
Die US Schauspielerin und Sängerin Shelley Fabares ist tot. Sie starb am Samstag, 22. August 2026, im Alter von 82 Jahren in Los Angeles. Ihre Familie bestätigte ihren Tod. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Fabares gehörte über Jahrzehnte zu den vertrauten Gesichtern des amerikanischen Fernsehens. Berühmt wurde sie bereits als Jugendliche mit „The Donna Reed Show“, später feierte sie mit der Sitcom „Coach“ einen zweiten großen Fernseherfolg. Auch als Sängerin schrieb sie Anfang der 1960er Jahre mit „Johnny Angel“ US Popgeschichte.
Der Tod von Shelley Fabares beendet eine Karriere, die ungewöhnlich viele Phasen der amerikanischen Unterhaltungsgeschichte umspannte. Sie begann als Kinderdarstellerin, wurde zum Fernsehstar und Teenageridol, spielte an der Seite von Elvis Presley und etablierte sich Jahrzehnte später erneut als erfolgreiche Sitcomdarstellerin.
Shelley Fabares wurde am 19. Januar 1944 im kalifornischen Santa Monica geboren und kam früh mit der Unterhaltungsbranche in Berührung. Bereits als Kind übernahm sie erste Rollen im Fernsehen und im Film. Zu ihrer Familie gehörte auch die Schauspielerin Nanette Fabray, die selbst zu den bekannten amerikanischen Fernsehstars ihrer Generation zählte.
Den entscheidenden Karriereschritt machte Fabares 1958. In „The Donna Reed Show“ übernahm sie die Rolle der Mary Stone, Tochter der von Donna Reed gespielten Familienmutter. Die Serie gehörte zu den erfolgreichen amerikanischen Familienkomödien ihrer Zeit und machte Fabares einem Millionenpublikum bekannt.
Ihre Figur wurde zu einem der bekanntesten Teenagercharaktere des US Fernsehens an der Wende von den 1950er zu den 1960er Jahren. Fabares blieb mehrere Jahre Teil der Serie und wurde dadurch bereits in jungen Jahren zu einem landesweit bekannten Star.
Die Bedeutung dieser Rolle ging über ihre eigene Karriere hinaus. „The Donna Reed Show“ steht für eine Epoche des amerikanischen Fernsehens, in der Familienserien einen großen Teil des Abendprogramms prägten und ihre jungen Darsteller häufig zugleich als Musikstars vermarktet wurden.
Genau daraus entwickelte sich auch die zweite Seite von Fabares‘ Karriere. Obwohl sie vor allem Schauspielerin war, nahm sie Anfang der 1960er Jahre mehrere Songs auf. Der mit Abstand größte Erfolg wurde „Johnny Angel“.
Das Lied erreichte 1962 Platz eins der amerikanischen Billboard Hot 100. Damit gelang Fabares etwas, das nur wenigen Fernsehstars ihrer Generation glückte: Sie war gleichzeitig mit einer erfolgreichen Fernsehserie und einem landesweiten Nummer-eins-Hit präsent.
„Johnny Angel“ blieb ihr musikalisches Markenzeichen. Ihre Laufbahn entwickelte sich anschließend jedoch vor allem vor der Kamera weiter. Mitte der 1960er Jahre gehörte Fabares dreimal zur Besetzung von Filmen mit Elvis Presley.
1965 spielte sie in „Girl Happy“, ein Jahr später folgte „Spinout“. 1967 war sie in „Clambake“ erneut Presleys Filmpartnerin. Damit war Fabares häufiger als Hauptdarstellerin an seiner Seite zu sehen als die meisten Schauspielerinnen, die während seiner Hollywoodjahre mit dem Sänger arbeiteten.
Die drei Produktionen entstanden in einer Phase, in der Presley einen erheblichen Teil seiner Karriere auf Kinofilme konzentrierte. Für Fabares bedeuteten sie den Übergang vom Fernsehstar der frühen 1960er Jahre zu einer Schauspielerin, die regelmäßig auch in größeren Hollywoodproduktionen zu sehen war.
Nach ihrer frühen Popularität blieb Fabares über Jahrzehnte im amerikanischen Fernsehen präsent. Sie übernahm Rollen in zahlreichen Serien und Fernsehfilmen und war unter anderem in „One Day at a Time“ zu sehen. 1971 wirkte sie zudem im Fernsehfilm „Brian’s Song“ mit, der sich in den USA zu einer bekannten Sportfilmproduktion entwickelte.
Eine neue Generation von Zuschauern lernte Fabares Ende der 1980er Jahre durch „Coach“ kennen. In der Sitcom spielte sie Christine Armstrong, die Partnerin und spätere Ehefrau des von Craig T. Nelson verkörperten Footballtrainers Hayden Fox.
Die Serie lief über neun Staffeln und gehörte in den 1990er Jahren zu den etablierten US Sitcoms. Fabares‘ Darstellung brachte ihr 1993 und 1994 jeweils eine Nominierung für den Primetime Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie ein.
Damit gelang ihr Jahrzehnte nach „The Donna Reed Show“ ein bemerkenswertes zweites Kapitel ihrer Fernsehkarriere. Während viele ehemalige Kinder und Jugendstars Schwierigkeiten hatten, dauerhaft in der Branche Fuß zu fassen, blieb Fabares über mehrere Generationen hinweg in wichtigen Fernsehproduktionen präsent.
Später arbeitete sie auch als Sprecherin. Unter anderem lieh sie Martha Kent, der Adoptivmutter von Superman, in verschiedenen Animationsproduktionen ihre Stimme.
Fabares‘ Laufbahn verbindet mehrere Epochen der amerikanischen Populärkultur. Ihr Aufstieg begann in der klassischen Familienunterhaltung der frühen Fernsehjahre. Mit „Johnny Angel“ wurde sie Teil der Popmusik der frühen 1960er Jahre. Ihre gemeinsamen Filme mit Elvis Presley führten sie mitten in die Hollywoodphase eines der bekanntesten Musiker des 20. Jahrhunderts. Mit „Coach“ gelang ihr schließlich Jahrzehnte später ein weiterer großer Fernseherfolg.
Seit 1984 war Fabares mit dem Schauspieler Mike Farrell verheiratet, der vor allem durch die Serie „MASH“ bekannt wurde. Fabares engagierte sich im Laufe ihres Lebens zudem für verschiedene gesellschaftliche und wohltätige Anliegen.
Nach Bekanntwerden ihres Todes würdigte auch „Coach“ Kollege Craig T. Nelson seine langjährige Mitdarstellerin. Die Familie erinnerte vor allem an Fabares als Ehefrau, Stiefmutter, Verwandte und Freundin und bat darum, ihre Privatsphäre während der Trauer zu respektieren.
Zu den genauen Umständen ihres Todes gab es zunächst keine weiteren gesicherten Angaben. Eine Todesursache wurde nicht mitgeteilt.
Shelley Fabares hinterlässt ein Werk, das weit über eine einzelne Erfolgsrolle hinausreicht. Für ein Publikum bleibt sie Mary Stone aus „The Donna Reed Show“, für ein anderes Christine Armstrong aus „Coach“. Musikfans verbinden ihren Namen bis heute mit „Johnny Angel“, während sie in der Filmgeschichte auch als dreimalige Partnerin von Elvis Presley präsent bleibt. Gerade diese Verbindung von Fernsehen, Musik und Kino machte ihre mehr als ein halbes Jahrhundert umfassende Karriere außergewöhnlich breit.
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