Güterzug stößt in Niederbayern mit Transporter zusammen

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Am Donnerstagmittag ist ein Kleintransporter an einem Bahnübergang in Ruhstorf an der Rott mit einem Güterzug zusammengestoßen. Der Fahrer wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Kollision in der Ortschaft Rottersham im Landkreis Passau hatte auch Folgen für den Bahnverkehr: Zwischen Pocking und Passau Hauptbahnhof konnten zeitweise keine Züge fahren. Erst am späten Nachmittag wurde die Strecke wieder freigegeben.

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Unfall am unbeschrankten Bahnübergang in Rottersham

Der Unfall am Bahnübergang Rottersham ereignete sich am 22. Oktober 2026 gegen 11.50 Uhr. Schauplatz war ein Bahnübergang ohne Schranken im Ruhstorfer Ortsteil Rottersham. Nach Angaben der Polizeiinspektion Bad Griesbach war ein 30 Jahre alter Mann mit einem Kleintransporter von Rottersham in Richtung Frimhöring unterwegs. Zur gleichen Zeit näherte sich auf den Gleisen ein Güterzug aus Richtung Passau.

Im Bereich der Straßen- und Schienenkreuzung kam es zum Zusammenstoß. Der Fahrer des Transporters erlitt leichte Verletzungen. Er wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Der Lokführer blieb nach den polizeilichen Angaben unverletzt. Weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

Wie genau es zu der Kollision kam, war zunächst nicht abschließend geklärt. Insbesondere lagen keine gesicherten Erkenntnisse vor, aus denen sich ein eindeutiger Vorwurf gegen einen der Beteiligten ableiten ließe.

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Strecke zwischen Pocking und Passau wieder frei

Die Folgen waren über den unmittelbaren Unfallort hinaus spürbar. Die Deutsche Bahn sperrte nach der Kollision den Schienenabschnitt zwischen Pocking und Passau Hauptbahnhof. Damit war eine Verbindung auf der niederbayerischen Rottalbahn unterbrochen, die den Raum Passau mit Orten weiter westlich verbindet.

Während der Sperrung mussten der Unfall aufgenommen, die beteiligten Fahrzeuge untersucht und die Voraussetzungen für eine sichere Freigabe der Strecke geprüft werden. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde der Bahnverkehr am Donnerstag um 17.28 Uhr wieder zugelassen.

Für Fahrgäste war damit vor allem der Abschnitt zwischen Pocking und Passau betroffen. Welche einzelnen Zugverbindungen ausfielen, wie viele Verspätungen entstanden und ob zeitweise Ersatzfahrten angeboten wurden, war zunächst nicht im Einzelnen bestätigt. Eine über den Zeitpunkt der Freigabe hinausreichende Sperrung war am Abend nicht mehr gemeldet.

Transporter nicht mehr fahrbereit, Schaden noch offen

Der Kleintransporter wurde bei dem Zusammenstoß so stark beschädigt, dass er nicht weiterfahren konnte. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Auch am Güterzug entstanden Schäden. Eine bezifferte Gesamtsumme lag am Donnerstag zunächst nicht vor.

Zur Begutachtung des Zuges wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Welche Bauteile des Güterzugs betroffen waren und ob zusätzliche Reparaturen nötig wurden, war zunächst nicht bekannt. Auch Angaben zu möglichen Schäden an den Gleisanlagen lagen zunächst nicht vor.

Für den Straßenverkehr hatte der Vorfall ebenfalls vorübergehende Auswirkungen. Die betroffene Gemeindeverbindungsstraße ist nach Angaben der Polizei vergleichsweise wenig befahren. Der Bahnübergang selbst konnte noch vor dem Ende der Streckensperrung wieder für den Straßenverkehr freigegeben werden. Größere Verkehrsbehinderungen wurden dort nicht bekannt.

Bereits Anfang Oktober weiterer Zusammenstoß im Gemeindegebiet

In Ruhstorf war es bereits zu Monatsbeginn zu einem weiteren Unfall an einem Bahnübergang gekommen. Am 1. Oktober kollidierte im Ortsteil Eholfing ein Auto an einem ebenfalls unbeschrankten Übergang mit einem Regionalzug. Der Autofahrer und die mehr als 20 Menschen im Zug blieben damals unverletzt. Die Polizei schätzte den Sachschaden seinerzeit auf rund 15.000 Euro. Auch dort wurde der Schienenverkehr vorübergehend unterbrochen.

Der jüngste Zusammenstoß betrifft einen anderen Ortsteil und einen Güterzug. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen beiden Unfällen ist nicht bekannt. Beide Ereignisse hatten allerdings eine zeitweilige Unterbrechung des Bahnverkehrs zur Folge.

Zusätzliche Straßenbaustellen rund um Ruhstorf

Unabhängig von dem Unfall bestehen in der Umgebung derzeit weitere Einschränkungen im Straßenverkehr. Das Staatliche Bauamt Passau hat die Staatsstraße 2619 zwischen Ruhstorf und Sulzbach am Inn seit dem 5. Oktober für eine Fahrbahnsanierung gesperrt. Gleichzeitig erneuert die Deutsche Bahn Sicherungsanlagen an einem Bahnübergang in Sulzbach. Für die Straßenarbeiten ist eine Dauer von rund fünf Wochen vorgesehen.

Der Verbundtarif DonauWald weist wegen dieser Bauarbeiten auch auf Umleitungen und ausfallende Bushaltestellen unter anderem in Eholfing und Rottersham hin. Betroffen sind mehrere regionale Buslinien. Diese längerfristigen Verkehrsregelungen sind von der zeitweiligen Bahnsperrung nach dem Unfall am Donnerstag zu unterscheiden.

Schienenverkehr hat an Bahnübergängen Vorrang

An unbeschrankten Bahnübergängen gelten dieselben grundlegenden Vorfahrtsregeln wie an technisch gesicherten Übergängen. Das Andreaskreuz gibt dem Schienenverkehr Vorrang. Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass Züge nicht ausweichen können und deutlich längere Bremswege als Straßenfahrzeuge haben. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb vor dem Überqueren sicherstellen, dass sich kein Zug nähert.

Diese Regel gilt auch auf wenig befahrenen Gemeindestraßen sowie auf Feld- und Wirtschaftswegen. Ein fehlender Schrankenbaum bedeutet nicht, dass die Gleise ohne vorherige Kontrolle überquert werden dürfen. Auch akustische Warnsignale müssen beachtet werden.

Ob diese allgemeinen Regeln beim Unfall in Rottersham verletzt wurden oder welche Umstände den Zusammenstoß ausgelöst haben, war am Donnerstag nicht abschließend geklärt. Fest stand am Abend, dass der Transporterfahrer leicht verletzt wurde, der Güterzug beschädigt war und die Strecke nach mehrstündiger Unterbrechung wieder befahren werden konnte.

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