
Borussia Dortmund hat bei Nico Schlotterbeck langfristige Planungssicherheit. Der Vertrag des deutschen Nationalspielers läuft bereits seit April bis 2031. Für Borussia Dortmund steht stattdessen wieder die körperliche Verfassung des 26-Jährigen im Mittelpunkt. Schlotterbeck hat sich nach seiner langen Verletzungspause erneut am Sprunggelenk verletzt und fällt für die deutsche Nationalmannschaft aus.
Der aktuelle Rückschlag betrifft das rechte Sprunggelenk. Schlotterbeck knickte am Mittwoch beim Training des DFB-Teams ohne Einwirkung eines Gegenspielers um. Eine anschließende MRT-Untersuchung ergab eine Außenbandverletzung. Damit verpasst der Innenverteidiger die Nations-League-Spiele gegen Serbien und Griechenland. Wie lange er darüber hinaus pausieren muss, war zunächst nicht konkret angegeben.
Beim Thema Nico Schlotterbeck BVB ist der zeitliche Ablauf entscheidend. Borussia Dortmund gab die Vertragsverlängerung bereits am 10. April 2026 bekannt. Schlotterbecks vorheriges Arbeitspapier wäre im Sommer 2027 ausgelaufen. Mit der Unterschrift wurde die Zusammenarbeit vorzeitig um vier Jahre bis 2031 verlängert.
Der BVB bezeichnete die langfristige Bindung damals als wichtige Personalentscheidung. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hob Schlotterbecks Bedeutung als Führungsspieler hervor. Sportdirektor Ole Book verwies auf seine Qualitäten in der Spieleröffnung, im Zweikampf und in der Defensive. Schlotterbeck selbst erklärte bei der Vertragsunterzeichnung, dass er sich bewusst Zeit für die Entscheidung genommen habe und mit Dortmund Titel gewinnen wolle.
Der 26-Jährige spielt seit Sommer 2022 für Borussia Dortmund. Zuvor stand der Innenverteidiger beim SC Freiburg unter Vertrag und hatte zwischenzeitlich auch für Union Berlin gespielt. Für Dortmund absolvierte er bis zum Ende der Saison 2025/26 insgesamt 161 Pflichtspiele. In der Bundesliga kam er in der Saison 2025/26 auf 28 Einsätze und sieben Scorerpunkte.
Die Besonderheit des neuen Vertrages war eine Ausstiegsklausel. Borussia Dortmund hatte sie in der ursprünglichen Mitteilung zur Verlängerung nicht genannt. BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke bestätigte ihre Existenz wenige Tage später gegenüber den Ruhr Nachrichten.
Sky berichtete im Juli unter Berufung auf eigene Informationen und einen vorherigen Bericht der Bild, dass die Klausel nur für drei Vereine gegolten habe. Genannt wurden unter anderem Real Madrid und der FC Liverpool. Die festgelegte Ablöse soll demnach zwischen 50 und 60 Millionen Euro gelegen haben. Für den FC Bayern München habe die Regelung nicht gegolten. Diese Vertragsdetails wurden vom BVB selbst nicht vollständig veröffentlicht.
Nach Angaben von Sky lief die Klausel am 15. Juli 2026 aus. Ein Wechsel über diese festgeschriebene Regelung ist damit nicht mehr möglich. Ein anderer Transfer wäre grundsätzlich nur möglich, wenn Borussia Dortmund einem Verkauf zustimmen würde. Schlotterbecks Vertrag selbst läuft unverändert bis 2031.
Für den BVB wiegt der erneute gesundheitliche Rückschlag auch deshalb schwer, weil Schlotterbeck gerade erst eine längere Pause beendet hatte. Bei der Weltmeisterschaft im Juni hatte er sich im deutschen Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Der DFB und Borussia Dortmund kündigten damals eine mehrmonatige Pause an.
Anfang September kehrte Schlotterbeck zunächst individuell auf den Trainingsplatz zurück. Wenige Tage später nahm er wieder am Mannschaftstraining teil. Am 12. September feierte er 84 Tage nach der WM-Verletzung sein Comeback für Borussia Dortmund. Gegen den SC Paderborn stand er direkt in der Startelf und führte die Mannschaft als Kapitän auf den Platz.
Seine schnelle Rückkehr brachte ihm anschließend auch die Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft ein. Bundestrainer Jürgen Klopp hatte Schlotterbeck sogar für einen längeren Aufenthalt beim DFB-Team vorgesehen, damit der Verteidiger nach seiner Verletzung zusätzliche Trainings- und Spielpraxis sammeln konnte.
Die neue Verletzung steht nicht unmittelbar mit der schweren Blessur aus dem Sommer gleich. Damals war das linke Sprunggelenk betroffen. Beim aktuellen Vorfall verletzte sich Schlotterbeck am rechten Sprunggelenk.
Nach Angaben des DFB knickte der Dortmunder während einer Aufwärmübung ohne Fremdeinwirkung um. Noch am selben Tag wurden MRT-Aufnahmen angefertigt. Bundestrainer Klopp bestätigte anschließend den Ausfall für das Spiel gegen Serbien. Die Sportschau berichtete nach der Diagnose von einer Außenbandverletzung und davon, dass Schlotterbeck auch für das folgende Nations-League-Spiel in Griechenland nicht zur Verfügung steht.
Eine konkrete Prognose, wann Schlotterbeck wieder für Borussia Dortmund spielen kann, lag zunächst nicht vor. Klopp äußerte lediglich die Hoffnung, dass die Pause diesmal nicht lange dauern werde. Damit bleibt offen, ob der Innenverteidiger unmittelbar nach der Länderspielphase wieder für den BVB zur Verfügung steht.
An seiner vertraglichen Situation ändert der erneute Ausfall nichts. Schlotterbeck gehört langfristig zu den zentralen Spielern in der Dortmunder Defensive. Sein bis 2031 laufender Vertrag gibt dem Verein dabei deutlich mehr Planungssicherheit als noch zu Beginn des Jahres, als das vorherige Vertragsende 2027 näher rückte.
Die entscheidenden Vertragsfragen wurden bereits im Frühjahr geklärt. Seit Mitte Juli ist zudem die damals diskutierte Ausstiegsklausel nach übereinstimmenden Berichten abgelaufen.
Aktuell dreht sich die wichtigste Frage für Borussia Dortmund daher nicht um Schlotterbecks Vertragslaufzeit, sondern um seine Rückkehr auf den Platz. Nach der schweren Verletzung am linken Sprunggelenk im Sommer betrifft der nächste Rückschlag nun das rechte Sprunggelenk. Für die beiden aktuellen Länderspiele steht fest, dass der Innenverteidiger ausfällt. Wann er wieder für Dortmund eingesetzt werden kann, war zunächst offen.






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