Online-Shopping im ZDF: Wie Händler unsere Kaufentscheidungen beeinflussen

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Ein Countdown läuft ab, ein Produkt ist angeblich fast ausverkauft und zahlreiche Fünf-Sterne-Bewertungen versprechen Qualität. Doch wie verlässlich sind solche Hinweise beim Einkaufen im Internet? Die ZDF-Dokumentation „Die Tricks der Onlinehändler mit Pia Osterhaus“ untersucht am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 20:15 Uhr, mit welchen Methoden Onlineshops Kaufentscheidungen beeinflussen. Dafür setzt das Fernsehteam auf Experimente mit 14 Testpersonen, Gespräche mit Experten und Einblicke von Brancheninsidern.

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ZDF untersucht Verkaufstricks bei Amazon, OTTO und weiteren Onlineshops

Online-Shopping gehört für Millionen Menschen zum Alltag. Nach den vom ZDF genannten Zahlen gaben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 2024 fast 90 Milliarden Euro für Einkäufe im Internet aus. Ein attraktiver Markt, auf dem Händler um Aufmerksamkeit und Kaufabschlüsse konkurrieren.

Die Verbraucherjournalistin Pia Osterhaus nimmt in der neuen Dokumentation unter anderem die Verkaufsmechanismen großer Plattformen wie Amazon und OTTO unter die Lupe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Design von Internetseiten Entscheidungen beeinflusst und weshalb Kunden manchmal mehr bestellen als ursprünglich geplant.

Dabei unterscheidet die Sendung zwischen unterschiedlichen Verkaufstechniken. Besonders wichtig sind zeitlich begrenzte Angebote, Hinweise auf geringe Lagerbestände, Produktbewertungen und die Darstellung vermeintlich günstiger Preise.

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Die Nennung eines Unternehmens bedeutet dabei nicht, dass sämtliche in der Dokumentation beschriebenen Methoden bei diesem Anbieter festgestellt wurden.

Experiment mit 14 Testpersonen zeigt den Einfluss des Shopdesigns

Für die Untersuchung lädt Osterhaus 14 Testpersonen in ein eigens eingerichtetes Arbeitsumfeld ein. Dort sollen sie verschiedene Onlineshops ausprobieren. Das ZDF untersucht dabei, welche Elemente der Webseiten das Verhalten der Teilnehmenden beeinflussen und wie Internetshops an Kundendaten gelangen können.

Ein Schwerpunkt sind sogenannte Dark Patterns. Damit sind Gestaltungsmuster gemeint, die Nutzer gezielt in bestimmte Richtungen lenken können. Dazu gehören beispielsweise auffällige Schaltflächen, komplizierte Auswahlmöglichkeiten oder Hinweise, die Zeitdruck erzeugen.

Wie solche Mechanismen wirken, erklärt der Experte für Mensch-Computer-Interaktion Dr. Thomas Eßmeyer. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Angst, eine Gelegenheit zu verpassen. Dieser psychologische Effekt wird häufig als FOMO bezeichnet.

Gerade Hinweise auf begrenzte Verfügbarkeit können Kaufentscheidungen beschleunigen. Die Dokumentation untersucht deshalb auch, ob angezeigte Stückzahlen oder zeitliche Beschränkungen tatsächlich belastbar sind.

Fünf-Sterne-Bewertungen und künstlicher Zeitdruck im Mittelpunkt

Ein weiterer Schwerpunkt sind Kundenrezensionen. Gute Bewertungen können Vertrauen schaffen und beeinflussen, welche Produkte Menschen überhaupt in Betracht ziehen.

Der Handels- und Digitalexperte Alexander Graf erläutert in der Dokumentation, welche wirtschaftliche Bedeutung Bewertungen für Händler und Hersteller haben. Osterhaus geht zudem der Frage nach, wie Bewertungen manipuliert werden können.

Dazu spricht sie mit einem anonym auftretenden Insider, der nach ZDF-Angaben positive Bewertungen verkauft. Dieser beschreibt Praktiken, bei denen echte Personen Produkte bestellen und anschließend gewünschte Bewertungen abgeben.

Das Beispiel macht deutlich, weshalb die bloße Existenz einer Kundenbewertung nicht zwangsläufig ein unabhängiges Qualitätsurteil garantiert. Dass Bewertungen manipuliert werden können, bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche positiven Rezensionen zweifelhaft sind.

Auch technische Möglichkeiten zur Gestaltung von Rabattaktionen werden untersucht. Ein weiterer Insider berichtet nach Angaben des Senders über Anfragen, Countdown-Anzeigen so zu programmieren, dass sie nach ihrem Ablauf erneut starten können.

Produktvergleich zwischen günstigen und teuren Angeboten

Neben den Verkaufstechniken beschäftigt sich die Sendung mit der tatsächlichen Qualität angebotener Waren. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Massagepistolen, Smartwatches und Mini-Beamer.

Das ZDF vergleicht Produkte verschiedener Preisklassen und untersucht, welche Unterschiede sich hinter ähnlich aussehenden Angeboten verbergen. Ein Brancheninsider erläutert, dass Waren unterschiedlicher Marken teilweise aus denselben Produktionsstätten stammen können.

Entscheidend ist deshalb nicht allein der Preis. Auch Verarbeitung, Ausstattung und technische Eigenschaften können für die Bewertung eines Produkts wichtig sein. Osterhaus geht der Frage nach, ob hochpreisige Angebote grundsätzlich einen entsprechenden Qualitätsvorsprung bieten.

Konkrete Ergebnisse sämtlicher Einzelvergleiche werden in der Programmankündigung nicht vorweggenommen.

Kundenkonten und kostenloser Versand als weitere Themen

Die Dokumentation beschäftigt sich außerdem mit der Einrichtung und Löschung von Kundenkonten. Während eine Registrierung bei vielen Onlineshops innerhalb kurzer Zeit möglich ist, kann die spätere Löschung nach Darstellung des ZDF erheblich aufwendiger sein.

Welche wirtschaftlichen Interessen hinter solchen Abläufen stehen und welchen Einfluss sie auf die Kundenbindung haben, gehört zu den weiteren Fragen der Sendung.

Auch kostenloser Versand wird untersucht. Besonders interessant ist dabei die Verbindung zwischen Versandkosten und Mindestbestellwerten. Wenn Kunden zusätzliche Produkte in den Warenkorb legen, um eine Versandkostengrenze zu erreichen, kann sich der vermeintliche Preisvorteil reduzieren.

Die Sendung will verdeutlichen, wie unterschiedliche Gestaltungselemente zusammenspielen und Verbraucher zu zusätzlichen Ausgaben bewegen können.

Pia Osterhaus setzt die Verbraucherreihe im ZDF fort

Die rund 45-minütige Dokumentation gehört zur ZDF-Reihe „ZDFzeit“. Verantwortlicher Autor ist Marvin Mohr, der zugleich als Produzent für Filmfee genannt wird. Die Kameraarbeit übernehmen Christopher Scheit und Stefan Jungmann, den Schnitt verantwortet Sören Wilke.

Als Moderatorin führt Pia Osterhaus durch die Experimente und Gespräche. Neben den namentlich genannten Experten Thomas Eßmeyer und Alexander Graf kommen weitere Branchenkenner anonym zu Wort.

Die Sendung ergänzt frühere Ausgaben der Verbraucherreihe, die sich unter anderem mit Supermärkten und Luxusmarken beschäftigt haben. Bereits für Dienstag, 20. Oktober 2026, hat das ZDF mit „Die Tricks der Möbelhäuser“ eine weitere Dokumentation mit Osterhaus angekündigt.

Sendetermin und ZDF-Mediathek

„Die Tricks der Onlinehändler mit Pia Osterhaus“ läuft am Dienstag, 13. Oktober 2026, von 20:15 bis etwa 21:00 Uhr im ZDF. Es handelt sich um eine neue Dokumentation und nicht um die Wiederholung einer früher ausgestrahlten Folge.

Wer die Fernsehausstrahlung verpasst, kann die Sendung bereits seit 6 Uhr am selben Tag im Streamingangebot des ZDF ansehen. Die Onlinefassung hat eine Länge von 44 Minuten und ist mit Untertiteln verfügbar. Nach den veröffentlichten ZDF-Angaben ist eine Bereitstellung bis zum 13. Oktober 2031 vorgesehen.

Die Dokumentation richtet sich an Verbraucherinnen und Verbraucher, die besser verstehen möchten, wie digitale Einkaufsumgebungen funktionieren und welche Rolle Verkaufspsychologie, Produktdarstellung und Bewertungen bei ihren Entscheidungen spielen.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu