Tödlicher Arbeitsunfall bei Windrad-Baustelle nahe Birstein

Die Stadtwerke Münster veröffentlichen 2025 erstmals freiwillig einen Nachhaltigkeitsbericht – als Vorbereitung auf kommende EU-Vorgaben. Das OVG Münster hat die Klage gegen Windräder in Sundern-Bönkhausen abgewiesen. Die Anwohnerquelle gilt laut Gutachten als nicht gefährdet – der Ausbau geht weiter.
Foto: Markus Distelrath

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Ein schwerer Arbeitsunfall Birstein hat am Mittwochmorgen zwei Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall an einer Windrad-Baustelle nahe der Bundesstraße 276 im Kinzigtal. Die beiden Männer, jeweils 32 Jahre alt, kamen bei Arbeiten im Inneren eines im Bau befindlichen Windenergie-Turms ums Leben. Die Polizei im Main-Kinzig-Kreis hat die Ermittlungen zum Hergang aufgenommen.

Absturz im Inneren des Windradturms

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, 25. Februar, in den frühen Morgenstunden zwischen den Birsteiner Ortsteilen Fischborn und Wüstwillenroth. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befanden sich die beiden Monteure in einem Arbeitskorb, der im oberen Bereich des Turms eingesetzt war. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte dieser Korb im Inneren der Anlage aus großer Höhe ab.

Der Alarm ging gegen 4.45 Uhr bei der Leitstelle ein. Weitere Beschäftigte auf der Baustelle hatten offenbar einen lauten Aufprall wahrgenommen und daraufhin den Notruf gewählt. Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Kräfte der Schutz- und Kriminalpolizei rückten zum Einsatzort aus. Für die beiden 32-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Nach Polizeiangaben waren sie infolge des Sturzes unmittelbar tot.

Gutachter soll Unfallhergang klären

Zur Aufklärung des tödlichen Geschehens wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Gemeinsam mit den Ermittlern soll er rekonstruieren, warum der Arbeitskorb abstürzte. Die genauen technischen oder organisatorischen Ursachen sind derzeit Gegenstand der Untersuchung.

Die betroffene Windenergieanlage gehört zum Windpark Frischborn, der sich noch im Bau befindet und nach aktuellen Planungen Ende 2026 in Betrieb gehen soll. An dem Projekt sind neben der Gemeinde Birstein mehrere Energieunternehmen beteiligt. Es handelt sich um das bislang größte genehmigte Windkraftvorhaben im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Darmstadt.

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