
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 1 in der Eifel ist in der Nacht zum Sonntag ein 20 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 23.50 Uhr an der Raststätte Eifel Ost in Fahrtrichtung Koblenz. Die Autobahn wurde zwischen Hasborn und Manderscheid für mehrere Stunden gesperrt. Die Ursache des Unfalls war am Sonntagmorgen noch ungeklärt.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Trier war der 20-Jährige mit einem Mercedes auf dem Beschleunigungsstreifen der Raststätte Eifel Ost unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das Fahrzeug dabei quer zur Fahrbahn und bis auf die linke Fahrspur der A1.
Dort befand sich zu diesem Zeitpunkt ein BMW. Der 56 Jahre alte Fahrer konnte eine Kollision nicht mehr verhindern. Die Front des BMW traf die linke Seite des Mercedes. Wie schnell die beiden Fahrzeuge unmittelbar vor dem Zusammenstoß unterwegs waren und weshalb der Mercedes seine ursprüngliche Fahrtrichtung verlor, war zunächst nicht bekannt. Behördliche Angaben zu einer konkreten Unfallursache lagen am Sonntagmorgen nicht vor.
Der Unfall auf der A1 hatte für den Fahrer des Mercedes tödliche Folgen. Der 20-Jährige erlag seinen Verletzungen. Sein 18 Jahre alter Beifahrer wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Auch sämtliche drei Insassen des BMW erlitten nach Polizeiangaben schwere Verletzungen. Betroffen waren der 56 Jahre alte Fahrer, eine 51 Jahre alte Frau sowie ein 15 Jahre altes Mädchen. Damit wurden neben dem Todesopfer insgesamt vier Menschen schwer verletzt.
Zu Art und Ausmaß der Verletzungen machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben. Auch zum weiteren Gesundheitszustand der Verletzten lagen am frühen Sonntagmorgen keine gesicherten Informationen vor.
An der Unfallstelle waren Rettungsdienst, Notarzt und Feuerwehr im Einsatz. Hinzu kamen Kräfte der Autobahnmeisterei Wittlich, der Polizeiinspektion Wittlich und der Polizeiautobahnstation Schweich.
Nach dem Zusammenstoß musste die A1 in Fahrtrichtung Koblenz zwischen den Anschlussstellen Hasborn und Manderscheid vollständig gesperrt werden. Bereits kurz nach Mitternacht wurde die Sperrung auch in den Verkehrsinformationen des SWR geführt.
Die Polizei ging in ihrer um 5.38 Uhr veröffentlichten Mitteilung davon aus, dass der Abschnitt voraussichtlich bis etwa 7 Uhr gesperrt bleiben würde. Als Grund wurden Reinigungsarbeiten genannt. Ob die Strecke zu diesem Zeitpunkt tatsächlich vollständig freigegeben werden konnte, war zunächst nicht offiziell bestätigt.
Die Raststätte Eifel Ost liegt an der A1 in der Eifel auf dem Autobahnabschnitt nördlich von Wittlich. Die betroffene Fahrtrichtung führt weiter über die Eifel in Richtung Koblenz und Köln. Der Unfall beeinträchtigte damit eine wichtige überregionale Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Raum Trier und dem nördlichen Rheinland-Pfalz.
Die genauen Hintergründe des Zusammenstoßes sollen nun technisch rekonstruiert werden. Die Staatsanwaltschaft Trier ordnete nach Angaben der Polizei ein Verkehrsunfallgutachten an.
Ein solches Gutachten kann unter anderem dazu dienen, Fahrzeugbewegungen, Kollisionspunkte und Spuren an der Unfallstelle auszuwerten. Welche konkreten Fragen die Ermittler in diesem Fall klären lassen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Offiziell bestätigt war am Sonntagmorgen lediglich, dass der Mercedes vom Beschleunigungsstreifen quer auf die linke Spur geriet und dort mit dem BMW kollidierte. Warum es dazu kam, blieb offen. Angaben zu möglichen technischen Problemen, Ablenkung, Geschwindigkeit oder anderen denkbaren Ursachen gab es zunächst nicht.
Damit konzentrieren sich die weiteren Ermittlungen vor allem auf die Sekunden unmittelbar vor dem Zusammenstoß. Das angeordnete Gutachten soll dazu beitragen, den Ablauf des schweren Unfalls an der Raststätte Eifel Ost nachvollziehbar zu rekonstruieren.
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