„ttt“ heute im Ersten: Eva Illouz, 100 Jahre Leica und Barcelonas Kunst

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Das ARD-Kulturmagazin „ttt – titel thesen temperamente“ beschäftigt sich am heutigen Sonntag, 1. November 2026, mit vier Themen aus Gesellschaft, Fotografie, Kunst und Musik. Im Mittelpunkt stehen das neue Buch der Soziologin Eva Illouz über Antisemitismus, ein Dokumentarfilm zur Geschichte der Leica-Kamera, eine Ausstellung über Barcelonas künstlerischen Aufbruch und ein musikalischer Streifzug durch Rio de Janeiro. Die Sendung beginnt um 23:35 Uhr im Ersten. Moderiert wird die 30-minütige Ausgabe von Siham El-Maimouni.

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„ttt“ am 1. November 2026: Sendezeit und Themen im Überblick

Das Kulturmagazin läuft am Sonntag von 23:35 Uhr bis 00:05 Uhr. Die Sendung endet damit bereits am Montag, 2. November 2026. Im Programm des Ersten ist eine weitere Ausstrahlung am Montagmorgen von 04:05 Uhr bis 04:35 Uhr vorgesehen.

Die Ausgabe vom 1. November wird als Erstausstrahlung geführt. Das Magazin gehört seit Jahrzehnten zum Kulturprogramm der ARD und wird im Wechsel von den beteiligten Landesrundfunkanstalten Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Mitteldeutscher Rundfunk, Norddeutscher Rundfunk, Rundfunk Berlin-Brandenburg und Westdeutscher Rundfunk gestaltet.

Die heutige Sendung verbindet internationale gesellschaftliche Debatten mit aktuellen Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Zwei der Beiträge greifen neue Bücher auf, ein weiterer stellt einen Film kurz vor dessen regulärem Kinostart vor. Hinzu kommt eine Ausstellung, die einen bedeutenden Abschnitt der europäischen Kunstgeschichte beleuchtet.

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Eva Illouz beschäftigt sich mit den Ursprüngen des neuen Antisemitismus

Ein Schwerpunkt ist das neue Buch „Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus“ der französisch-israelischen Soziologin Eva Illouz. Es ist am 27. Oktober 2026 im Suhrkamp Verlag erschienen und umfasst 279 Seiten.

Illouz untersucht darin die ideengeschichtlichen und politischen Hintergründe gegenwärtiger Formen des Antisemitismus. Ein Ausgangspunkt ihrer Überlegungen sind die Reaktionen auf den terroristischen Angriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 und die anschließenden internationalen Debatten.

Die Wissenschaftlerin befasst sich insbesondere mit der Entwicklung antizionistischer Positionen in politischen und akademischen Strömungen. Sie untersucht dabei Verbindungen zu postkolonialen Theorien, antiimperialistischen Denkweisen und historischen politischen Bewegungen.

Der Beitrag des Kulturmagazins widmet sich diesen Thesen und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung. Neben Illouz kommt nach der ausführlichen Programmankündigung auch der frühere Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit zu Wort, der mit Überlegungen der Soziologin konfrontiert wird.

Illouz lehrt Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem und ist zudem am Centre européen de sociologie et de science politique in Paris tätig. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit gesellschaftlichen Vorstellungen, Emotionen und politischen Entwicklungen.

Leica-Dokumentarfilm zeigt ein Jahrhundert Fotografie

Ein zweiter Beitrag stellt den Dokumentarfilm „Leica – Ein Jahrhundert in Bildern“ von Regisseur Reiner Holzemer vor. Der Film kommt am 12. November 2026 regulär in die deutschen Kinos und beschäftigt sich mit der Bedeutung der Kleinbildkamera für die Geschichte der Fotografie.

Die Leica wurde insbesondere durch ihre kompakte Bauweise zu einem wichtigen Werkzeug für Fotografen, die Ereignisse unmittelbar dokumentieren wollten. Ihre Entwicklung beeinflusste die Straßenfotografie, die Reportage und den Fotojournalismus.

Holzemers Dokumentation verbindet historische Aufnahmen mit den Erfahrungen und Arbeiten bekannter Fotografen. Zu den porträtierten Persönlichkeiten gehören Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Steve McCurry, Jane Evelyn Atwood, Ralph Gibson und Alex Webb.

Auch zeitgenössische Fotografen und Künstler sind vertreten. Dazu gehören unter anderem der französische Künstler JR und der isländische Fotograf Ragnar Axelsson.

Der Film wurde 2026 produziert und dauert nach Angaben des Verleihs 92 Minuten. Seine Weltpremiere war für den 17. Oktober beim Newport Beach Film Festival in Kalifornien angekündigt. Im Mittelpunkt des Beitrags bei „ttt“ steht die Frage, wie eine technische Entwicklung die Möglichkeiten fotografischer Dokumentation und die visuelle Wahrnehmung der Welt verändert hat.

Barcelona moderna: Ausstellung über Gaudí, Picasso und den Modernisme

Mit „Barcelona moderna. Von Gaudí bis Picasso“ widmet sich das Kulturmagazin einer Ausstellung in der Kunsthalle München. Die Schau wurde am 23. Oktober 2026 eröffnet und ist bis zum 21. Februar 2027 zu sehen.

Sie untersucht die kulturelle Entwicklung Barcelonas zwischen 1880 und 1914. In dieser Zeit entstand der katalanische Modernisme, eine künstlerische Bewegung, die Architektur, Malerei, Literatur, Musik und Design miteinander verband.

Die Ausstellung präsentiert rund 160 Werke und Objekte. Dazu gehören Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Möbel und Architekturmodelle. Neben Antoni Gaudí und dem jungen Pablo Picasso werden weitere Künstler vorgestellt, deren Arbeiten außerhalb Spaniens weniger bekannt sind.

Dazu zählen die Architekten Lluís Domènech i Montaner und Josep Puig i Cadafalch sowie die Maler Santiago Rusiñol, Ramon Casas und Hermen Anglada Camarasa.

Die Ausstellung zeigt Barcelona als eine europäische Kulturmetropole im Umbruch. Industrialisierung, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Veränderungen beeinflussten die künstlerische Bewegung. Der Modernisme griff internationale Entwicklungen auf und entwickelte zugleich eigene Formen, die bis heute das Erscheinungsbild Barcelonas prägen.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam. Dort soll die Ausstellung anschließend vom 20. März bis zum 20. Juni 2027 gezeigt werden.

Daniel Haaksman erzählt Rio de Janeiros Geschichte anhand von 50 Songs

Musikalisch führt die Sendung nach Brasilien. Der DJ und Musikautor Daniel Haaksman beschäftigt sich in einem Buch mit der Geschichte Rio de Janeiros, die er anhand von 50 Musikstücken erzählt.

Ein Ausgangspunkt ist der weltbekannte Bossa-Nova-Klassiker „The Girl from Ipanema“, der international eng mit der brasilianischen Musik verbunden ist. Der Erfolg des Liedes machte die Bossa Nova auch außerhalb Brasiliens einem großen Publikum bekannt.

Die musikalische Vielfalt der Stadt reicht allerdings weit über dieses Genre hinaus. Dazu gehört auch der Baile Funk, der sich in den Favelas Rio de Janeiros entwickelte und als Funk Carioca bekannt wurde.

Haaksmans Buch betrachtet unterschiedliche musikalische Strömungen und deren Verbindung zur Stadtgeschichte. Musik dient dabei als Zugang zu kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen in der brasilianischen Metropole.

Der Beitrag ergänzt damit die anderen Themen der Sendung um eine Perspektive auf die internationale Wirkung populärer Musik und auf die kulturelle Vielfalt einer südamerikanischen Großstadt.

„ttt“ in der ARD Mediathek und im Nachtprogramm

Das Kulturmagazin „ttt – titel thesen temperamente“ gehört zum regelmäßigen Angebot der ARD und ist grundsätzlich auch über die ARD Mediathek abrufbar. Für die konkrete Ausgabe vom 1. November 2026 ist ein verbindlicher Bereitstellungsbeginn oder ein Ablaufdatum der Onlineverfügbarkeit nicht ausgewiesen.

Im linearen Fernsehprogramm ist die Sendung am Sonntag um 23:35 Uhr vorgesehen. Um 00:05 Uhr folgt im Ersten der deutsche Spielfilm „Die Akademie“ innerhalb der Reihe „ARD Debüt“. Die Wiederholung von „ttt“ ist für Montagmorgen um 04:05 Uhr angesetzt.

Mit den vier angekündigten Beiträgen spannt das Kulturmagazin einen Bogen von aktuellen gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen über die Geschichte der Fotografie bis zur europäischen Kunst und brasilianischen Musik. Moderiert wird die Ausgabe von Siham El-Maimouni.

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