Varta spaltet profitable Batteriesparte ab und will alle Jobs halten

Ein multikulturelles Restaurant an der Wolbecker Straße in Münster schließt nach acht Jahren. Warum das Konzept endet – und wie es am Standort weitergeht.
Symbolbild: Evan Wise

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Die Neuordnung beim insolventen Batteriehersteller Varta nimmt konkrete Formen an. Das Geschäft mit Haushaltsbatterien wird künftig unabhängig vom bisherigen Konzern geführt. Nach Unternehmensangaben sollen sämtliche rund 990 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Gleichzeitig sind zusätzliche Einstellungen und Investitionen in die Produktion vorgesehen. Für die übrigen Gesellschaften der Varta-Gruppe läuft dagegen weiterhin die Suche nach Investoren.

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Bundeswirtschaftsministerium genehmigt Herauslösung der Batteriesparte

Die Varta Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA wird künftig wieder als eigenständiges Unternehmen geführt. Wie das Unternehmen am 8. Oktober 2026 bekannt gab, hat das Bundeswirtschaftsministerium der Herauslösung aus der insolventen Varta AG-Gruppe zugestimmt.

Damit ist auch die finanzielle Trennung vom bisherigen Konzern abgeschlossen. Die Consumer-Sparte ist nicht länger in die gemeinsame Konzernfinanzierung eingebunden und nach Unternehmensangaben von den entsprechenden finanziellen Verpflichtungen weitgehend befreit.

Unterstützt wurde die Neuaufstellung von den wichtigsten Kreditgebern der früheren Varta-Gruppe. Diese sollen sämtliche Gesellschaftsanteile an der eigenständigen Batteriesparte übernehmen. Zusätzlich erhielt Varta Consumer Batteries frisches Kapital in Millionenhöhe.

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Rund 990 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

Bei Varta Consumer Batteries arbeiten derzeit etwa 990 Menschen, davon rund 820 in Deutschland und 170 im Ausland. Im Zusammenhang mit der Abspaltung sind nach Angaben des Unternehmens keine Stellenstreichungen vorgesehen.

Stattdessen sollen zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Insbesondere in der IT, im Finanzwesen, im Controlling sowie im Einkauf und bei der Betreuung von Lieferanten will das Unternehmen eigene Strukturen aufbauen. Diese Aufgaben waren zuvor teilweise innerhalb des Varta-Konzerns organisiert.

Der zentrale Produktionsstandort befindet sich in Dischingen im baden-württembergischen Landkreis Heidenheim. Dort werden weiterhin Haushaltsbatterien im Dreischichtbetrieb produziert. Verwaltung und Logistik bleiben am Standort Ellwangen-Neunheim.

Auch für Kunden und Geschäftspartner soll sich durch die Neuordnung nichts ändern. Bestehende Verträge, Liefervereinbarungen und Garantieansprüche bleiben nach Unternehmensangaben bestehen.

Varta plant Investitionen und weiteres Wachstum bis 2029

Die eigenständige Batteriesparte setzt auf einen Ausbau ihres Geschäfts. Bis Ende 2028 sind weitere Investitionen am Produktionsstandort Dischingen vorgesehen. Dazu gehören neue Fertigungsanlagen, eine stärkere Automatisierung und die Umstellung von Verpackungen auf reine Kartonlösungen. Eine konkrete Investitionssumme wurde nicht veröffentlicht.

Geschäftsführer Mark Munz sieht das Unternehmen wirtschaftlich stabil aufgestellt. Bis 2029 erwartet Varta Consumer Batteries ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. Dabei handelt es sich um eine Prognose des Unternehmens.

Das Wachstum soll insbesondere aus europäischen Märkten kommen. Weitere Geschäftsmöglichkeiten sieht Varta in Südamerika, Asien und Kanada.

Zum Sortiment zählen neben klassischen Haushaltsbatterien auch Akkus, Knopfzellen, Hörgerätebatterien, Powerbanks und Ladezubehör. Die Produkte werden international in mehr als 90 Märkten vertrieben.

Insolvenzverfahren bei vier anderen Varta-Gesellschaften dauern an

Die positive Entwicklung der Consumer-Sparte bedeutet allerdings keine Entwarnung für den gesamten Batteriehersteller. Die Varta-Insolvenz betrifft weiterhin vier andere Gesellschaften.

Am 1. Oktober 2026 eröffnete das Amtsgericht Stuttgart die Insolvenzverfahren über die Varta AG, die Varta Microbattery GmbH, die Varta Storage GmbH und die Varta Micro Production GmbH. Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Tobias Wahl.

Bei diesen Gesellschaften stehen rund 2.300 Arbeitsplätze im Mittelpunkt der laufenden Sanierungsbemühungen. Der Insolvenzverwalter sucht Investoren, um möglichst tragfähige Fortführungslösungen zu erreichen.

Für das Werk der Varta Micro Production im bayerischen Nördlingen steht das Produktionsende dagegen bereits fest. Betroffen sind rund 350 Beschäftigte. Als Grund nennt das Unternehmen den Wegfall seines wichtigsten Kunden.

Während für diese Bereiche weiterhin Lösungen gesucht werden, erhält die ausgegliederte Haushaltsbatteriesparte eine eigenständige wirtschaftliche Perspektive.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu