
Borussia Dortmund kann wieder auf Nico Schlotterbeck zurückgreifen. Trainer Niko Kovac bestätigte am Freitag, 16. Oktober 2026, dass der 26 Jahre alte Innenverteidiger für das Bundesligaspiel beim 1. FC Union Berlin zur Verfügung steht. Nach seiner verletzungsbedingten Belastungspause in der Champions League ist der deutsche Nationalspieler damit wieder eine Option. Gleichzeitig fehlen nach Informationen der Ruhr Nachrichten mit Filippo Mané und Luca Reggiani zwei andere Innenverteidiger im Dortmunder Aufgebot. Der BVB verfügt damit wieder über seinen Vizekapitän, muss bei der Zusammenstellung des Spieltagskaders aber weiterhin personelle Entscheidungen treffen.
Auf der Pressekonferenz am Freitagmittag äußerte sich Niko Kovac zufrieden mit der gesundheitlichen Situation seiner Mannschaft. „Alle sind wohlauf! Nico Schlotterbeck kommt wieder zurück, von daher können wir aus dem Vollen schöpfen“, erklärte der Dortmunder Trainer laut einer offiziellen Vereinsmitteilung.
Damit steht fest, dass Schlotterbeck für die Partie am Samstag, 17. Oktober, wieder berücksichtigt werden kann. Eine Garantie für einen Einsatz von Beginn an gab Kovac allerdings nicht. Der Trainer machte deutlich, dass bei seiner Personalauswahl auch die körperliche Verfassung nach den vergangenen Belastungen entscheidend sein werde.
Die Rückkehr des Innenverteidigers kommt für Dortmund nach einer Phase, in der Schlotterbecks Einsatzfähigkeit wiederholt eingeschränkt war. Der Nationalspieler hatte bereits im Bundesligaspiel gegen Werder Bremen am 9. Oktober auf dem Platz gestanden, war wenige Tage später jedoch nicht mit der Mannschaft nach Norwegen gereist.
Schlotterbeck hatte sich Ende Juni während der Fußballweltmeisterschaft 2026 eine Verletzung am linken Sprunggelenk zugezogen. Borussia Dortmund bezeichnete die Blessur im Juli offiziell als Innenbandverletzung. Der Abwehrspieler verpasste dadurch die Sommervorbereitung und musste über mehrere Wochen individuell an seiner Rückkehr arbeiten.
Anfang September nahm er wieder Trainingseinheiten mit dem Ball auf. Im Bundesligaspiel gegen den SC Paderborn feierte er anschließend sein Startelfdebüt in der laufenden Saison. Damit war die längere verletzungsbedingte Auszeit zunächst beendet.
Bei der jüngsten Länderspielreise kam jedoch eine erneute gesundheitliche Beeinträchtigung hinzu. Nach Angaben des BVB kehrte Schlotterbeck deshalb vorzeitig zur Mannschaft zurück. Dennoch stand er beim 2:2 gegen Werder Bremen am 9. Oktober auf dem Platz und erzielte dabei einen Treffer.
Für das Champions-League-Spiel bei FK Bodø/Glimt am 14. Oktober entschied der Verein anschließend, den Innenverteidiger zu schonen. Kovac begründete dies ausdrücklich mit der Belastungssteuerung und verwies auf die besonderen Bedingungen auf dem Kunstrasen in Norwegen. Die Entscheidung sei gemeinsam mit der medizinischen Abteilung getroffen worden.
Schlotterbeck fehlte damit zuletzt nicht wegen einer neu bekannt gegebenen langfristigen Verletzung. Vielmehr sollte sein Sprunggelenk nach der vorausgegangenen Belastung geschont werden. Wie umfangreich die Beschwerden während der Länderspielreise gewesen waren, wurde vom Verein nicht näher erläutert.
Mit Schlotterbecks Rückkehr verändert sich gleichzeitig die Besetzung der Dortmunder Abwehr. Wie die Ruhr Nachrichten am Freitagabend berichteten, gehören Filippo Mané und Luca Reggiani nicht zum Aufgebot für die Begegnung mit Union Berlin.
Beide Spieler waren noch für das Champions-League-Spiel in Norwegen nominiert worden. In der offiziellen BVB-Kaderliste vom 13. Oktober standen sowohl Mané als auch Reggiani. Beim anschließenden Champions-League-Spiel blieben beide auf der Ersatzbank.
Für das Spiel in Berlin werden die beiden Innenverteidiger nun nach dem Bericht der Ruhr Nachrichten nicht berücksichtigt. Eine konkrete Begründung für ihre Nichtberücksichtigung wurde zunächst nicht offiziell veröffentlicht.
Auf der Pressekonferenz hatte Kovac erklärt, dass abgesehen von drei länger verletzten Profis alle Spieler zur Verfügung stünden. Damit gibt es aus den offiziellen Angaben keinen Hinweis auf eine neu aufgetretene Verletzung bei Mané oder Reggiani.
Für beide Nachwuchsverteidiger bedeutet die Entscheidung zunächst, dass sie beim kommenden Bundesligaspiel nicht zum Spieltagsaufgebot gehören. Über ihre weitere Rolle oder mögliche Einsätze in den folgenden Begegnungen sagt die aktuelle Kadernominierung noch nichts aus.
Trotz der Rückkehr Schlotterbecks kann Borussia Dortmund noch nicht auf sämtliche Spieler zurückgreifen. Der Verein bestätigte am Freitag drei weiterhin verletzte Profis.
Kapitän Emre Can und der griechische Mittelfeldspieler Giannis Konstantelias fallen jeweils mit einem Kreuzbandriss aus. Auch Justin Lerma steht wegen einer Muskelverletzung weiterhin nicht zur Verfügung. Konkrete neue Rückkehrtermine nannte der Klub in seiner Mitteilung vom 16. Oktober nicht.
Bei anderen zuletzt angeschlagenen Spielern hat sich die Situation dagegen verbessert. Julian Ryerson und Carney Chukwuemeka hatten nach ihren Länderspielreisen zunächst pausieren müssen. Beide wurden bereits für die Champions-League-Begegnung in Norwegen wieder in den Kader aufgenommen.
Für Kovac ergibt sich damit eine deutlich größere Auswahl als während einzelner Phasen der vergangenen Wochen. Besonders in der Innenverteidigung stehen neben Schlotterbeck unter anderem Waldemar Anton, Ramy Bensebaini und Joane Gadou zur Verfügung.
Die personellen Möglichkeiten nehmen somit zu, obwohl der Kapitän weiterhin ausfällt. Gleichzeitig zeigt die Nichtberücksichtigung von Mané und Reggiani, dass nicht jeder verfügbare Spieler automatisch einen Platz im Aufgebot erhält.
Nico Schlotterbeck gehört seit Sommer 2022 zu Borussia Dortmund. Der 26-Jährige wechselte damals vom SC Freiburg zum BVB und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil der Abwehr. Seit März 2022 gehört er außerdem zum Kreis der deutschen Nationalspieler.
Seine Bedeutung für den Verein wurde im April 2026 durch eine langfristige Vertragsverlängerung unterstrichen. Borussia Dortmund bestätigte damals, dass der Innenverteidiger einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2031 unterschrieben hat.
Die Vereinbarung sorgt für langfristige Planungssicherheit auf einer wichtigen Position. Schlotterbeck zählt zu den erfahrenen Stammkräften der Mannschaft und übernimmt als Vizekapitän zusätzliche Verantwortung.
In der Bundesliga absolvierte der Verteidiger während der Saison 2025/26 insgesamt 28 Einsätze und war an sieben Toren direkt beteiligt. Auch diese Zahlen verdeutlichen seine Bedeutung über die reine Abwehrarbeit hinaus.
Seine gesundheitliche Verfassung ist für Dortmund deshalb von besonderem Interesse. Nach der Verletzung im Sommer und der zwischenzeitlichen Belastungspause soll Schlotterbeck wieder regelmäßig zur Verfügung stehen. Ob er bereits unmittelbar nach seiner Rückkehr wieder über die volle Spielzeit eingesetzt wird, hatte Kovac am Freitag noch nicht festgelegt.
Die personelle Entwicklung fällt in eine Phase mit zahlreichen Pflichtspielen. Borussia Dortmund ist neben der Bundesliga auch in der Champions League und im DFB-Pokal gefordert. Die Belastung durch mehrere Wettbewerbe und internationale Reisen macht eine flexible Kaderplanung erforderlich.
Kovac hatte bereits vor der jüngsten Champions-League-Partie betont, dass Schlotterbecks gesundheitliche Situation gemeinsam mit der medizinischen Abteilung bewertet werde. Die Rückkehr des Innenverteidigers zeigt nun, dass die für Norwegen beschlossene Pause zunächst auf dieses Spiel begrenzt blieb.
Für die weitere Zusammensetzung der Defensive stehen dem Trainer damit wieder zusätzliche Möglichkeiten offen. Die gleichzeitige Nichtberücksichtigung von Mané und Reggiani macht allerdings deutlich, dass die Rückkehr verletzter Stammspieler auch Auswirkungen auf die Kaderplätze anderer Profis haben kann.
Während Schlotterbeck wieder einsatzbereit ist, bleiben Emre Can, Giannis Konstantelias und Justin Lerma die drei offiziell bestätigten verletzungsbedingten Ausfälle. Ob sich die Zusammensetzung des Dortmunder Spieltagskaders in den kommenden Wochen erneut verändert, hängt auch von der weiteren gesundheitlichen Entwicklung der Mannschaft ab.
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