Sorge um Skhiri beim 1. FC Köln: Verletzung sorgt für Streit zwischen den Trainerbänken

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Der 1. FC Köln muss nach dem Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach um Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri bangen. Der 31-Jährige verletzte sich am Sonntagnachmittag bei einem Zweikampf mit Florian Neuhaus so schwer, dass er nicht weiterspielen konnte. Sanitäter brachten ihn auf einer Trage vom Spielfeld. Anschließend wurde der tunesische Nationalspieler zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht. Die Verletzung von Ellyes Skhiri löste zudem eine Auseinandersetzung zwischen den Trainerbänken aus. Kölns Trainer René Wagner und Gladbachs neuer Coach Alexander Blessin gerieten an der Seitenlinie aneinander.

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Ellyes Skhiri nach Foul von Neuhaus in Klinik gebracht

Die entscheidende Szene ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Skhiri spielte nahe der Seitenlinie einen Ball nach vorne, als Gladbachs Florian Neuhaus versuchte, den Pass zu blockieren. Dabei traf der Borussia-Profi den Kölner mit dem nachziehenden Bein. Skhiri knickte sichtbar um und ging unmittelbar zu Boden.

Der Mittelfeldspieler signalisierte sofort, dass er medizinische Hilfe benötigte. Mehrere Minuten wurde er auf dem Rasen behandelt. Neuhaus blieb zunächst bei seinem Gegenspieler und entschuldigte sich für die Aktion. Schließlich musste Skhiri auf einer Trage vom Feld gebracht werden.

Nach Angaben des 1. FC Köln wurde der Spieler für weitere medizinische Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Die Untersuchung erfolgte in der Kölner Mediapark-Klinik. Eine abschließende Diagnose zur Art der Verletzung lag am Sonntagabend zunächst nicht vor. Ebenso unklar blieb, ob Skhiri lediglich einige Tage pausieren muss oder länger ausfallen könnte.

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Die Fernsehbilder zeigten, wie sein Fuß beim Kontakt mit Neuhaus wegknickte. Daraus lässt sich allerdings keine konkrete medizinische Diagnose ableiten. Angaben über mögliche Schäden an Bändern oder Knochen waren zunächst nicht offiziell bestätigt.

Streit zwischen René Wagner und Alexander Blessin

Während Skhiri behandelt wurde, entwickelte sich auf der gegenüberliegenden Spielfeldseite eine lautstarke Diskussion zwischen den Verantwortlichen beider Vereine. Besonders Kölns Cheftrainer René Wagner zeigte sich mit der Schiedsrichterentscheidung unzufrieden.

Schiedsrichter Florian Badstübner hatte die Aktion als Foul bewertet und Freistoß für Köln gegeben. Eine Gelbe oder Rote Karte zeigte er Neuhaus jedoch nicht. Diese Entscheidung sorgte insbesondere auf der Kölner Bank für Unverständnis.

Neben Wagner reagierten weitere Mitglieder des Kölner Teams auf die Szene. Auch Ersatztorhüter Ron-Robert Zieler beteiligte sich an den Diskussionen. Anschließend gerieten Wagner und Gladbachs Trainer Alexander Blessin unmittelbar an der Seitenlinie aneinander.

Der Vierte Offizielle Sören Storks schaltete sich ein und versuchte, die Situation zu beruhigen. Welche Worte zwischen den beiden Cheftrainern genau fielen, war zunächst nicht gesichert. Eine ausführliche öffentliche Erklärung beider Trainer zu ihrem Wortwechsel lag zunächst nicht vor.

Für Blessin war das Rheinderby zugleich sein erstes Bundesligaspiel als neuer Trainer der Borussia. Entsprechend standen beide Trainer bereits vor dem Anpfiff unter besonderer Beobachtung.

Schiedsrichter verzichtet auf Karte gegen Florian Neuhaus

Die Entscheidung von Florian Badstübner wurde unterschiedlich aufgenommen. Während die Kölner Bank eine strengere Bestrafung erwartete, bewertete der frühere Bundesligaschiedsrichter Lutz Wagner die Situation anders.

Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger erklärte der ehemalige Unparteiische, dass Neuhaus zunächst den Ball gespielt habe. Der anschließende Kontakt mit Skhiri sei unglücklich gewesen. Eine Absicht, den Gegenspieler zu verletzen, erkannte Wagner in der Aktion nicht. Auch den Verzicht auf eine Gelbe Karte hielt er für vertretbar.

Kölns Co-Trainer Armin Reutershahn äußerte sich bereits während der Halbzeitpause gegenüber dem Streamingdienst DAZN. Er verwies auf die Aufgabe des Videoassistenten, bei einem möglichen schwerwiegenden Fehler einzugreifen. Eine eigene abschließende Bewertung vermied Reutershahn, weil er die Fernsehbilder zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen hatte.

Der Videoassistent kann unter anderem eingreifen, wenn eine mögliche direkte Rote Karte überprüft werden muss. Die Entscheidung über eine gewöhnliche Gelbe Karte gehört dagegen nicht zu seinen regulären Eingriffsmöglichkeiten.

Eine nachträgliche persönliche Stellungnahme von Neuhaus zur Schiedsrichterentscheidung lag zunächst nicht vor. Seine unmittelbare Entschuldigung bei Skhiri wurde jedoch von mehreren Beobachtern der Partie bestätigt.

Skhiri gehört zu Kölns wichtigsten Spielern im Mittelfeld

Ein möglicher Ausfall des 31-Jährigen wäre für den 1. FC Köln auch aus Sicht der Kaderplanung bedeutsam. Skhiri war erst im August 2026 von Eintracht Frankfurt nach Köln zurückgekehrt und hatte einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben.

Bereits zwischen 2019 und 2023 hatte der tunesische Nationalspieler für die Kölner gespielt. In dieser ersten Zeit absolvierte er nach Vereinsangaben 133 Pflichtspiele und erzielte 20 Tore. Anschließend wechselte er nach Frankfurt und sammelte dort zusätzliche Erfahrungen in der Bundesliga und in europäischen Wettbewerben.

Bei seiner Rückkehr hatte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler insbesondere die Erfahrung, Führungsstärke und taktischen Fähigkeiten des defensiven Mittelfeldspielers hervorgehoben. Skhiri sollte der Mannschaft Stabilität geben und zugleich für jüngere Spieler eine wichtige Rolle übernehmen.

Auch sportlich war er bereits wieder fest eingeplant. In den ersten vier Bundesligaspielen der Saison 2026/27 kam Skhiri viermal zum Einsatz und bereitete zwei Tore vor. Gegen Mönchengladbach stand er erneut in der Anfangsformation. Es war sein fünfter Bundesligaeinsatz seit der Rückkehr.

Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung übernahm Tom Krauß zu Beginn der zweiten Halbzeit seinen Platz. Der 25-Jährige ist damit auch für die kommenden Spiele eine mögliche Alternative im zentralen Mittelfeld.

Weitere Verletzungen erschweren die Personalplanung

Der Zeitpunkt der Skhiri-Verletzung ist für die Kölner besonders ungünstig. Bereits vor dem Derby musste Trainer René Wagner auf mehrere Spieler verzichten.

Die beiden Mittelstürmer Thijs Dallinga und Ragnar Ache hatten sich während der Länderspielpause bei einem Testspiel gegen Viktoria Köln verletzt. Während Dallinga wegen einer Kreuzbandverletzung länger ausfällt, fehlt Ache mit muskulären Beschwerden.

Auch Abwehrspieler Timo Hübers arbeitet nach seiner schweren Verletzung weiterhin an seiner Rückkehr. Alessio Castro-Montes hatte vor dem Derby zwar wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert, verfügte aber noch nicht über die notwendige Trainingspraxis.

Sollte nun auch Skhiri längere Zeit fehlen, müsste Wagner nicht nur seinen Angriff, sondern möglicherweise auch die zentrale Organisation seiner Mannschaft neu besetzen. Gerade im defensiven Mittelfeld hatte der Verein mit der Verpflichtung des erfahrenen Nationalspielers zusätzliche Sicherheit schaffen wollen.

Bereits am Freitag, 16. Oktober, steht für Köln das nächste Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt an. Ob Skhiri ausgerechnet gegen seinen früheren Verein wieder zur Verfügung stehen kann, war am Sonntag noch offen.

Der sportliche Erfolg im Rheinderby geriet durch die Verletzung teilweise in den Hintergrund. Köln gewann gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 und verbesserte sich auf sieben Punkte nach fünf Spielen. Für den Verein steht neben dem Derbysieg nun vor allem die gesundheitliche Situation seines Mittelfeldspielers im Mittelpunkt.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu