USA verschieben weltweit Termine für Einwanderungsvisa

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Symbolbild mit KI erstellt

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Die US-Regierung hat weltweit Termine für Einwanderungsvisa vorläufig ausgesetzt oder verschoben. Das Außenministerium in Washington bestätigte am Dienstag, 25. August 2026, eine globale Schulungsinitiative an US-Botschaften und Konsulaten. Die Terminplanung für Visadienstleistungen werde angepasst, damit Konsularbeamte an den Schulungen teilnehmen können. Wie lange die Einschränkungen dauern sollen, teilte das Ministerium zunächst nicht mit.

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Damit kommt es zu einer Pause bei US-Einwanderungsvisa, die Menschen in zahlreichen Ländern betrifft. Antragsteller mit bereits vereinbarten Interviews erhielten nach Angaben aus dem Verfahren Mitteilungen, wonach ihre Termine verschoben würden und sie später über neue Daten informiert werden sollen. Offiziell bestätigt ist damit vor allem eine Unterbrechung beziehungsweise Neuplanung von Gesprächsterminen. Dass weltweit sämtliche Einwanderungsvisa unabhängig vom Stand des jeweiligen Verfahrens nicht mehr erteilt werden, geht aus der bislang veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums nicht eindeutig hervor.

Schulungen sollen Prüfung von Antragstellern vereinheitlichen

Nach Angaben des US-Außenministeriums sollen die Schulungen sicherstellen, dass Konsularbeamte Visaanträge umfassend und nach einheitlichen Maßstäben prüfen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, ob Antragsteller nach einer Einwanderung voraussichtlich auf bestimmte staatliche Unterstützungsleistungen angewiesen sein könnten.

Das sogenannte Public-Charge-Kriterium ist im amerikanischen Einwanderungsrecht seit langem verankert. Nach einer im Februar veröffentlichten Erläuterung des Außenministeriums kann dabei unter anderem berücksichtigt werden, ob eine Person voraussichtlich überwiegend von staatlicher Unterstützung zum Lebensunterhalt oder langfristiger, staatlich finanzierter Unterbringung abhängig sein wird. Als Beispiele nennt die Behörde bestimmte Sozialleistungen wie Supplemental Security Income oder Teile des Programms Temporary Assistance for Needy Families.

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Die Regierung von Präsident Donald Trump hat die Anwendung solcher Kriterien in ihrer Einwanderungspolitik deutlich stärker in den Mittelpunkt gerückt. Anfang August führte das Außenministerium zudem ein Verfahren ein, bei dem bestimmte Antragsteller nach einer zunächst erfolgten Ablehnung wegen des Public-Charge-Kriteriums unter Voraussetzungen eine finanzielle Bürgschaft beantragen können.

Dauer der weltweiten Einschränkungen bleibt offen

Wann reguläre Interviewtermine vollständig wieder aufgenommen werden, war zunächst nicht bekannt. Das Außenministerium nannte weder einen festen Endtermin noch einen konkreten Zeitplan für einzelne Botschaften und Konsulate. Betroffene Antragsteller sollen über neue Termine informiert werden.

Die aktuellen Maßnahmen betreffen nach den bislang bestätigten Angaben insbesondere Verfahren für Einwanderungsvisa. Diese Visa sind für Menschen vorgesehen, die dauerhaft in die Vereinigten Staaten übersiedeln wollen, etwa im Rahmen der Familienzusammenführung oder bestimmter beschäftigungsbasierter Kategorien. Davon zu unterscheiden sind sogenannte Nonimmigrant Visas für zeitlich begrenzte Aufenthalte wie Tourismus, Studium oder Geschäftsreisen.

Für diese Kategorien wurde am 25. August kein vergleichbarer weltweiter vollständiger Stopp offiziell bestätigt. Die Formulierung des Außenministeriums, wonach Termine für Visadienstleistungen an die Schulungen angepasst würden, lässt allerdings offen, ob einzelne Standorte auch andere Terminarten organisatorisch verändern. Zu Umfang und Dauer möglicher Auswirkungen lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Gericht hatte vorherige Visa-Pause gerade aufgehoben

Besondere Bedeutung erhält die neue Maßnahme durch eine Gerichtsentscheidung vom 21. August. Eine Bundesrichterin in New York hob eine zuvor geltende Politik auf, durch die die Erteilung von Einwanderungsvisa für Staatsangehörige aus 75 Ländern ausgesetzt worden war. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass Außenminister Marco Rubio damit seine gesetzlichen Befugnisse überschritten habe.

Das Außenministerium hatte die frühere Regelung im Januar eingeführt und Anfang Februar öffentlich erläutert. Betroffen waren unter anderem Staatsangehörige aus Afghanistan, Brasilien, Ägypten, Iran, Irak, Nigeria, Pakistan, Russland, Somalia und zahlreichen weiteren Ländern. Die Behörde begründete die Maßnahme ebenfalls mit der Prüfung möglicher Abhängigkeit von öffentlichen Leistungen.

Die damalige Regelung unterschied sich jedoch von der jetzt bekannt gewordenen weltweiten Terminpause. Während die frühere Vorgabe ausdrücklich die Erteilung von Einwanderungsvisa für Staatsangehörige bestimmter Länder stoppte, betrifft die aktuelle Maßnahme nach der bislang bestätigten Darstellung die Terminorganisation während der Schulungen. Eine Gleichsetzung beider Maßnahmen wäre daher nicht gerechtfertigt.

Folgen für Familien und Arbeitsmigration

Für Antragsteller können verschobene Interviews dennoch erhebliche praktische Folgen haben. Bei Einwanderungsvisa ist das persönliche Gespräch an einer Botschaft oder einem Konsulat in vielen Verfahren ein zentraler Schritt vor einer möglichen Entscheidung. Verzögerungen können deshalb geplante Umzüge, Familienzusammenführungen oder den Beginn einer Beschäftigung in den USA nach hinten verschieben.

Wie groß der weltweite Rückstau werden könnte, hängt vor allem von der Dauer der Schulungen und der Geschwindigkeit ab, mit der ausgefallene Termine nachgeholt werden. Das Außenministerium veröffentlicht für zahlreiche Botschaften regelmäßig Angaben dazu, welche bereits vollständig dokumentierten Fälle derzeit für Interviews eingeplant werden. Die Wartezeiten unterscheiden sich je nach Standort und Visakategorie erheblich.

Die Maßnahme fügt sich zugleich in eine Reihe von Verschärfungen der US-Visapolitik ein. Dazu gehören strengere Prüfverfahren, spezielle Regeln für Antragsteller aus bestimmten Staaten und eine stärkere Gewichtung finanzieller Kriterien. Für Menschen, die derzeit ein Einwanderungsvisum beantragen, ist kurzfristig vor allem entscheidend, ob ihr konkreter Interviewtermin bestehen bleibt oder von der zuständigen US-Auslandsvertretung neu angesetzt wird.

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