
Am Freitag, 23. Oktober 2026, wird es in Baden-Württemberg deutlich windiger. Besonders im Schwarzwald erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) schwere Sturmböen. Auf dem Feldberg sind sogar Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde möglich. Auch Freiburg und Stuttgart müssen sich auf Regen und kräftige Windböen einstellen. Am Nachmittag und Abend könnten außerdem einzelne starke Gewitter auftreten.
Das Wetter in Freiburg und Stuttgart am Freitag steht unter dem Einfluss eines Sturmtiefs, dessen Ausläufer von Westen nach Süddeutschland ziehen. Nach der vorübergehenden Wetterberuhigung am Donnerstag nimmt der Südwestwind zunächst in den Höhenlagen zu. Im weiteren Tagesverlauf wird es auch in tieferen Lagen windiger. Der DWD erwartet für Baden-Württemberg verbreitet Regen und Schauer, örtlich begleitet von Gewittern.
Die stärkste Windentwicklung wird für die Gipfellagen des Schwarzwaldes vorhergesagt. Nach dem DWD-Warnlagebericht für Baden-Württemberg vom Donnerstag, 22. Oktober, 10:30 Uhr, sind dort am Freitag schwere Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde möglich. Für den Feldberg nennt der Wetterdienst sogar Orkanböen bis 120 Kilometer pro Stunde.
Bereits am Freitagmorgen nimmt der Südwestwind zu. Ab Mittag rechnet der DWD auch in tieferen Lagen mit starken bis stürmischen Böen um 60 Kilometer pro Stunde. Im Bergland werden etwa 70 Kilometer pro Stunde erwartet. Die höchsten Windgeschwindigkeiten konzentrieren sich auf die exponierten Gipfellagen.
Die DWD-Stationsvorhersage für den Feldberg nennt für Freitag eine Höchsttemperatur von etwa 4 Grad. Dazu wird kräftiger Schneeregen erwartet. Die dort prognostizierten Orkanböen sind allerdings nicht auf das Stadtgebiet von Freiburg oder Stuttgart übertragbar. In den tieferen Lagen werden geringere Windgeschwindigkeiten erwartet.
Für Freiburg im Breisgau erwartet der Wetterdienst WetterKontor am Freitag Temperaturen zwischen 8 und 16 Grad. Die Prognose für den Stadtteil Hochdorf nennt eine Niederschlagsmenge von 2,8 Litern pro Quadratmeter. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 70 Prozent.
Der mittlere Wind erreicht demnach etwa 28 Kilometer pro Stunde. Bei einzelnen Böen sind jedoch Geschwindigkeiten bis 70 Kilometer pro Stunde möglich. Besonders am Nachmittag könnte sich das Wetter vorübergehend verschärfen. WetterKontor sagt für diesen Zeitraum Gewitter voraus.
Bereits am Vormittag sind leichte Niederschläge möglich. Am Nachmittag nimmt der Wind deutlich zu, während am Abend weitere Regenschauer erwartet werden. Ob Freiburg tatsächlich von einem kräftigeren Gewitter getroffen wird, ist weiterhin unsicher.
Auch in Stuttgart wird der Freitag wechselhaft. WetterKontor prognostiziert Temperaturen zwischen 6 und 16 Grad sowie rund 1,9 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt ebenfalls bei 70 Prozent.
Der mittlere Wind wird mit etwa 20 Kilometern pro Stunde angegeben. Einzelne Böen könnten jedoch Geschwindigkeiten von bis zu 67 Kilometern pro Stunde erreichen. Damit fällt die Windprognose für Stuttgart etwas schwächer aus als für Freiburg-Hochdorf.
Am Vormittag bleibt es zunächst überwiegend stark bewölkt, zeitweise kann leichter Niederschlag auftreten. Für den Nachmittag werden Regenschauer und auffrischender Südwestwind erwartet. Auch am Abend bleibt es unbeständig.
Die DWD-Stationsvorhersage nennt für Stuttgart eine Höchsttemperatur von rund 15 Grad, leichten Regen und Windböen. Damit liegt die Temperaturprognose des Deutschen Wetterdienstes etwa ein Grad unter dem WetterKontor-Wert.
Neben dem kräftigen Südwestwind besteht am Freitag das Risiko einzelner starker Gewitter. Im deutschlandweiten Warnlagebericht vom Donnerstag, 10:46 Uhr, nennt der DWD für die Zeit ab Mittag bis in den Nachmittag mögliche Sturmböen zwischen 60 und 85 Kilometern pro Stunde im Zusammenhang mit Gewittern.
Für Baden-Württemberg erwartet der regionale Warnlagebericht vor allem am Schwarzwald einzelne Gewitter am Nachmittag und Abend. Dabei könnten Sturmböen um 85 Kilometer pro Stunde auftreten. Die genaue räumliche Verteilung ist noch unsicher.
Auch Rheinland-Pfalz und das Saarland sind von der Wetterentwicklung betroffen. Nach dem DWD-Warnlagebericht vom Donnerstag, 10:30 Uhr, werden dort am Freitag verbreitet starke bis stürmische Böen zwischen 55 und 70 Kilometern pro Stunde erwartet. In exponierten Lagen können Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde auftreten.
Für den Süden der Region hält der DWD lokale Gewitter mit Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde am Freitagnachmittag für gering wahrscheinlich. Damit könnte auch der Raum Saarbrücken von der Gewitterentwicklung betroffen sein.
Eine konkret für Freitag, 23. Oktober, gültige amtliche DWD-Kreiswarnung ließ sich am Donnerstagabend für Freiburg, Stuttgart, Saarbrücken sowie die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut und Ortenaukreis zunächst nicht verlässlich bestätigen.
Eine zuvor veröffentlichte amtliche Wetterwarnung der Stufe 1 vor Windböen betraf unter anderem höhere Lagen des Schwarzwaldes. Sie galt allerdings vom Mittwoch, 21. Oktober, 18 Uhr, bis Donnerstag, 22. Oktober, 15 Uhr. Für den bevorstehenden Freitag war diese Warnung somit nicht mehr gültig.
Die vom DWD prognostizierten Orkanböen auf dem Feldberg sind von einer konkret ausgegebenen amtlichen Unwetterwarnung zu unterscheiden. Die Warnlageberichte beschreiben die erwartete Entwicklung und mögliche Windgeschwindigkeiten, ohne damit automatisch eine Warnstufe für jeden betroffenen Landkreis festzulegen.
Mit dem Durchzug des Sturmtiefs verändern sich auch die Temperaturen im höheren Bergland. Für die Nacht zum Samstag, 24. Oktober, erwartet der DWD in Baden-Württemberg weitere Schauer. Oberhalb von etwa 1.000 Metern kann Niederschlag teilweise als Schnee fallen.
Der Wetterdienst hält dort örtliche Glätte durch geringe Mengen Schneematsch für möglich. Die Wahrscheinlichkeit wird allerdings ausdrücklich als gering eingeschätzt. Ein flächendeckender Wintereinbruch ist damit nicht vorhergesagt.
Zugleich soll der Südwestwind in der zweiten Nachthälfte zum Samstag etwas nachlassen. Zuvor können in den Gipfellagen weiterhin kräftige Sturmböen auftreten.
Am Samstag setzt sich das wechselhafte Herbstwetter zunächst fort. Im Schwarzwald sind weiterhin Schauer möglich, in den höchsten Lagen teilweise mit Schnee vermischt. Im Tagesverlauf könnten sich die Niederschläge abschwächen und die Wolken zeitweise auflockern.
Für Freiburg-Hochdorf prognostiziert WetterKontor am Samstag Temperaturen bis 14 Grad, für Stuttgart bis 12 Grad. Damit wird es etwas kühler als am Freitag. Auch die erwarteten Windböen fallen in beiden Städten schwächer aus.
Eine dauerhafte Wetterberuhigung ist jedoch noch nicht in Sicht. In seiner Wochenvorhersage vom Donnerstag, 11 Uhr, erwartet der DWD für Sonntag erneut lebhaften Südwest- bis Westwind. In exponierten Hochlagen sind dann wieder schwere Sturm- oder Orkanböen möglich.
Zudem steigt von Samstagabend bis Sonntag in den westlichen und südwestlichen Mittelgebirgen die Wahrscheinlichkeit kräftiger Niederschläge. Der DWD nennt mögliche Mengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden, örtlich auch bis 50 Liter.
Für Freiburg, Stuttgart und den Schwarzwald bleibt das letzte Oktoberwochenende somit wechselhaft. Während die stärksten Böen am Freitag insbesondere auf den Schwarzwaldgipfeln erwartet werden, könnten am Sonntag erneut kräftiger Wind und größere Regenmengen auftreten.
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