Feuerwehr seit Stunden im Einsatz: Großbrand bei Breitungen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Seit Sonntagabend beschäftigt ein großer Brand in Breitungen im Süden Sachsen-Anhalts zahlreiche Einsatzkräfte. In einer Lagerhalle sind nach Angaben der Integrierten Leitstelle Mansfeld-Südharz rund 1.200 Strohballen in Brand geraten. 46 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen waren zeitweise im Einsatz. Die Einsatzkräfte arbeiteten die gesamte Nacht hindurch, am Montagmorgen wurden Mannschaften ausgetauscht. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand. Wegen des anhaltenden Rauchs gilt für den Ort weiterhin eine amtliche Warnung.

Rund 1.200 Strohballen brennen in einer Lagerhalle

Der Strohballenbrand im Südharz wurde am Sonntagabend, 4. Oktober, im Ortsteil Breitungen der Gemeinde Südharz bemerkt. Die Polizei wurde nach veröffentlichten Angaben gegen 21.46 Uhr über das Feuer informiert. Zunächst war von rund 1.000 brennenden Ballen die Rede. Die Integrierte Leitstelle Mansfeld-Südharz bezifferte die Zahl am Montag auf etwa 1.200. Die Angaben unterscheiden sich damit leicht, was bei einem derart großen und noch laufenden Einsatz nicht ungewöhnlich ist.

Breitungen gehört zur Gemeinde Südharz im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr ist eine der Ortsfeuerwehren der Gemeinde. Das Feuer betrifft eine Lagerhalle, in der das Stroh untergebracht war.

Feuerwehr lässt die Strohballen kontrolliert abbrennen

Die großen Mengen dicht gepressten Strohs erschweren die Löscharbeiten erheblich. Nach Angaben der Leitstelle ließ die Feuerwehr die Ballen am Montag kontrolliert abbrennen. Die Einsatzkräfte aus mehreren umliegenden Orten hatten zuvor die Nacht durchgearbeitet. Insgesamt waren nach dem zuletzt veröffentlichten Stand 46 Feuerwehrleute und acht Einsatzfahrzeuge beteiligt.

Am Montagmorgen wurden die eingesetzten Mannschaften abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war der Brand weiterhin nicht vollständig gelöscht. Im Laufe des Vormittags änderte sich die Einschätzung zur möglichen Einsatzdauer. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass das Feuer wahrscheinlich nicht mehr am Montag gelöscht werden könne. In einer gegen 12.29 Uhr aktualisierten Lage hieß es dagegen, ein Ende der Löscharbeiten noch im Laufe des Montags sei möglich. Sicher war am frühen Montagnachmittag lediglich, dass der Einsatz weiterlief.

Rauchwarnung für Breitungen gilt weiter

Die starke Rauchentwicklung führte in der Nacht zu einer amtlichen Warnung für Breitungen. Die Integrierte Leitstelle Mansfeld-Südharz veröffentlichte die Warnung am Montag um 3.31 Uhr. Darin wird auf Rauch und Geruchsbelästigung durch den Brand des Strohlagers hingewiesen. Bewohner sollen vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten.

Die Warnung wurde am Montagmittag weiterhin als aktiv geführt. Zugleich stellte die Leitstelle ausdrücklich klar, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Auch nach Angaben aus dem Einsatz waren Menschen und Tiere nicht unmittelbar gefährdet. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Die Empfehlung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, dient damit vor allem dem Schutz vor der Rauchbelästigung im Ort.

Solaranlage zerstört, Schaden bei rund 200.000 Euro

Das Feuer beschränkt sich nicht auf die eingelagerten Strohballen. Auf dem Dach der betroffenen Lagerhalle befand sich eine Solaranlage. Diese wurde nach dem am Montag veröffentlichten Stand vollständig zerstört. Erste Schätzungen der Polizei beziffern den gesamten Sachschaden auf rund 200.000 Euro.

Ob sich diese Summe nach Abschluss der Löscharbeiten noch verändert, war zunächst offen. Eine abschließende Schadensaufnahme war während des laufenden Einsatzes noch nicht möglich. Auch über mögliche Schäden an weiteren technischen Einrichtungen oder über den genauen Zustand der Lagerhalle lagen zunächst keine gesicherten Detailangaben vor.

Brandursache weiterhin ungeklärt

Die Ursache des Feuers war am Montag weiterhin nicht geklärt. Die Polizei konnte den eigentlichen Brandort zunächst nicht untersuchen, weil die Feuerwehr noch mit den Löscharbeiten beschäftigt war. Die Brandursachenermittler sollen ihre Arbeit aufnehmen, sobald das Gelände gefahrlos betreten und freigegeben werden kann.

Nach Polizeiangaben hält der Einsatzleiter der Feuerwehr sowohl eine Selbstentzündung des Strohs als auch einen technischen Defekt nach derzeitigem Eindruck nicht für die naheliegende Ursache. Daraus lässt sich allerdings noch keine gesicherte Ursache ableiten. Insbesondere ist bislang nicht festgestellt, wodurch der Brand tatsächlich ausgelöst wurde. Weitere Schlussfolgerungen können erst nach der Untersuchung des Brandortes getroffen werden.

Damit konzentriert sich der Einsatz zunächst weiter auf das vollständige Ablöschen beziehungsweise kontrollierte Abbrennen des Strohs und die Begrenzung der Rauchentwicklung. Für Bewohner von Breitungen bleibt die amtliche Empfehlung bestehen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, solange die Warnung der Leitstelle nicht aufgehoben wurde.

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