Schoko-Weihnachtsmänner 2026: Große Preisunterschiede im Handel

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Schoko-Weihnachtsmänner 2026 sind nicht durchweg billiger als im Vorjahr. Während Aldi Nord und Lidl einzelne Figuren ihrer Eigenmarken deutlich günstiger anbieten, steigen die Preise bei größeren Schokoladenfiguren von Milka und Kinder. Lindt hat dagegen mehrere Preise gesenkt. Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg von Ende Oktober zeigt, dass neben der Marke auch das Gewicht erheblichen Einfluss auf die Kosten hat.

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Discounter verlangen für 110 Gramm nur noch 99 Cent

Die 110 Gramm schweren Weihnachtsmänner der Lidl-Marke Favorina und der Aldi-Nord-Marke Wintertraum werden in dieser Saison für jeweils 99 Cent angeboten. Im Vorjahr kosteten sie noch 1,69 Euro. Damit sinkt der Preis für die gleiche Packungsgröße um 70 Cent beziehungsweise rund 41,4 Prozent.

Die Erhebung beruht auf regulären Preisen, die Ende Oktober in Hamburger Geschäften und im Onlinehandel festgestellt wurden. Einbezogen waren unter anderem Rewe, Edeka, Kaufland, Aldi Nord und Lidl sowie Drogeriemärkte. Die Werte sind deshalb eine Momentaufnahme. Einzelne Filialen und zeitlich begrenzte Angebote können davon abweichen.

Kleinere Figuren machten Schokolade 2025 teurer

Die jetzige Senkung folgt auf besonders deutliche Preisanstiege im Weihnachtsgeschäft 2025. Damals hatte die Verbraucherzentrale Hamburg bei Aldi Nord und Lidl festgestellt, dass die früher üblichen Weihnachtsmänner mit 200 Gramm nicht mehr durchgängig zum Standardsortiment gehörten. Stattdessen standen verstärkt Varianten mit nur 110 Gramm in den Regalen. Die größeren Figuren wurden teilweise als Aktionsware verkauft.

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2024 kostete ein Weihnachtsmann mit 200 Gramm bei beiden Discountern noch 1,79 Euro. Im Jahr 2025 waren für diese Größe 2,79 Euro fällig. Das entsprach einem Anstieg um rund 56 Prozent. Zugleich kosteten die kleineren Figuren mit 110 Gramm jeweils 1,69 Euro. Bezogen auf 100 Gramm war das gegenüber der 200-Gramm-Ausführung von 2024 eine Verteuerung um rund 72 Prozent.

Mit den 99 Cent für 110 Gramm ist der Grundpreis 2026 wieder nahezu so hoch wie bei den 200-Gramm-Figuren von 2024. Er liegt aber über dem Preisniveau von 2022: Nach Daten der Preisvergleichs-App Smhaggle, auf die sich die Verbraucherzentrale berief, gab es damals noch 200 Gramm für 99 Cent.

Lindt senkt mehrere Preise für Weihnachtsmänner

Bei Lindt & Sprüngli werden alle vier in der aktuellen Stichprobe aufgeführten Größen günstiger. Die 40-Gramm-Figur kostet 2,29 Euro statt 2,69 Euro. Für 70 Gramm werden 3,69 Euro statt 3,99 Euro verlangt. Die Variante mit 125 Gramm verbilligt sich von 5,99 Euro auf 5,49 Euro, die mit 200 Gramm von 8,99 Euro auf 7,99 Euro.

Die Senkung bei der größten Figur hatte der Schweizer Hersteller bereits im April angekündigt. Damals nannte er ausdrücklich die unverbindliche Preisempfehlung für den deutschen Markt. Diese Preisempfehlung ist nicht automatisch mit dem Betrag gleichzusetzen, den jedes Geschäft an der Kasse verlangt.

Die Preisentwicklung fällt dennoch unterschiedlich aus, wenn man weiter zurückblickt. Im Jahr 2024 kostete der 40-Gramm-Weihnachtsmann von Lindt nach Angaben der Verbraucherzentrale noch 1,99 Euro. Trotz der diesjährigen Ermäßigung liegt der Preis mit 2,29 Euro darüber.

Größere Figuren von Milka und Kinder werden teurer

Beim Milka-Weihnachtsmann von Mondelez bleibt die 45-Gramm-Version bei 1,89 Euro. Die 90-Gramm-Variante kostet dagegen 3,29 Euro und damit 30 Cent mehr als 2025. Auch Ferrero verlangt für den Kinder-Weihnachtsmann mit 55 Gramm weiter 1,89 Euro, während die Figur mit 110 Gramm von 2,99 Euro auf 3,29 Euro steigt. Für beide größeren Produkte ergibt sich eine Verteuerung um rund zehn Prozent.

Die unveränderten Preise der kleinen Figuren bedeuten allerdings keine Rückkehr zu früheren Preisen. So kostete der 45-Gramm-Weihnachtsmann von Milka im Jahr 2024 nach der Erhebung der Verbraucherzentrale nur 1,39 Euro. Die Kinder-Figur mit 55 Gramm lag damals bei 1,69 Euro.

Kakaopreis sinkt nach außergewöhnlichem Anstieg

Hinter den starken Preisschwankungen steht unter anderem die Entwicklung des internationalen Kakaomarktes. Die Verbraucherzentrale Hamburg verwies 2024 auf Ernteausfälle und ungünstige Wetterbedingungen sowie Pflanzenkrankheiten, die das verfügbare Kakaoangebot verringert hatten. Der Rohstoff verteuerte sich dadurch erheblich.

Ende 2024 wurden nach Angaben der Verbraucherzentrale rund 12.000 Euro pro Tonne Kakao erreicht. Im November 2025 lag der dort genannte Börsenpreis bereits unter 4.500 Euro je Tonne und damit mehr als 60 Prozent unter dem früheren Höchststand. Diese Werte beziehen sich auf die damaligen Zeitpunkte und sind keine aktuellen Tagesnotierungen.

Niedrigere Börsenpreise führen nicht zwangsläufig sofort zu sinkenden Ladenpreisen. Hersteller kaufen Kakao teilweise langfristig ein. Lindt erklärte im April 2026, dass der eigene Kakaobedarf für dieses Jahr bereits vertraglich gedeckt sei. Die gesunkenen Rohstoffpreise würden deshalb nach Unternehmensangaben erst 2027 auf die eigenen Einkaufskosten durchschlagen. Einzelne Preissenkungen für das Weihnachtsgeschäft 2026 zog der Hersteller dennoch vor.

Schokoladenabsatz sinkt trotz schwächerem Preisauftrieb

Auch die Marktentwicklung verändert sich. Nach Daten des Marktforschungsunternehmens Circana ging der Absatz von Schokoladenwaren in Deutschland von Januar bis August 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent zurück. Der Umsatz verringerte sich um 3,1 Prozent. Gleichzeitig schwächte sich die durchschnittliche Preissteigerung in dieser Warengruppe von zuvor 17,9 Prozent auf 0,8 Prozent ab.

Für den gesamten Süßwarenmarkt ermittelte Circana im gleichen Zeitraum einen Umsatz von 12,41 Milliarden Euro. Das waren 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die verkaufte Menge sank um 0,6 Prozent. Die Marktdaten beziehen sich auf Lebensmittelgeschäfte ab 200 Quadratmetern Verkaufsfläche und auf Drogeriemärkte. Sie umfassen damit weit mehr Produkte als nur die saisonalen Weihnachtsmänner.

Grundpreis macht den Unterschied sichtbar

Die Preise einzelner Figuren lassen sich sinnvoll nur mit ihrem Gewicht vergleichen. Bei Aldi Nord und Lidl entsprechen 99 Cent für 110 Gramm einem Grundpreis von 90 Cent je 100 Gramm. Die 125-Gramm-Figur von Lindt liegt mit 5,49 Euro bei rund 4,39 Euro je 100 Gramm. Für den kleineren Lindt-Weihnachtsmann mit 40 Gramm und einem Verkaufspreis von 2,29 Euro ergeben sich sogar rund 5,73 Euro pro 100 Gramm.

Noch niedriger lag der Grundpreis einer Kaufland-Eigenmarke in der aktuellen Stichprobe. Dort kostete eine 200-Gramm-Figur 1,39 Euro, also knapp 70 Cent pro 100 Gramm. Die Unterschiede zeigen, dass eine Preissenkung bei einzelnen Produkten nicht automatisch bedeutet, dass Schoko-Weihnachtsmänner insgesamt wieder günstig sind. Entscheidend bleiben Packungsgröße, Marke und der tatsächlich verlangte Ladenpreis.

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