Neun Verletzte nach Zusammenstoß von sieben Autos in Mönchengladbach

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem schweren Unfall in Mönchengladbach sind am Donnerstagabend, 5. November 2026, neun Menschen verletzt worden. Sieben Fahrzeuge waren an den Zusammenstößen beteiligt. Eine 65-jährige Autofahrerin erlitt schwere Verletzungen und musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Ein 26-jähriger Fahrer entfernte sich nach Polizeiangaben zunächst vom Unfallort und wurde wenig später vorläufig festgenommen. Bei ihm fielen sowohl ein Alkoholtest als auch ein Drogenvortest positiv aus. Gegen den Mann wird wegen mehrerer möglicher Straftaten ermittelt.

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Unfall auf der Aachener Straße mit sieben beteiligten Fahrzeugen

Der Verkehrsunfall ereignete sich gegen 18.15 Uhr im Mönchengladbacher Stadtteil Holt. Betroffen war die Kreuzung der Aachener Straße mit den Straßen Am Nordpark und Pfingsgraben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war ein 26-Jähriger mit einem schwarzen Mercedes auf der Aachener Straße aus Richtung Gladbacher Straße unterwegs.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Wagen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fuhr. Im Kreuzungsbereich kam es zu einem Zusammenstoß mit einem VW, an dessen Steuer eine 65-jährige Frau saß. Nach Darstellung der Polizei hatte die Autofahrerin grünes Ampellicht und wollte vom Pfingsgraben auf die Aachener Straße einbiegen.

Durch den Aufprall wurde ihr Fahrzeug gegen die bauliche Trennung der Fahrbahnen geschleudert. Der Mercedes geriet anschließend in den entgegenkommenden Verkehr und kollidierte dort frontal mit weiteren Fahrzeugen. Insgesamt wurden sieben Autos in das Unfallgeschehen verwickelt. Die abschließende Rekonstruktion der Zusammenstöße ist Gegenstand der Ermittlungen.

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Eine Frau schwer verletzt, acht weitere Menschen leicht verletzt

Die 65-jährige VW-Fahrerin erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht und befand sich nach Angaben der Polizei vom Freitag weiterhin in stationärer Behandlung. Genauere Informationen über die Art ihrer Verletzungen wurden nicht veröffentlicht.

Acht weitere Insassen der beteiligten Fahrzeuge wurden leicht verletzt. Rettungskräfte brachten sie zur Untersuchung und Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Nach ambulanter Versorgung konnten alle acht die Kliniken wieder verlassen.

Bereits am Donnerstagabend hatte die Feuerwehr zunächst zehn medizinisch versorgte und in Krankenhäuser transportierte Personen gemeldet. Die Polizei konkretisierte die Zahl der Verletzten am Freitag auf neun. Eine 25-jährige Beifahrerin des Mercedes wurde ebenfalls zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Nähere Angaben zu ihrem Gesundheitszustand lagen zunächst nicht vor.

Feuerwehr löst Großeinsatz wegen zahlreicher Verletzter aus

Der Unfall ereignete sich unmittelbar vor der Feuer- und Rettungswache II an der Aachener Straße. Einsatzkräfte der nahegelegenen Wache konnten deshalb direkt mit der Erstversorgung beginnen. Wegen der Vielzahl der betroffenen Personen wurden zusätzliche Rettungsmittel und Feuerwehrkräfte alarmiert.

Die Feuerwehr löste das Einsatzstichwort MANV aus. Die Abkürzung steht für Massenanfall von Verletzten und bezeichnet eine Einsatzlage, bei der die regulären Rettungsmittel aufgrund der Zahl der zu versorgenden Menschen erweitert werden müssen.

An der Unfallstelle waren unter anderem sechs Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie mehrere Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt. Nach Angaben der Feuerwehr war niemand in einem Fahrzeug eingeklemmt. Technische Rettungsmaßnahmen zur Befreiung eingeschlossener Insassen waren daher nicht erforderlich.

Nachdem die Verletzten versorgt worden waren, unterstützten Feuerwehrkräfte die Polizei bei den weiteren Maßnahmen an der Unfallstelle.

Fahrer und Beifahrerin nach Flucht von Polizei angetroffen

Nach dem Unfall entfernten sich der 26-jährige Mercedesfahrer und seine 25-jährige Beifahrerin nach Angaben der Polizei zunächst zu Fuß vom Unfallort. Einsatzkräfte leiteten daraufhin eine Suche nach den beiden Personen ein.

Polizeibeamte trafen den Mann und seine Begleiterin wenig später in der näheren Umgebung an. Bei der anschließenden Festnahme soll der 26-Jährige erneut versucht haben zu fliehen. Zudem leistete er nach Darstellung der Polizei Widerstand gegen die eingesetzten Beamten.

Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Seine Beifahrerin kam zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Welche Gründe die beiden für das Verlassen der Unfallstelle hatten, war zunächst nicht bekannt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 26-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wieder entlassen. Die strafrechtlichen Ermittlungen werden unabhängig davon fortgesetzt.

Alkohol- und Drogenvortests beim Fahrer positiv

Bei der Überprüfung des 26-Jährigen ergaben sowohl ein Atemalkoholtest als auch ein Drogenvortest ein positives Ergebnis. Daraufhin wurde dem Mann auf der Polizeiwache von einem Arzt Blut abgenommen.

Die Ergebnisse dieser Blutuntersuchung wurden zunächst nicht mitgeteilt. Auch konkrete Angaben zur festgestellten Alkoholkonzentration oder zu möglicherweise nachgewiesenen Substanzen lagen zunächst nicht vor.

Die positiven Vortests begründen einen Verdacht, ersetzen jedoch nicht die abschließende Untersuchung der Blutprobe. Ob und in welchem Umfang der Mann zum Unfallzeitpunkt unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln stand, muss deshalb weiter geklärt werden.

Ermittlungen wegen möglichem verbotenen Kraftfahrzeugrennen

Gegen den 26-Jährigen wird unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Widerstands gegen Polizeibeamte und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Der Vorwurf eines möglichen verbotenen Kraftfahrzeugrennens bedeutet nicht zwangsläufig, dass mehrere Fahrer gegeneinander gefahren sein müssen. Nach Paragraf 315d des Strafgesetzbuches kann auch eine Fahrt mit nur einem beteiligten Fahrzeug strafbar sein. Voraussetzung ist unter anderem, dass ein Fahrer besonders rücksichtslos und grob verkehrswidrig mit unangepasster Geschwindigkeit fährt, um eine unter den jeweiligen Umständen höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

Ob diese gesetzlichen Voraussetzungen im vorliegenden Fall erfüllt sind, ist bislang nicht geklärt. Auch die genaue Geschwindigkeit des Mercedes wurde nicht beziffert. Für den 26-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

Zusätzlich prüfen die Ermittler, ob der Mann unmittelbar vor dem schweren Zusammenstoß möglicherweise an einer weiteren Unfallflucht auf der Gladbacher Straße beteiligt gewesen sein könnte. Ein entsprechender Zusammenhang war zunächst nicht abschließend bestätigt.

Spezialisiertes Unfallaufnahmeteam untersucht den Hergang

Zur Untersuchung des Unfallgeschehens zog die Polizei ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam aus dem Rhein-Kreis Neuss hinzu. Die Ermittlungen sollen insbesondere den Ablauf der Kollisionen und die Umstände der vorausgegangenen Fahrt klären.

Während der Unfallaufnahme musste die Aachener Straße zwischen der Gladbacher Straße und der Liverpooler Allee in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden. Eine genaue Dauer der Sperrung wurde in der Polizeimitteilung nicht genannt.

Offen blieb zunächst auch, welche Ergebnisse die weiteren Untersuchungen liefern werden. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen zum Unfallhergang und zu den gegen den 26-Jährigen erhobenen Verdachtsmomenten fort.

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