güterzüge während der Sperrung.

Ersatzbusse brauchen mehr Zeit

Für Reisende zwischen Freiburg und Basel gibt es mehrere direkte Alternativen. Ein IC-Ersatzbus fährt ohne Zwischenhalt von Freiburg Hauptbahnhof nach Basel SBB. Ein weiterer direkter Bus verbindet Freiburg mit Basel Badischer Bahnhof. Daneben verkehren die Regionalbusse mit Zwischenhalten entlang der Rheintalbahn.

Die Bahn empfiehlt, vor der Abfahrt die aktuelle Verbindung im DB Navigator oder in der Reiseauskunft zu prüfen und zusätzliche Zeit einzuplanen. Fahrräder können in den Ersatzbussen nicht mitgenommen werden. Wegen der Wege zwischen Bahnsteigen und Bushaltestellen rät die Bahn zudem dazu, nach Möglichkeit auf sehr große oder schwere Gepäckstücke zu verzichten.

Für Fahrten in die Schweiz bleiben damit vor allem drei Möglichkeiten: die Ersatzbusse zwischen Freiburg und Basel, eine der wenigen über Singen umgeleiteten Fernverkehrsverbindungen oder eine individuell im Fahrplan ausgewiesene alternative Route. Besonders bei Anschlusszügen ab Basel oder Zürich sollten Reisende die verlängerten Fahrzeiten bereits bei der Planung berücksichtigen.

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