Škoda bringt sein größtes Elektro-SUV auf den Markt

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Der tschechische Autobauer Škoda erweitert sein Angebot an Elektroautos um ein neues Flaggschiff. Der Škoda Peaq ist seit Ende September 2026 im deutschen Handel präsent und kann bereits seit Juni bestellt werden. Mit bis zu sieben Sitzplätzen, einer Reichweite von mehr als 640 Kilometern und einem Einstiegspreis von 49.900 Euro positioniert sich das Modell im Segment großer elektrischer Familienautos. Am 21. Oktober gab Škoda zudem eine Auszeichnung beim German Design Award 2027 bekannt. Für die Volkswagen-Tochter ist die Markteinführung Teil einer umfassenden Erweiterung ihres Elektroangebots.

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Škoda Peaq startet ab 49.900 Euro in Deutschland

Die Weltpremiere des neuen Elektro-SUV fand am 23. Juni 2026 in Frankreich statt. Am selben Tag öffnete Škoda die Bestellbücher in Deutschland. Am 26. September folgte die Vorstellung bei teilnehmenden Händlern. Nach der ursprünglichen Planung des Herstellers sollten die ersten Fahrzeuge Anfang Oktober in Deutschland, Österreich und Slowenien bei Kunden eintreffen. Weitere Märkte werden schrittweise beliefert.

Der Einstieg in die Modellreihe beginnt bei 49.900 Euro für den Peaq 60 in der Ausstattung Selection. Darüber rangiert der Peaq 90 für mindestens 57.900 Euro. Das allradgetriebene Spitzenmodell Peaq 90x kostet in der Grundausstattung 60.400 Euro. Alle drei Antriebe sind außerdem als Sportline erhältlich. Die Preise dieser Ausstattungslinie reichen von 54.800 bis 65.300 Euro.

Die angegebenen Beträge sind unverbindliche Preisempfehlungen einschließlich Mehrwertsteuer. Zusätzliche Ausstattung erhöht den Kaufpreis. Wer sieben statt fünf Sitzplätze benötigt, zahlt in Deutschland laut Škoda-Preisliste weitere 990 Euro für die dritte Sitzreihe. Der Siebensitzer ist damit nicht Bestandteil des Einstiegspreises.

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Zwei Batteriegrößen und bis zu 642 Kilometer Reichweite

Technisch basiert der Škoda Peaq auf der weiterentwickelten Elektroplattform MEB+ des Volkswagen-Konzerns. Der Hersteller bietet zwei Batteriegrößen und drei Leistungsstufen an. Das Basismodell Peaq 60 verfügt über eine Batterie mit 63 Kilowattstunden Bruttokapazität, von denen 59 Kilowattstunden nutzbar sind. Sein Elektromotor leistet 150 Kilowatt beziehungsweise 204 PS und treibt die Hinterräder an.

Der Peaq 90 nutzt einen größeren Akku mit 91 Kilowattstunden brutto und 86 Kilowattstunden netto. Seine Leistung liegt bei 210 Kilowatt beziehungsweise 286 PS. Beim Peaq 90x steigt die Systemleistung auf 220 Kilowatt oder 299 PS. Diese Variante besitzt einen zusätzlichen Elektromotor an der Vorderachse und damit Allradantrieb.

Nach den deutschen WLTP-Angaben erreicht der Peaq 60 je nach Ausstattung bis zu 456 Kilometer Reichweite. Beim Peaq 90 sind es maximal 642 Kilometer, während der Peaq 90x bis zu 609 Kilometer schafft. Der kombinierte Stromverbrauch liegt abhängig von Motorisierung und Ausstattung zwischen 14,9 und 18,6 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Im tatsächlichen Betrieb können Fahrweise, Geschwindigkeit, Außentemperatur und Beladung die Reichweite beeinflussen.

Auch zur Ladegeschwindigkeit liegen konkrete Herstellerangaben vor. An einer geeigneten Gleichstrom-Schnellladestation benötigt der kleinere Akku unter günstigen Bedingungen etwa 27 Minuten, um von zehn auf 80 Prozent geladen zu werden. Bei der größeren Batterie sind es rund 28 Minuten. Die tatsächliche Ladezeit hängt unter anderem von der Batterietemperatur, dem Ladezustand und der Leistung der Ladestation ab.

Sieben Sitzplätze und großer Kofferraum

Mit einer Länge von 4,874 Metern und einem Radstand von 2,965 Metern ist der Peaq das größte SUV der Marke. Er ist damit oberhalb des Enyaq angesiedelt und ergänzt das bisherige Angebot um ein elektrisches Fahrzeug für Familien mit höherem Platzbedarf.

Als Fünfsitzer bietet der Peaq einen Kofferraum mit bis zu 935 Litern Fassungsvermögen. In der siebensitzigen Konfiguration stehen bei vollständig genutzter Bestuhlung 299 Liter zur Verfügung. Wird die dritte Sitzreihe umgeklappt, erhöht sich das Ladevolumen auf bis zu 890 Liter. Zusätzlich gibt es ein 37 Liter großes Staufach unter der Fronthaube.

Zu den technischen Neuerungen zählen bündig in die Karosserie integrierte Türgriffe und ein optionales Panoramaglasdach, dessen Lichtdurchlässigkeit elektronisch verändert werden kann. Im Innenraum verfügt das Fahrzeug über einen vertikal angeordneten Infotainmentbildschirm mit 13,6 Zoll Diagonale. Gegen Aufpreis sind unter anderem ein Soundsystem von Sonos, Massagefunktionen für die Vordersitze und zusätzliche Assistenzsysteme erhältlich.

Eine weitere Funktion ist das bidirektionale Laden. Damit lässt sich Energie aus der Fahrzeugbatterie für externe elektrische Geräte nutzen. Auch die Versorgung eines Gebäudes ist mit einer dafür geeigneten technischen Installation vorgesehen. Für diese Anwendung wird eine kompatible bidirektionale Wallbox benötigt.

Serienproduktion in Tschechien läuft seit August

Die Fertigung des Peaq begann am 6. August 2026 im Škoda-Stammwerk Mladá Boleslav in Tschechien. Dort entsteht das Elektro-SUV auf einer Produktionslinie, die ebenfalls für die Modelle Elroq, Enyaq und den Octavia mit Verbrennungsmotor verwendet wird.

Für die Aufnahme des deutlich größeren Fahrzeugs musste Škoda Teile der Fertigung anpassen. Dazu gehörten neue Transportvorrichtungen, technische Änderungen in den Karosserie- und Lackierbereichen sowie zusätzliche Anlagen für die Montage der dritten Sitzreihe. Auch die Batteriesysteme für den Peaq werden am Standort Mladá Boleslav hergestellt.

Die gemeinsame Produktion verschiedener Antriebsarten ermöglicht dem Unternehmen, die Fertigung stärker an die jeweilige Nachfrage anzupassen. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen nach Unternehmensangaben bereits knapp 23 Prozent der in den tschechischen Škoda-Werken produzierten Fahrzeuge auf reine Elektroautos.

Mehr als 10.000 Peaq-Bestellungen bereits Anfang September

Der neue Peaq konnte schon vor dem regulären Verkaufsstart im Handel einen fünfstelligen Auftragseingang erreichen. Ende Juli lagen nach Angaben des Herstellers knapp 8.500 Bestellungen vor. Anfang September meldete Škoda bereits mehr als 10.000 Bestellungen für das Modell.

Am 8. Oktober veröffentlichte das Unternehmen eine weitere Zahl: Für die beiden neuen Elektrobaureihen Epiq und Peaq waren zu diesem Zeitpunkt zusammen mehr als 70.000 Bestellungen eingegangen. Wie viele davon ausschließlich auf den größeren Peaq entfielen, wurde in dieser Mitteilung nicht aufgeschlüsselt. Die Zahlen beziehen sich auf Bestellungen und nicht auf bereits ausgelieferte Fahrzeuge.

Der Peaq war zudem auf dem Pariser Automobilsalon vom 13. bis 18. Oktober zu sehen. Dort präsentierte Škoda seine inzwischen vier Elektrobaureihen gemeinsam. Die Einführung des großen SUV ist damit auch Teil der internationalen Vermarktung der erweiterten Modellpalette.

Warum der Peaq für Škoda wirtschaftlich wichtig ist

Mit dem Peaq erweitert Škoda sein Elektroangebot in einer Phase deutlich steigender Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge. Nach Zahlen des europäischen Herstellerverbandes ACEA vom 22. Oktober erreichten reine Elektroautos in der Europäischen Union zwischen Januar und September 2026 einen Marktanteil von 22,7 Prozent. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 16,1 Prozent. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten rund 1,93 Millionen reine Elektroautos in der EU neu zugelassen.

Škoda selbst verzeichnete bereits im ersten Halbjahr 2026 eine steigende Nachfrage. Weltweit lieferte die Marke 555.700 Fahrzeuge aus, 9,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge erhöhten sich um 48,3 Prozent auf 108.200 Einheiten. Besonders die bereits etablierten Baureihen Elroq und Enyaq trugen zu diesem Wachstum bei.

Auch die Geschäftszahlen entwickelten sich positiv. Der Umsatz des Unternehmens erreichte im ersten Halbjahr rund 16 Milliarden Euro, der operative Gewinn lag bei etwa 1,37 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite lag bei 8,5 Prozent.

Der Peaq ergänzt dieses Geschäft um ein größeres und höherpreisiges Fahrzeug. Zusammen mit dem deutlich kleineren Epiq umfasst das rein elektrische Škoda-Angebot nun vier Modellreihen. Innerhalb des Volkswagen-Konzerns nutzt die Marke dabei gemeinsame technische Plattformen und bestehende Produktionsanlagen. Separate Gewinnzahlen für den Peaq oder eine konkrete jährliche Produktionsprognose für das Modell wurden bislang nicht veröffentlicht.

German Design Award für neues Elektro-Flaggschiff

Eine weitere Anerkennung erhielt der Peaq kurz nach der deutschen Markteinführung. Wie Škoda am 21. Oktober mitteilte, wurde das Fahrzeug beim German Design Award 2027 im Bereich Excellent Product Design als Winner in der Kategorie Passenger Cars ausgezeichnet.

Die Jury besteht aus 43 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Lehre und Industrie. Bewertet wurde unter anderem die Gestaltung des neuen SUV, das die Škoda-Designsprache Modern Solid übernimmt. Dazu gehören klare Karosserieflächen, eine charakteristische Lichtsignatur sowie aerodynamische Elemente.

Die Auszeichnung betrifft ausdrücklich die Gestaltung des Fahrzeugs und ist kein unabhängiges Urteil über Reichweite, Zuverlässigkeit oder Wirtschaftlichkeit im täglichen Betrieb. Mit dem Peaq ist die obere Erweiterung der Škoda-Elektropalette inzwischen im Handel angekommen.

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