Schwerer Unfall in Witten: Zwei Männer flüchten zu Fuß

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in Witten sind am späten Freitagabend vier Menschen schwer verletzt worden. Ein weiterer Mann kam nach dem Unfall ebenfalls in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei Bochum waren drei Autos sowie ein Linienbus des Schienenersatzverkehrs an dem Geschehen auf der Dortmunder Straße beteiligt. Zwei Männer, die sich in einem der Autos befunden haben sollen, flüchteten anschließend zu Fuß. Die Polizei spricht von einer Unfallflucht und sucht Zeugen.

Der Zusammenstoß ereignete sich nach Polizeiangaben am Freitag, 25. September 2026, gegen 23.04 Uhr. Nach dem Stand vom frühen Samstagmorgen wurden die vier Insassen eines Autos schwer verletzt und stationär in Krankenhäuser aufgenommen. Bei ihnen handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine 18-jährige Fahrerin sowie drei minderjährige Mitfahrer im Alter von 13, 13 und 15 Jahren. Angaben zu einer möglichen Lebensgefahr machte die Polizei zunächst nicht.

Polizei schildert Überholmanöver vor dem Zusammenstoß

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei sollen drei Autos hintereinander auf der Dortmunder Straße in südlicher Richtung gefahren sein. Der Fahrer des letzten Wagens soll die beiden vorausfahrenden Fahrzeuge überholt haben. Dabei habe er nach der vorläufigen Darstellung der Polizei offenbar einen entgegenkommenden Bus des Schienenersatzverkehrs übersehen.

Um einen Frontalzusammenstoß mit dem Bus zu verhindern, soll der Fahrer des überholenden Autos nach rechts gelenkt haben. Dabei sei sein Wagen mit dem vordersten Fahrzeug der Kolonne zusammengestoßen. Dieses Auto sei durch die Kollision in den Gegenverkehr geraten und dort frontal mit dem entgegenkommenden Bus zusammengestoßen. Der genaue Ablauf und die Verantwortlichkeit sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Die vier Menschen in dem in den Gegenverkehr geratenen Auto wurden nach Polizeiangaben schwer verletzt. Einsatzkräfte versorgten sie zunächst an der Unfallstelle, anschließend kamen alle vier in Krankenhäuser. Dort mussten sie nach dem Stand der Polizeimeldung vom frühen Samstagmorgen stationär bleiben.

Busfahrer ebenfalls ins Krankenhaus gebracht

Auch der 56 Jahre alte Fahrer des Busses wurde medizinisch behandelt. Nach Angaben der Polizei erlitt er einen Schock und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Menschen befanden sich demnach nicht in dem Bus. Damit waren nach Polizeiangaben vom Samstagmorgen mindestens fünf Personen infolge des Unfalls medizinisch zu versorgen.

Die Wucht der Kollision hatte erhebliche Folgen an der Unfallstelle. Nach Angaben der Polizei erstreckte sich das Trümmerfeld über etwa 80 bis 100 Meter. Zwei der beteiligten Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Polizei spricht zudem von einem hohen Sachschaden, bezifferte dessen Höhe zunächst aber nicht.

Für die Unfallaufnahme wurde der betroffene Abschnitt der Dortmunder Straße vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde während des Einsatzes umgeleitet. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte nach Angaben der Polizei mäßiger Verkehr. Wann die Sperrung vollständig aufgehoben werden konnte, ging aus der ersten Mitteilung nicht hervor.

Zwei Männer verlassen Unfallstelle zu Fuß

Besonders beschäftigt die Ermittler die Flucht zweier Männer. Beide sollen sich nach Angaben der Polizei in dem Auto befunden haben, dessen Fahrer zuvor zum Überholen angesetzt haben soll. Nach dem Zusammenstoß hätten die beiden Männer die Unfallstelle zu Fuß verlassen und seien in unbekannte Richtung geflüchtet.

Die Polizei leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Diese führten bis zur Veröffentlichung der Mitteilung am frühen Samstagmorgen nicht zur Feststellung der beiden Gesuchten. Wer von ihnen das Auto zum Unfallzeitpunkt gefahren haben soll, wurde in der Mitteilung nicht näher ausgeführt. Auch zu möglichen weiteren Erkenntnissen über die Identität der Männer lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Verkehrskommissariat sucht Zeugen

Die weiteren Ermittlungen hat das zuständige Verkehrskommissariat übernommen. Dabei soll unter anderem der genaue Ablauf des Überholvorgangs geklärt werden. Ebenso ist offen, welche Erkenntnisse die Polizei zur Identität der beiden geflüchteten Männer gewinnen kann und wer das betreffende Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls führte.

Die Polizei bittet Menschen, die den Unfall oder das Geschehen unmittelbar davor und danach beobachtet haben, sich als Zeugen zu melden. Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat der Polizei Bochum zur Bürozeit unter der Telefonnummer 0234 909-5005 entgegen.

Der Stand der Angaben stammt vom frühen Samstagmorgen, 26. September. Zu Veränderungen beim Gesundheitszustand der Verletzten oder zu einem möglichen Fahndungserfolg machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.

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