
Bei einem schweren Unfall auf der B463 im Zollernalbkreis sind am Montagmorgen, 12. Oktober 2026, insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Angaben der Polizei erlitten fünf von ihnen schwere Verletzungen, eine weitere Person wurde leicht verletzt. Zwischen Bisingen und Haigerloch-Owingen stießen mehrere Fahrzeuge zusammen. Auf dem betroffenen Abschnitt kam der Verkehr vollständig zum Erliegen. Auch eine Abfahrt von der benachbarten B27 wurde gesperrt.
Der Zusammenstoß ereignete sich am frühen Montagmorgen auf der Bundesstraße zwischen der Anschlussstelle Bisingen-Süd an der B27 und der Abzweigung nach Owingen, einem Stadtteil von Haigerloch. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Reutlingen, die die Südwest Presse veröffentlichte, waren zwei Lastwagen und ein Transporter in den Unfall verwickelt.
Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen ereignete sich die Kollision im Zusammenhang mit einem Überholvorgang bei Gegenverkehr. Dabei soll es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen sein. Wie die Fahrzeuge im Einzelnen zusammenstießen und welches Fahrzeug zuvor überholt hatte, war zunächst nicht abschließend geklärt. Die Polizei untersuchte den Ablauf am Unfallort.
Nach ersten Angaben eines Polizeisprechers, die über die Deutsche Presse-Agentur verbreitet wurden, erlitten fünf Menschen schwere Verletzungen. Eine weitere Person wurde demnach leicht verletzt. Zu den einzelnen Verletzungen und zur Verteilung der Betroffenen auf die beteiligten Fahrzeuge lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Die Rettungsmaßnahmen waren umfangreich. Die Südwest Presse berichtete unter Berufung auf das Polizeipräsidium Reutlingen, dass zwei Rettungshubschrauber im Einsatz waren. Außerdem rückten Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und das Technische Hilfswerk an. Die Einsatzkräfte versorgten die Verletzten und sicherten die Unfallstelle ab. Ob und wie viele Menschen mit Hubschraubern in Kliniken gebracht wurden, blieb zunächst offen.
Die Folgen des Unfalls trafen auch den Verkehr zwischen Balingen, Bisingen und Haigerloch. Die B463 wurde laut den Verkehrsinformationen des Südwestrundfunks um 7.01 Uhr als in beiden Richtungen gesperrt gemeldet. Die Meldung bezeichnete den Bereich zwischen dem Anschluss an die B27 bei Bisingen-Süd und der Abzweigung nach Owingen als betroffen. Schon zuvor war an dieser Stelle vor einer Unfallstelle gewarnt worden.
Neben der eigentlichen Bundesstraße war auch die Abfahrt von der B27 in Richtung Haigerloch betroffen. Wer über die B27 anreiste und auf die B463 wechseln wollte, konnte diese Verbindung während der Sperrung nicht wie üblich nutzen. Damit beschränkten sich die Folgen nicht auf den Durchgangsverkehr auf der B463 selbst.
Für den Verkehr wurde eine Umleitung eingerichtet. Welche Straßen sie im Einzelnen nutzt, war in den zunächst verfügbaren Angaben nicht näher bezeichnet. Autofahrer sollten deshalb die örtliche Beschilderung beachten und den gesperrten Abschnitt meiden, statt eine nicht bestätigte Ausweichstrecke anzusteuern.
Am Vormittag lief die Unfallaufnahme noch. Nach dem Bericht der Südwest Presse sollte die Sperrung voraussichtlich mehrere Stunden dauern. Einen verbindlichen Zeitpunkt für die Freigabe gab es zunächst nicht. Auch die Beseitigung der Unfallfahrzeuge stand noch an. Ob die gesamte Strecke gleichzeitig wieder geöffnet werden kann oder zunächst nur einzelne Fahrtrichtungen freigegeben werden, war nicht bekannt.
Nach Angaben aus dem Einsatz war auch ein Gutachter an der Unfallstelle. Er soll dazu beitragen, den Hergang anhand der vorhandenen Spuren und der beteiligten Fahrzeuge genauer aufzuklären. Die Untersuchung ist besonders wichtig, weil die erste Schilderung eines Überholvorgangs noch nicht alle Abläufe erklärt.
Offen war beispielsweise, wie sich die Kollision zwischen den insgesamt drei beteiligten Fahrzeugen entwickelte. Auch Angaben zum entstandenen Sachschaden lagen zunächst nicht vor. Aus den vorläufigen Erkenntnissen lässt sich keine abschließende Aussage über eine rechtliche Verantwortung ableiten.
Die B463 verbindet im Bereich des Zollernalbkreises unter anderem Balingen und Haigerloch mit dem Raum Horb. Bei Bisingen besteht die Verknüpfung mit der B27. Deshalb wirkt sich eine Vollsperrung unmittelbar auf mehrere Verkehrsverbindungen aus, auch wenn der eigentliche Unfallort außerhalb größerer Städte liegt.
Die Verkehrsbehinderungen fielen zudem in eine Phase, in der es rund um Balingen bereits weitere Straßenbauarbeiten gab. Der Südwestrundfunk hatte im September über Sanierungen an der B27 und der B463 sowie zeitweise Umleitungen berichtet. Die Vollsperrung bei Owingen am Montag ist jedoch auf den Unfall zurückzuführen und nicht auf diese Bauarbeiten.
Für die Verkehrsteilnehmer blieb am Montagvormittag entscheidend, dass sowohl der gesperrte Abschnitt als auch die betroffene B27-Abfahrt nicht zur Verfügung standen. Die Freigabe hing vom Abschluss der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge ab.
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