Schlammlawine trifft Biathlon-Arena in Antholz – niemand verletzt

Schlammlawine trifft Biathlon-Arena in Antholz – niemand verletzt
Foto: Caroline Muffert

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Eine Schlammlawine im Biathlonzentrum Antholz hat Teile der bekannten Südtirol Arena beschädigt. Nach einem kräftigen Gewitter riss der Riepbach am Freitag, 31. Juli 2026, gegen 18 Uhr große Mengen Schlamm, Geröll und Gestein mit. Die Mure bewegte sich durch den Wald hinter dem Stadion und erreichte schließlich das Gelände der Sportanlage. Menschen kamen nach den bisherigen Angaben nicht zu Schaden. Zum Zeitpunkt des Murenabgangs hielten sich weder Personen noch Fahrzeuge im unmittelbar betroffenen Bereich auf.

Murenabgang in Antholz erreicht Stadiongelände

Der Murenabgang in Antholz traf unter anderem einen Bereich, der im Sommer als Parkplatz genutzt wird. Während der Wintersaison steht dort eine mobile Zuschauertribüne. Schlamm und Geröll erreichten außerdem einen Wanderweg, Teile der Rollerbahn und die Antholzer Straße. Die Straße wurde zunächst gesperrt. Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Antholz Mittertal, der Straßendienst sowie die zuständigen Stellen für Wildbach- und Lawinenverbauung. Die Einsatzkräfte sicherten das Gelände und prüften, ob weitere Erdmassen abrutschen könnten.

Biathlon-Arena Antholz teilweise beschädigt

Wasser und Schlamm drangen nach Angaben des Biathlonkomitees in mehrere Räume ein. Zudem wurde ein Abschnitt der Rollerbahn verschüttet. Die zentralen Wettkampfanlagen blieben dagegen weitgehend verschont. Insbesondere der Schießstand wurde nach den bisherigen Erkenntnissen nicht erheblich beschädigt. Das genaue Ausmaß der Schäden an der Biathlon-Arena Antholz ließ sich zunächst noch nicht beziffern. Die Schäden am Stadion sollen nach Angaben der örtlichen Verantwortlichen durch Versicherungen der Gemeinde und des Betreibers abgedeckt sein.

Italienische Biathletinnen trainierten wenige Stunden zuvor

Nur wenige Stunden vor der Schlammlawine in Südtirol hatten mehrere italienische Biathletinnen noch eine Trainingseinheit in Antholz absolviert. Als die Mure das Stadiongelände erreichte, befanden sich die Sportlerinnen bereits in ihrer Unterkunft. Sie erfuhren dort von dem Unwetter. Der Murenabgang hatte damit zunächst auch Auswirkungen auf die Saisonvorbereitung. Ob das Training kurzfristig wieder im Stadion stattfinden kann, hängt davon ab, wann die betroffenen Flächen freigegeben und die Aufräumarbeiten abgeschlossen werden.

Aufräumarbeiten könnten mehrere Wochen dauern

Nach dem Unwetter müssen im Stadion und im umliegenden Talschluss größere Mengen Schlamm und Geröll entfernt werden. Vorrang hat zunächst das Freiräumen der betroffenen Bachläufe. Außerdem sollen vorhandene Dämme verstärkt werden. Nach Einschätzung der Gemeinde können die Arbeiten mehrere Tage bis Wochen dauern, da im gesamten Gebiet weitere Muren abgegangen sind. Ein oberhalb des Biathlonzentrums angelegtes Auffangbecken verhinderte nach Angaben des Bürgermeisters größere Schäden.

Die Schlammlawine im Biathlonzentrum Antholz traf eine international bekannte Wintersportstätte. Erst wenige Monate zuvor waren in der Südtirol Arena die Biathlon-Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele ausgetragen worden. Der nächste Weltcup in Antholz ist vom 14. bis 17. Januar 2027 geplant. Ob der Murenabgang Auswirkungen auf die Veranstaltung haben wird, ist bislang nicht bekannt.

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