
Mit einem neuen Fall rund um eine Pflegefamilie und einen tödlichen Zwischenfall setzt Das Erste am Donnerstag, 5. November 2026, seine erfolgreiche Krimireihe fort. Der Film „Wunschkind“ ist bereits der 30. Teil des Usedom-Krimis und zugleich der Abschluss der drei neuen Filme, die im Herbst 2026 ausgestrahlt werden. Im Mittelpunkt steht erneut Katrin Sass als ehemalige Staatsanwältin Karin Lossow. Diesmal wird sie in einen Sorgerechtsstreit hineingezogen, während die Polizei den Tod eines Familienvaters untersucht. Die Jubiläumsfolge beginnt um 20:15 Uhr und dauert bis 21:45 Uhr.
Der neue Usedom-Krimi „Wunschkind“ ist am Donnerstagabend erstmals im linearen Fernsehen zu sehen. Das Erste zeigt den 90-minütigen Fernsehfilm ab 20:15 Uhr. Die Produktion stammt aus dem Jahr 2026 und ist der 30. Film der Krimireihe, die 2014 begonnen hat.
Die Jubiläumsausgabe bildet gleichzeitig das Finale der diesjährigen Herbststaffel mit drei neuen Filmen. Am 22. Oktober eröffnete „Doppelmord“ die Ausstrahlungsreihe, gefolgt von „Mörder unter uns“ am 29. Oktober. Mit „Wunschkind“ folgt nun der dritte Film dieses Blocks. Eine eigenständige Staffelnummer wird in der offiziellen ARD-Programmankündigung nicht angegeben. Dort wird der Film über seinen Titel und die laufende Nummer 30 eingeordnet.
Für Katrin Sass bedeutet die Ausstrahlung ein besonderes Jubiläum. In einem Interview mit dem NDR erklärte die Schauspielerin, dass sie zu Beginn der Dreharbeiten im Jahr 2014 nicht mit einer derart langen Fortsetzung der Reihe gerechnet habe. Inzwischen gehört die Rolle der Karin Lossow seit zwölf Jahren zu ihrer schauspielerischen Arbeit.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Nathalie Schrader, gespielt von Hannah Schiller. Die junge Frau möchte ihre Tochter Greta wieder selbst betreuen und kämpft darum, das Sorgerecht zurückzuerhalten. Greta lebt inzwischen bei Pflegeeltern, die seit längerer Zeit Verantwortung für das Mädchen übernommen haben.
Karin Lossow begegnet Nathalie bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit für einen Familienhilfeverein. Dort unterstützt die frühere Staatsanwältin Menschen bei juristischen Fragen. Sie beschäftigt sich mit Nathalies schwieriger familiärer Situation und versucht, die Hintergründe des Konflikts besser zu verstehen.
Die Auseinandersetzung gewinnt eine neue Dimension, als Gretas Pflegevater stirbt. Die Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf. Hauptkommissar Rainer Witt und seine Kollegin Ellen Norgaard beschäftigen sich zunächst mit einer Spur, die zur Anwaltskanzlei der Pflegeeltern führt.
Während die beiden Ermittler den Todesfall untersuchen, konzentriert sich Karin auf die Menschen im Umfeld des Kindes. Dabei spielen nicht nur Nathalie und die Pflegefamilie eine Rolle, sondern auch Nathalies Mutter und ihr Freund.
Für Karin entsteht daraus ein persönlicher Konflikt. Sie möchte Nathalie unterstützen, muss gleichzeitig aber berücksichtigen, dass die Interessen des Kindes, die Situation der Pflegefamilie und die laufenden Ermittlungen nicht einfach voneinander zu trennen sind.
Der Film verbindet damit eine kriminalistische Geschichte mit Fragen nach familiärer Verantwortung, Bindung und zweiten Chancen. Welche Bedeutung die verschiedenen Beziehungen für den Todesfall haben, wird erst im weiteren Verlauf der Handlung deutlich.
Die Hauptrolle übernimmt erneut Katrin Sass als Karin Lossow. Die Figur ist seit Beginn der Reihe eng mit den Kriminalfällen auf der Ostseeinsel verbunden. Obwohl Karin nicht mehr als Staatsanwältin arbeitet, bringt sie ihre juristischen Kenntnisse weiterhin in schwierige Situationen ein.
An ihrer Seite spielen Till Firit als Kriminalhauptkommissar Rainer Witt und Rikke Lylloff als Kommissarin Ellen Norgaard. Jana Julia Roth gehört als Dorit Martens zum Ensemble. Rainer Sellien verkörpert Holm Brendel, während Elsa Krieger als Merle Witt zu sehen ist.
Für die Geschichte von „Wunschkind“ sind mehrere Gastrollen von besonderer Bedeutung. Hannah Schiller spielt Nathalie Schrader, deren Bemühungen um das Sorgerecht den Ausgangspunkt des Familienkonflikts bilden. Frieda Fuchs übernimmt die Rolle ihrer Tochter Greta.
Bettina Lamprecht ist als Pflegemutter Anja Wichmann zu sehen. Katrin Wichmann verkörpert Nathalies Mutter Sandra Schrader. Außerdem wirken Joshua Hupfauer als Mattis Jansen, Franz Hartwig als Tobias Rückert und Walter Plathe als Tilo mit.
Die Handlung stellt damit neben dem etablierten Ermittlerteam mehrere Figuren in den Vordergrund, deren Beziehungen und unterschiedliche Interessen den neuen Kriminalfall prägen. Ein dauerhafter Ausstieg oder ein neuer fester Zugang zum Hauptensemble ist mit dieser Jubiläumsfolge nicht angekündigt.
Für die Jubiläumsfolge wurde erneut an verschiedenen Orten auf Usedom gedreht. Die Ostseeinsel ist seit Beginn der Reihe nicht nur Schauplatz der Geschichten, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil ihrer Bildgestaltung.
Nach Angaben des NDR nutzte das Produktionsteam für „Wunschkind“ unter anderem ein ehemaliges Schuhgeschäft in Zinnowitz. Dort entstand die Kulisse für den Familienhilfeverein, in dem Karin Lossow Nathalie Schrader kennenlernt. Ebenfalls in Zinnowitz wurde eine tatsächlich bestehende Rechtsanwaltskanzlei als Drehort für die Kanzlei der Familie Wichmann verwendet.
Weitere Szenen entstanden in den Häfen von Krummin und Zecherin. Auch die Wasserschutzpolizei spielt im Film eine Rolle. Für die Strandaufnahmen nutzte das Team unter anderem den Bereich am Teufelsberg in Loddin.
Zu den wiederkehrenden Motiven der Krimireihe gehören außerdem das Haus von Rainer Witt und die zum Wohnhaus umgebaute Scheune von Karin Lossow. Beide Drehorte befinden sich auf einem Grundstück in Wolgast.
Gedreht wurde für den 30. Fall sowohl auf Usedom als auch in Berlin und Umgebung. Die unterschiedlichen Schauplätze verbinden die vertraute Küstenlandschaft mit den persönlichen Konflikten der Figuren.
Die Regie bei „Wunschkind“ führte Matthias Tiefenbacher. Das Drehbuch stammt von Dinah Marte Golch und Isabell Serauky. Für die Kamera war Hanno Lentz verantwortlich, die Filmmusik komponierte Colin Towns.
Tiefenbacher inszenierte zwei der drei neuen Usedom-Krimis des Herbstes 2026. Katrin Sass berichtete im NDR-Interview von einer anspruchsvollen Drehorganisation, bei der Szenen aus unterschiedlichen Filmen nicht nacheinander, sondern teilweise parallel entstanden.
Die Produktion setzt auch in der Jubiläumsfolge auf die Verbindung von Kriminalhandlung und zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen. Während die Ermittler die Umstände des Todesfalls untersuchen, verfolgt Karin Lossow ihre eigene Perspektive auf die beteiligten Familien.
Gerade diese unterschiedlichen Sichtweisen gehören seit Jahren zum erzählerischen Konzept der Reihe. Karin steht den Ermittlern nahe, handelt jedoch nicht immer in ihrem Sinne. Auch in „Wunschkind“ führt ihr Engagement für Nathalie zu Spannungen mit Rainer Witt und Ellen Norgaard.
Die neue Jubiläumsfolge startet nach einem erfolgreichen Fernsehabend für die ARD. Der unmittelbar vorherige Film „Mörder unter uns“ erreichte bei seiner Erstausstrahlung am 29. Oktober 2026 insgesamt 5,52 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Damit erreichte die Krimireihe an diesem Abend den höchsten Zuschauerwert des deutschen Fernsehprogramms. Im ZDF sahen gleichzeitig 4,32 Millionen Menschen den Staffelauftakt von „Die Bergretter“, dessen Marktanteil bei 20,2 Prozent lag.
Bereits der erste neue Usedom-Krimi des Herbstes, „Doppelmord“, hatte am 22. Oktober mit 5,39 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 25,9 Prozent einen großen Teil des Fernsehpublikums erreicht.
Die Zahlen unterstreichen die anhaltende Bedeutung der Krimireihe für das Donnerstagabendprogramm des Ersten. Mit „Wunschkind“ folgt auf zwei zuschauerstarke Ausstrahlungen nun die 30. Folge.
Wer den neuen Usedom-Krimi nicht am Donnerstagabend im Fernsehen sehen möchte, kann den Film auch über die ARD Mediathek abrufen. Dort wurde „Wunschkind“ bereits am 19. Oktober 2026 veröffentlicht, zusammen mit den beiden anderen neuen Filmen „Doppelmord“ und „Mörder unter uns“.
Die Mediathek bietet die Jubiläumsfolge mit Untertiteln und Audiodeskription an. Die Laufzeit der Onlinefassung liegt bei rund 89 Minuten. Die ARD gibt als Verfügbarkeitsende den 19. Oktober 2027 an.
Zusätzlich zur heutigen Fernsehpremiere ist eine nächtliche Wiederholung im Ersten vorgesehen. Sie beginnt am Freitag, 6. November 2026, um 0:15 Uhr.
Damit haben Zuschauer mehrere Möglichkeiten, den 30. Fall mit Karin Lossow zu verfolgen. Die heutige Ausstrahlung um 20:15 Uhr ist die erste reguläre Fernsehausstrahlung des Films. Die frühere Veröffentlichung in der Mediathek ändert nichts an diesem Status als TV-Premiere.
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