Vier Autos bei Unfall auf der A9 beteiligt: 40-Jähriger stirbt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein schwerer Unfall auf der A9 in Mittelfranken hat am Donnerstagabend einen Menschen das Leben gekostet. Zwischen den Anschlussstellen Allersberg und Hilpoltstein stießen mehrere Autos zusammen. Ein 40 Jahre alter Fahrer starb noch am Unfallort. Drei weitere Menschen kamen verletzt in Krankenhäuser, einer von ihnen mit schweren Verletzungen. Die Autobahn in Richtung München musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Am frühen Freitagmorgen war die Unfallstelle wieder geräumt.

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Auffahrunfall zwischen Allersberg und Hilpoltstein

Die ersten Meldungen über den Unfall gingen am Donnerstag, 15. Oktober 2026, gegen 19.30 Uhr bei der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei ein. Betroffen war die A9 im Landkreis Roth, südlich von Nürnberg. Der Verkehr war in Richtung München unterwegs. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei begann die Unfallserie auf dem rechten Fahrstreifen mit einem Zusammenstoß zweier Autos.

Demnach fuhr der 40-jährige Fahrer eines Renault auf einen vorausfahrenden Mercedes auf. Infolge der Kollision verloren beide Fahrer offenbar die Kontrolle über ihre Wagen. Die Fahrzeuge kamen im Bereich der Fahrbahn zum Stillstand. Ein nachfolgender BMW geriet anschließend ebenfalls in die Unfallstelle. Ein weiterer Mercedes konnte den drei bereits beteiligten Autos ausweichen und einen direkten Zusammenstoß verhindern. Bei dem Manöver wurde allerdings auch dieses vierte Fahrzeug beschädigt.

Damit waren insgesamt vier Autos in das Geschehen verwickelt. Drei davon wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren. Die genaue Abfolge der Zusammenstöße und die Umstände des ersten Auffahrunfalls sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

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Ersthelfer versuchen, den Fahrer zu retten

Für den Renault-Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Der 40-Jährige war in seinem stark beschädigten Wagen eingeklemmt. Menschen, die am Unfallort Hilfe leisteten, begannen noch im Fahrzeug mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Der Mann erlag jedoch seinen schweren Verletzungen, bevor er in ein Krankenhaus gebracht werden konnte.

Schwere Verletzungen erlitt auch der 59 Jahre alte Fahrer des BMW, der nach dem ersten Zusammenstoß in die Unfallstelle geraten war. Rettungskräfte brachten ihn zur Behandlung in eine Klinik. Im vordersten Mercedes wurden außerdem der 31-jährige Fahrer und seine 30 Jahre alte Beifahrerin verletzt. Beide mussten ebenfalls in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Über die Schwere ihrer Verletzungen machte die Polizei zunächst keine genaueren Angaben.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk waren gemeinsam mit der Polizei im Einsatz. Die Einsatzkräfte sicherten den Unfallbereich und sorgten für ausreichende Beleuchtung während der Arbeiten am Abend und in der Nacht. Außerdem entstanden Drohnenaufnahmen, die einen Überblick über die Unfallstelle ermöglichen.

A9 Richtung München über Stunden gesperrt

Der schwere Unfall hatte erhebliche Folgen für den Verkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Nürnberg und München. Die Polizei sperrte die Fahrbahn in Richtung München vollständig. Die Autobahnmeisterei leitete Fahrzeuge an der Anschlussstelle Allersberg von der Autobahn ab. Der Verkehrswarndienst empfahl für die gesperrte Strecke die Umleitung U52.

Hinter der Unfallstelle bildete sich Stau. Eine Verkehrsmeldung verzeichnete am Donnerstag um 20.56 Uhr zwischen dem Rastplatz Göggelsbuch und Hilpoltstein rund 2,7 Kilometer Stau und eine Verzögerung von bis zu einer Stunde. Dabei handelte es sich um eine Momentaufnahme während der Sperrung. Fahrzeuge, die sich bereits unmittelbar vor der Unfallstelle befanden, konnten im Verlauf der Unfallaufnahme über den linken Fahrstreifen an den Einsatzkräften vorbeigeführt werden.

Noch um 1.15 Uhr am Freitag liefen nach Polizeiangaben abschließende Räumungs- und Reinigungsarbeiten. Um 1.39 Uhr wurde die Unfallstelle in den Verkehrsmeldungen als geräumt geführt. Damit war die durch den Unfall verursachte Vollsperrung beendet. Die drei nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge wurden abgeschleppt.

Sachverständiger soll Unfallhergang rekonstruieren

Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht übernahm die Unfallaufnahme. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, der bereits am Donnerstagabend an der Unfallstelle mit seiner Arbeit begann. Seine Aufgabe ist es, den Ablauf der Kollisionen gemeinsam mit den Ermittlern genauer nachzuvollziehen.

Die Polizei stellte die Wracks der drei unmittelbar beteiligten Autos sicher. Im Mittelpunkt der Rekonstruktion stehen der erste Aufprall zwischen Renault und Mercedes sowie die anschließende Kollision mit dem BMW. Welche Feststellungen der Sachverständige bereits treffen konnte, wurde zunächst nicht bekannt.

Offen blieb vor allem, weshalb der Renault auf den vorausfahrenden Mercedes auffuhr. Gesicherte Angaben zur Geschwindigkeit der Fahrzeuge, zu möglichen weiteren Einflussfaktoren oder zur Verantwortung einzelner Beteiligter lagen zunächst nicht vor. Der bekannte Ablauf erlaubt deshalb noch keine abschließende Aussage über die Unfallursache. Fest steht, dass aus einem ersten Auffahrunfall eine Kollision mit mehreren beteiligten Fahrzeugen wurde, bei der ein Mann starb und drei weitere Menschen verletzt wurden.

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