Drei Wochen offline: ARD begleitet 100 Jugendliche beim Handyverzicht

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Wie verändert sich der Alltag, wenn das Smartphone plötzlich nicht mehr verfügbar ist? Genau darum geht es am Montagabend im Ersten. Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell startet am 7. September 2026 um 23.35 Uhr mit der ersten Folge im linearen Fernsehen. Rund 100 Jugendliche einer Schule in Rheinland-Pfalz verzichten für drei Wochen auf ihre Smartphones. Moderator Tobias Krell macht selbst mit. Ein Forschungsteam begleitet den Versuch und untersucht unter anderem Konzentration, Schlaf, Bewegung und Stimmung.

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Die erste Folge trägt den Titel Oh, Snap – 3 Wochen ohne Handy und eröffnet die dreiteilige Dokumentationsreihe. Für Zuschauer ist die Ausgangslage besonders konkret: Die Mobiltelefone werden eingesammelt und weggeschlossen. Damit beginnt für die Schülerinnen und Schüler ein Alltag, in dem selbst gewöhnliche Situationen plötzlich anders organisiert werden müssen.

Schule ohne Smartphone heute um 23.35 Uhr im Ersten

Das Erste zeigt Folge 1 am Montag, 7. September, von 23.35 Uhr bis 0.00 Uhr. Damit umfasst der vorgesehene Programmplatz 25 Minuten. Auch mehrere Programmdatenbanken führen exakt dieses Zeitfenster. In der ARD Mediathek wird das Video mit rund 26 Minuten angegeben, was auf die unterschiedliche Rundung beziehungsweise Darstellung von Sendeplatz und tatsächlicher Videolänge zurückzuführen ist.

Es handelt sich um die deutsche TV-Erstausstrahlung. Die komplette dreiteilige Reihe wurde allerdings bereits vor dem Fernsehsendestart für das Streaming bereitgestellt. Der SWR hatte die Veröffentlichung in der ARD Mediathek für den 2. September angekündigt.

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Innerhalb der eigenständigen Dokuserie ist Oh, Snap – 3 Wochen ohne Handy Folge 1 von drei. Gleichzeitig wird die Sendung dem Dachformat ARD Wissen zugeordnet. Dort wird sie in Episodenverzeichnissen als Folge 75 der laufenden Reihe geführt.

Folge 1 beginnt mit dem großen Smartphone-Entzug

Schauplatz des Experiments ist die Integrierte Gesamtschule Thaleischweiler-Fröschen in Rheinland-Pfalz. Rund 100 Jugendliche geben ihre Smartphones ab. Auch Tobias Krell legt sein eigenes Telefon für den Versuch beiseite. Nach Angaben des SWR hatten die beteiligten Jugendlichen zuvor tägliche Smartphone-Nutzungszeiten von etwa zwei bis zehn Stunden.

In Folge 1 steht zunächst die Ausgangssituation im Mittelpunkt. Die Handys werden in einem Käfig eingeschlossen, anschließend beginnen Untersuchungen der Teilnehmer. Dabei geht es unter anderem darum, wie es zu Beginn des Experiments um Konzentration, Schlaf und psychisches Wohlbefinden steht. Bereits der erste Tag macht deutlich, wie selbstverständlich Smartphones in alltägliche Abläufe eingebunden sind. Selbst eine Busfahrt oder die simple Frage nach der Uhrzeit können ohne das ständig verfügbare Gerät ungewohnt werden.

Die Doku verrät damit nicht nur etwas über Mediennutzung, sondern beobachtet auch, welche Routinen sichtbar werden, sobald das Smartphone fehlt. Der weitere Verlauf und die Ergebnisse des dreiwöchigen Experiments werden in der Vorschau bewusst nicht vorweggenommen.

Forschende messen Schlaf, Bewegung und Konzentration

Das Projekt geht über die reine Beobachtung eines Schulalltags ohne Handy hinaus. Wissenschaftler begleiten die Teilnehmer und erfassen mögliche Veränderungen mit unterschiedlichen Methoden. Der SWR nennt Bewegungstracker, Fragebögen und MRT-Aufnahmen. Untersucht werden unter anderem Schlaf, Bewegung, Konzentration und Stimmung.

Zu den wissenschaftlichen Schauplätzen gehört auch das Universitätsklinikum Heidelberg. Dort werden MRT-Aufnahmen ausgewertet, mit denen untersucht wird, wie das Gehirn auf Smartphone-Reize reagiert. Die Dokumentation verbindet damit Alltagsszenen aus der Schule mit wissenschaftlichen Messungen.

Das Experiment beschränkt sich zudem nicht vollständig auf die Jugendlichen. Im Verlauf der Reihe beschäftigen sich auch Eltern mit ihrer eigenen Bildschirmzeit. Zudem zeigt die Serie, wie sich Freizeit, Verabredungen und soziale Kontakte verändern können, wenn der schnelle Griff zum Smartphone entfällt.

Tobias Krell ist Moderator und selbst Teilnehmer

Durch die Reihe führt Tobias Krell, bekannt unter anderem aus dem Kinderformat Checker Tobi. Eine klassische Schauspielbesetzung oder Gastdarsteller gibt es bei der Dokumentation nicht. Im Mittelpunkt stehen Krell sowie die Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte, Eltern und die beteiligten Wissenschaftler.

Die Jugendlichen werden als reale Teilnehmer eines dokumentarischen Experiments begleitet und nicht als Darsteller inszeniert. Der SWR nennt rund 100 Schülerinnen und Schüler als zentrale Gruppe des Projekts. Tobias Krell beobachtet das Experiment dabei nicht nur von außen, sondern verzichtet selbst auf sein Smartphone.

Antonia Simm führte Regie

Produziert wurde Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell von der megaherz GmbH im Auftrag des SWR. Regie führte Antonia Simm. Produktionsangaben nennen sie zugleich als verantwortliche Autorin beziehungsweise Drehbuchverantwortliche. Die Kamera übernahm Thomas Spitschka, den Schnitt Florian Kohlert. Als Produzenten werden Jonas Gernstl, Martin Tischner und Oliver Gernstl genannt. Die SWR-Redaktion lag bei Stefan Busse und Christine Seidemann.

Damit startet keine neue Staffel einer langjährigen Serie, sondern eine neue, auf drei Teile angelegte Dokureihe. Einen Ausstieg, Neuzugang oder eine Jubiläumsfolge gibt es entsprechend nicht.

Alle drei Folgen bereits in der ARD Mediathek

Die ARD verfolgt bei der Reihe eine Streaming-first-Strategie. Der SWR kündigte alle drei Folgen bereits ab dem 2. September in der ARD Mediathek an. Folge 1 ist dort unter dem Titel Oh, Snap – 3 Wochen ohne Handy abrufbar. Die Mediathek weist für das Video eine Verfügbarkeit bis zum 2. September 2031 um 13.00 Uhr aus.

Die lineare TV-Premiere folgt damit fünf Tage nach dem angekündigten Mediathekstart. Im Ersten ist zunächst die erste Folge eingeplant. Wer nicht bis 23.35 Uhr warten möchte oder anschließend direkt weiterschauen will, findet die komplette dreiteilige Produktion bereits online.

Auch eine Wiederholung von Teil 1 ist vorgesehen. In der Nacht zum Dienstag wird die erste Folge noch einmal ab 3.45 Uhr im Ersten geführt. Weitere Ausstrahlungen sind anschließend unter anderem im SWR-Programm vorgesehen.

Keine Vergleichsquote für die erste Folge

Eine Einschaltquote oder ein Marktanteil der vorherigen Folge lässt sich für diese TV-Vorschau nicht angeben. Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell feiert am 7. September seine deutsche TV-Premiere, sodass es noch keine vorherige Fernsehausstrahlung derselben Dokureihe gibt, deren Reichweite als Vergleich dienen könnte.

Interessant wird deshalb erst nach der Ausstrahlung, wie viele Zuschauer sich im späten Programm des Ersten für das Experiment entschieden haben. Der Fernsehabend liefert dabei lediglich den linearen Auftakt. Inhaltlich ist das Projekt von Beginn an stärker angelegt: Drei Folgen sollen zeigen, was geschieht, wenn ein für Jugendliche und Erwachsene alltägliches Gerät für mehrere Wochen konsequent verschwindet.

Die Dokureihe ist außerdem Teil der ARD-Aktion unsereKinder – Wie kinderfreundlich ist Deutschland. Im Rahmen dieser Initiative beschäftigt sich die ARD mit unterschiedlichen Aspekten des Lebens von Kindern und Familien. Für Ende September ist zudem ein Wochenende Offline angekündigt, bei dem Zuschauer einen zeitlich begrenzten Handyverzicht selbst ausprobieren können.

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