September im Ersten: Neue ARD-Doku blickt auf 25 Jahre 9/11

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Mit September zeigt Das Erste am heutigen Freitagabend eine neue Dokumentation über die Terroranschläge vom 11. September 2001 und deren Folgen. Der 89-minütige Film von Autor und Regisseur Johan von Mirbach beginnt am 11. September 2026 um 20:15 Uhr. Es handelt sich um die erste Fernsehausstrahlung. In der ARD Mediathek steht die Produktion bereits seit Anfang September zur Verfügung.

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Anders als die Bezeichnung Fernsehfilm vermuten lässt, ist September keine fiktionale Produktion. Die ARD führt das Werk als Dokumentation und Dokumentarfilm. Im Mittelpunkt stehen reale Erlebnisse von Menschen, die den 11. September 2001 in New York unmittelbar miterlebten, ergänzt um Archivmaterial und politische Einordnungen. Die Dokumentation ist Teil des ARD-Programms zum 25. Jahrestag der Anschläge.

September rekonstruiert nicht nur den Tag der Anschläge

Der Film konzentriert sich nicht ausschließlich auf die Stunden, in denen entführte Passagiermaschinen in die Türme des World Trade Centers und das Pentagon gesteuert wurden. September nimmt einen größeren Zeitraum in den Blick und zeichnet die Entwicklungen während des gesamten Monats nach.

Dabei verbindet die Produktion persönliche Erinnerungen mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die auf die Anschläge folgten. Die ARD beschreibt den Film als Rekonstruktion jener 30 Tage, in denen sich weitreichende Entscheidungen über Sicherheitspolitik, internationale Zusammenarbeit und den späteren Kampf gegen den Terror entwickelten. Zum Einsatz kommt dabei auch Archivmaterial, das nach Angaben der ARD bislang nicht veröffentlicht worden war.

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Der Schwerpunkt auf einem ganzen Monat unterscheidet September damit von Dokumentationen, die den Ablauf des 11. September ausschließlich chronologisch nachzeichnen. Der Film will zugleich zeigen, wie unmittelbar persönliche Erfahrungen und weltpolitische Entscheidungen in diesen Wochen miteinander verbunden waren.

Zeitzeugen berichten von ihren Erlebnissen in New York

Zu den Menschen, deren Geschichte September erzählt, gehört Susanne Hegenscheidt. Sie lebte damals in New York und dokumentierte die Ereignisse von ihrer Wohnung am Broadway aus. Außerdem kommt Markus Albrecht zu Wort. Der deutsche Rettungssanitäter half nach ARD-Angaben noch am Tag der Anschläge verletzten Feuerwehrleuten am Ground Zero.

Eine weitere Zeitzeugin ist Pia Hofmann. Sie arbeitete nach den Anschlägen mit schwerem Gerät in den Trümmern des World Trade Centers. Ihre Erinnerungen stehen stellvertretend für Menschen, die über einen längeren Zeitraum an den Bergungsarbeiten beteiligt waren. Der Film behandelt diese persönlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit den langfristigen psychischen, gesellschaftlichen und politischen Folgen des 11. September.

Eine klassische Besetzung oder Gastdarsteller gibt es deshalb nicht. September arbeitet mit Zeitzeugen, Archivaufnahmen und Gesprächspartnern aus Politik, Medien und Sicherheitsbehörden.

Auch Joschka Fischer und Lars Klingbeil kommen zu Wort

Zu den prominenten Gesprächspartnern gehört der damalige Bundesaußenminister Joschka Fischer. Er ordnet die außenpolitische Lage Deutschlands und die diplomatischen Herausforderungen nach den Anschlägen ein.

Auch Lars Klingbeil ist in der Dokumentation zu sehen. Der heutige Bundesfinanzminister befand sich 2001 als 23-jähriger Praktikant in New York und berichtet über seine persönlichen Erfahrungen während dieser Zeit. Weitere Stimmen aus Politik, Medien und Sicherheitsbehörden ergänzen die Perspektiven der unmittelbar Betroffenen.

Der reale Hintergrund des Films sind die Terroranschläge vom 11. September 2001. Islamistische Terroristen des Netzwerks al-Qaida entführten damals vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen wurden in die Türme des World Trade Centers in New York gesteuert, eine weitere in das Pentagon. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab. Fast 3.000 Menschen kamen ums Leben.

Johan von Mirbach verantwortet Regie und Buch

Autor und Regisseur der Dokumentation ist Johan von Mirbach. Produziert wurde September von SPIEGEL TV im Auftrag der ARD. Federführend beteiligt ist der WDR, außerdem sind BR und NDR Auftraggeber. Die Redaktion liegt bei Christiane Hinz und Ann-Christin Gertzen für den WDR, Astrid Harms für den BR sowie Marc Brasse für den NDR.

Die Produktion stammt aus dem Jahr 2026. Die veröffentlichte Mediathekfassung hat eine Laufzeit von 89 Minuten und 16 Sekunden. Im linearen Programm ist für September der Zeitraum von 20:15 bis 21:45 Uhr vorgesehen. Eine Wiederholung ist in der Nacht auf Samstag von 1:25 bis 2:58 Uhr im Ersten geplant.

Im Mittelpunkt des Bildmaterials stehen vor allem New York und die Ereignisse rund um das World Trade Center. Einen gesonderten Katalog von Drehorten für neu aufgenommene Szenen veröffentlicht die ARD nicht.

September bereits in der ARD Mediathek verfügbar

September ist bereits in der ARD Mediathek abrufbar. Die ARD hatte den Streamingstart für den 1. September angekündigt. Die aktuelle Videoseite weist eine Verfügbarkeit bis zum 31. August 2027 um 15:00 Uhr aus. Neben der regulären Version stehen auch barrierefreie Fassungen mit Untertiteln, Deutscher Gebärdensprache und Audiodeskription zur Verfügung.

Damit ist die Fernsehausstrahlung am 11. September die lineare Premiere im Ersten, während der Dokumentarfilm online bereits vorher bereitgestellt wurde.

Nach September folgen die Tagesthemen

Direkt nach der Dokumentation stehen heute um 21:45 Uhr die Tagesthemen im Programm des Ersten. Um 22:20 Uhr folgt die Serie WaPo Bodensee mit der Episode Asche zu Wasser. Bereits vor September widmet sich Das Erste dem Jahrestag: Um 18:50 Uhr läuft die Sondersendung Der Tag, der die Welt veränderte, 25 Jahre nach 9/11, anschließend um 20:00 Uhr die Tagesschau.

September bildet damit den zentralen Bestandteil eines Themenabends zum 25. Jahrestag. Anstelle einer rein chronologischen Nacherzählung richtet die Dokumentation den Blick auch auf die Wochen nach den Anschlägen und auf Entscheidungen und persönliche Erfahrungen, deren Auswirkungen weit über den September 2001 hinausreichen.

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