
Der Usedom-Krimi kehrt am Donnerstag, 29. Oktober 2026, mit einem neuen Fall ins Erste zurück. Um 20:15 Uhr beginnt die 29. Folge mit dem Titel „Mörder unter uns“. Darin sorgen rätselhafte Blutspuren für Aufregung auf der Ostseeinsel. Während die Polizei nach einer möglicherweise schwer verletzten Person sucht, geraten die Ermittlungen zunehmend unter öffentlichen Druck. Katrin Sass übernimmt erneut die Hauptrolle als ehemalige Staatsanwältin Karin Lossow.
Mit „Mörder unter uns“ setzt die ARD ihre Krimireihe fort, die seit 2014 auf der Ostseeinsel Usedom spielt. Der neue Film wird am Donnerstag von 20:15 bis 21:45 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Es handelt sich um die deutsche Fernsehpremiere der 29. Episode.
Die Produktion dauert rund 90 Minuten und verbindet eine ungewöhnliche kriminalistische Ausgangslage mit gesellschaftlichen Konflikten. Im Mittelpunkt stehen neben den Ermittlungen vor allem die Folgen öffentlicher Verdächtigungen.
Bereits am 22. Oktober hatte Das Erste die diesjährige Staffel mit dem Film „Doppelmord“ eröffnet. Am 5. November folgt mit „Wunschkind“ der 30. Film der Reihe. Damit steht unmittelbar nach der heutigen Ausstrahlung ein Jubiläum bevor.
Der Usedom-Krimi: Mörder unter uns beginnt mit einer beunruhigenden Entdeckung an der Promenade von Ahlbeck. Dort wird eine größere Menge menschlichen Blutes gefunden. Eine verletzte Person ist jedoch zunächst nicht aufzufinden.
Die Polizei steht damit vor einem ungewöhnlichen Problem. Die Blutspuren lassen auf eine möglicherweise lebensbedrohliche Verletzung schließen, doch es fehlen entscheidende Informationen darüber, was tatsächlich geschehen ist.
Während die Ermittler nach Antworten suchen, verbreiten sich auf der Insel unterschiedliche Vermutungen. Die Lokaljournalistin Louisa Malottky greift die Ereignisse auf und trägt mit ihrer Berichterstattung dazu bei, dass sich die öffentliche Aufregung verstärkt.
Als eine weitere Blutspur entdeckt wird, wächst die Angst in der Bevölkerung. Auch die Möglichkeit eines Serienverbrechens wird diskutiert, obwohl zu diesem Zeitpunkt weder ein Todesfall noch eine konkrete Straftat nachgewiesen ist.
Besonders schwierig wird die Situation für einen Mann, der bereits wegen Totschlags verurteilt wurde und seine Strafe verbüßt hat. Seine Vergangenheit bringt ihn erneut in den Mittelpunkt öffentlicher Verdächtigungen.
Die Kommissare Rainer Witt und Ellen Norgaard müssen deshalb nicht nur den Ursprung der Blutspuren klären, sondern sich auch gegen den zunehmenden Druck von außen behaupten.
Die Hauptrolle übernimmt wieder Katrin Sass als Karin Lossow. Die frühere Staatsanwältin hat selbst eine Gefängnisstrafe verbüßt und kennt die Schwierigkeiten, nach einer Verurteilung wieder gesellschaftliche Akzeptanz zu finden.
Im neuen Fall wird diese Erfahrung besonders wichtig. Lossow kennt den Mann, der durch seine Vergangenheit ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerät, und versucht, vorschnelle Schlussfolgerungen zu verhindern.
An ihrer Seite ermitteln Till Firit als Kriminalhauptkommissar Rainer Witt und Rikke Lylloff als Kommissarin Ellen Norgaard. Rainer ist Karins Neffe, wodurch sich berufliche und familiäre Beziehungen regelmäßig überschneiden.
Zum weiteren Polizeiteam gehören Rainer Sellien als Holm Brendel und Jana Julia Roth als Dorit Martens. Elsa Krieger spielt Merle Witt.
Zu den weiteren Darstellern zählen Vanessa Loibl als Journalistin Louisa Malottky und Wolfgang Michael als Mario Kachel. Cornelius Schwalm verkörpert Bernd Probek. Außerdem wirken Mieke Schymura, Elisabeth Degen und Jonathan Kwesi Aikins mit.
Eine personelle Neuerung gibt es ebenfalls. Schauspieler und Regisseur Axel Ranisch ist erstmals als Pastor Veit Kappel zu sehen.
Nach Angaben von Regisseur Matthias Tiefenbacher im NDR-Pressedossier wird die Figur in „Mörder unter uns“ neu eingeführt. Damit erweitert die Produktion das wiederkehrende Figurenensemble.
Daneben erhält die von Jana Julia Roth gespielte Polizistin Dorit Martens in der neuen Episode eine stärkere persönliche Handlungsebene. Ihre Geschichte ist mit den Entwicklungen rund um die Ermittlungen verbunden.
Der Film bleibt damit dem Aufbau der Reihe treu, in dem private Beziehungen und die Lebensgeschichten der Figuren neben dem eigentlichen Kriminalfall eine wichtige Rolle spielen.
Der 29. Usedom-Krimi behandelt nicht nur ein mögliches Verbrechen, sondern auch die Entstehung von Gerüchten und die Auswirkungen öffentlicher Anschuldigungen.
Dabei spielt die Frage eine zentrale Rolle, wie schnell sich Verdächtigungen verselbstständigen können. Die Ermittler müssen versuchen, gesicherte Erkenntnisse von Vermutungen zu trennen, während Teile der Bevölkerung bereits Antworten verlangen.
Regisseur Matthias Tiefenbacher erklärte im Vorfeld, die Geschichte habe ein reales Vorbild. Ein größerer Polizeieinsatz in Mecklenburg-Vorpommern sei vor einigen Jahren durch einen ähnlich rätselhaften Blutspurenfund ausgelöst worden.
Damit knüpft die Produktion an ein gesellschaftliches Thema an, das weit über den Schauplatz Usedom hinausreicht. Der Umgang mit Verdächtigungen, öffentlicher Empörung und medialer Zuspitzung wird zum wesentlichen Bestandteil der Kriminalgeschichte.
Für die Regie von „Mörder unter uns“ zeichnet Matthias Tiefenbacher verantwortlich. Das Drehbuch stammt von Antonia Scheurlen und Lucas Thiem.
Gedreht wurde vom 23. Februar bis zum 27. April 2026. Als Drehorte dienten die Insel Usedom sowie verschiedene Schauplätze in Berlin und Brandenburg.
Die Kamera führte Hanno Lentz. Die Musik stammt von Colin Towns. Produziert wurde der Film von der Razor Film Produktion GmbH im Auftrag der ARD Degeto und des Norddeutschen Rundfunks.
Die Landschaft der Ostseeinsel bleibt dabei ein charakteristisches Element der Reihe. Küstenorte, Promenaden und ländliche Schauplätze bilden den Hintergrund für die Geschichten um Karin Lossow und das örtliche Polizeiteam.
Der unmittelbare Vorgänger „Doppelmord“ erreichte bei seiner Erstausstrahlung am 22. Oktober 2026 insgesamt 5,39 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Das entsprach einem Marktanteil von 25,9 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 6,7 Prozent.
Damit war der Usedom-Krimi am vergangenen Donnerstag die meistgesehene Fernsehsendung des Tages. Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Reihe für das Donnerstagabendprogramm des Ersten.
Wer den Film nicht zur regulären Sendezeit verfolgen kann, findet „Mörder unter uns“ auch in der ARD Mediathek.
Dort steht die Episode bereits seit dem 19. Oktober 2026 bereit. Nach den Angaben im Mediathek-Eintrag soll der Film bis zum 19. Oktober 2027 verfügbar bleiben.
Die Streamingfassung hat eine Laufzeit von 89 Minuten. Angeboten werden außerdem Untertitel und eine Fassung mit Audiodeskription.
Eine Wiederholung ist im Ersten in der Nacht zum Freitag, 30. Oktober 2026, von 0:15 bis 1:48 Uhr vorgesehen.
Nach „Mörder unter uns“ setzt die ARD die Reihe am Donnerstag, 5. November, um 20:15 Uhr mit „Wunschkind“ fort. Die dann ausgestrahlte 30. Episode markiert einen weiteren Meilenstein der seit zwölf Jahren bestehenden Krimireihe.
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