
Das Hammer Fez hat am Wochenende Tausende Menschen auf die Hammer Straße in Münster gelockt. Nach Angaben der Veranstalter kamen allein am Samstag rund 40.000 Besucherinnen und Besucher. Die erste Ausgabe unter dem neuen Namen knüpfte an das frühere Hammer-Straßen-Fest an, setzte aber stärker auf lokale Geschäfte, Vereine, Gastronomie und Kulturschaffende. Die Festmeile zwischen Ludgeriplatz und Augustastraße war am Samstag bis Mitternacht und am Sonntag bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt war frei.
Organisiert wurde das Fest erstmals direkt von der Aktions- und Werbegemeinschaft Hammer Straße. Entlang der Strecke präsentierten sich Händler, Vereine, Künstler und Gastronomiebetriebe. Zum Programm gehörten Livemusik, DJ-Auftritte, Sport- und Kinderangebote, Streetfood, Kunsthandwerk sowie Sitzplätze ohne Verzehrpflicht. Beteiligt waren unter anderem der USC Münster, die Uni Baskets und der Schachverein SK32. Am Abend wurde es vor allem vor den Bühnen und Getränkeständen deutlich voller.
Am Sonntag ergänzten eine Yoga-Einheit, weitere Bühnenauftritte und ein verkaufsoffener Sonntag das Programm. Das frühere Hammer-Straßen-Fest war 2025 wegen gestiegener Sicherheitskosten ausgefallen. Für den Neustart übernahm die Werbegemeinschaft die Organisation selbst, während die Stadt unter anderem Absperrmaterial bereitstellte. Die Geschichte des Straßenfestes reicht bis 1987 zurück.
Der neue Name stammt aus der Masematte: „Fez“ bedeutet sinngemäß Spaß oder Vergnügen. Die Organisatoren bewerten die Neuauflage als Erfolg und denken bereits über eine Fortsetzung im Jahr 2027 nach. Dafür sollen weitere Sponsoren gewonnen und das lokale Profil der Hammer Straße ausgebaut werden.
Konzerte, Märkte, Partys, Familienangebote und weitere Termine für Münster und Umgebung.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben.
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