Trump verlangt neue Führung in Kiew und verschärft Streit mit Selenskyj

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Symbolbild mit KI erstellt

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US-Präsident Donald Trump hat die Ablösung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefordert. Am Samstag (10. Oktober 2026) erklärte Trump vor Journalisten am Weißen Haus, die Ukraine brauche einen neuen Staatschef, der ein Abkommen mit Russland zur Beendigung des Krieges schließen könne. Seine Forderung folgt auf deutliche Kritik Selenskyjs an einer Vereinbarung zwischen Washington und Moskau über russische Diesellieferungen. Der Konflikt belastet die Beziehungen beider Länder in einer Phase, in der weiterhin über ein Ende des Ukraine-Krieges verhandelt wird.

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Trump wirft Selenskyj versäumte Chancen auf Frieden vor

Trump machte Selenskyj erneut für das Ausbleiben einer Friedensvereinbarung verantwortlich. Der ukrainische Präsident habe mehrfach Gelegenheit gehabt, den Krieg durch Verhandlungen zu beenden, diese Möglichkeiten jedoch nicht genutzt, behauptete der US-Präsident.

„Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt“, sagte Trump in Washington. Er empfahl den Ukrainern, einen Regierungschef zu wählen, der eine Vereinbarung mit Russland erreichen könne.

Mit seinen Äußerungen stellte Trump die politische Führung eines Landes infrage, das sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg verteidigt. Russland hatte im Februar 2022 die groß angelegte Invasion der Ukraine begonnen. Kremlchef Wladimir Putin lehnte in der Vergangenheit wiederholt Vorschläge für eine bedingungslose Waffenruhe ab. Eine umfassende Friedensvereinbarung kam bislang nicht zustande.

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Dieselabkommen mit Putin verschärft den Konflikt

Hintergrund der jüngsten Auseinandersetzung ist eine Vereinbarung, die Trump am Freitag nach einem Telefonat mit Putin angekündigt hatte. Russland soll demnach zunächst mehr als 300.000 Tonnen Diesel für den amerikanischen und internationalen Markt bereitstellen. Weitere 500.000 Tonnen stellte Trump für November in Aussicht. Zusätzliche Lieferungen sollen folgen.

Das US-Finanzministerium erteilte am Freitag eine befristete Ausnahme von bestehenden Russland-Sanktionen. Sie ermöglicht bestimmte Geschäfte mit russischem Diesel und gilt bis zum 7. April 2027.

Selenskyj kritisierte die Vereinbarung scharf. In einem Gespräch mit dem US-Nachrichtenportal Axios bezeichnete er das Vorgehen als unfair und unehrlich. Aus seiner Sicht verschafft die Lockerung der Sanktionen Russland zusätzliche Einnahmen, die zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine verwendet werden könnten.

Trump wiederum warf Selenskyj vor, mit ukrainischen Angriffen auf russische Ölraffinerien die weltweite Dieselversorgung zu beeinträchtigen. Darunter hätten insbesondere amerikanische Landwirte und Viehzüchter zu leiden. Der starke Anstieg der internationalen Energiepreise hat allerdings mehrere Ursachen. Dazu gehören auch die erheblichen Störungen der Energiemärkte infolge des Krieges im Iran.

Präsidentschaftswahlen in der Ukraine derzeit ausgeschlossen

Trumps Forderung nach einem Führungswechsel trifft auf eine besondere rechtliche Situation. In der Ukraine gilt seit Beginn der russischen Großinvasion das Kriegsrecht. Dieses wurde zuletzt bis zum 31. Oktober 2026 verlängert.

Während des Kriegsrechts sind reguläre Präsidentschaftswahlen nach ukrainischem Recht nicht zulässig. Selenskyj, der 2019 zum Präsidenten gewählt wurde, bleibt deshalb trotz des regulären Ablaufs seiner fünfjährigen Amtszeit im Amt.

Das ukrainische Parlament beschäftigt sich bereits mit den Voraussetzungen für spätere Wahlen. Eine parlamentarische Arbeitsgruppe stellte im Mai fest, dass Wahlen unter den Bedingungen des Kriegsrechts nicht durchgeführt werden können. Ein Termin für eine neue Präsidentschaftswahl steht nicht fest.

Deutschland hält an Sanktionen gegen Russland fest

Die amerikanisch-russische Dieselvereinbarung stößt auch bei europäischen Partnern der Ukraine auf Kritik. Die Bundesregierung erklärte am Samstag, ungeachtet des amerikanischen Vorgehens an ihrer bisherigen Sanktionspolitik festzuhalten.

Regierungssprecher Stefan Kornelius bekräftigte, Deutschland arbeite gemeinsam mit europäischen Partnern an weiteren Sanktionen gegen Moskau. Auch die Unterstützung der Ukraine werde unverändert fortgesetzt.

Selenskyj führte unterdessen Gespräche mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Finnlands Präsident Alexander Stubb über die Folgen zusätzlicher russischer Energieeinnahmen und weitere Unterstützung für die Ukraine.

Während der diplomatische Konflikt anhält, setzte Russland seine Angriffe auf ukrainische Städte fort. In der Region Saporischschja wurden am Samstag nach Angaben ukrainischer Behörden mindestens 20 Menschen getötet, darunter drei Kinder. Weitere Menschen wurden verletzt.

Die jüngste Auseinandersetzung zwischen Trump und Selenskyj verdeutlicht damit einen grundlegenden Gegensatz: Washington will über zusätzliche russische Diesellieferungen die Energiepreise senken, während die ukrainische Regierung auf wirtschaftlichen Druck gegen Moskau setzt, um dessen Möglichkeiten zur Kriegsführung einzuschränken.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu