
Der SC Verl verstärkt seine Offensive mit einem alten Bekannten. Kasim Rabihic kehrt zum SC Verl zurück. Der 33-Jährige unterschreibt einen Vertrag über ein Jahr mit der Option auf eine weitere Saison. Eine Ablösesumme wird nicht fällig. Der Drittligist bestätigte die Verpflichtung am Montag, 7. September. Auch die Fachportale liga3-online und Transfermarkt griffen die Rückkehr auf.
Rabihic spielte bereits von 2020 bis 2022 für Verl und wechselte anschließend zum 1. FC Saarbrücken. Dort endete seine Zeit nach vier Jahren im Sommer 2026. Der Offensivspieler bringt umfangreiche Erfahrung aus der 3. Liga mit. Nach Daten des DFB kommt er auf insgesamt 189 Einsätze und 35 Tore in Deutschlands dritthöchster Spielklasse.
Die wesentlichen Vertragsdaten sind vom SC Verl selbst bestätigt. Rabihic kommt ablösefrei und erhält zunächst einen Vertrag für eine Saison. Darüber hinaus besitzt der Vertrag eine Option für ein weiteres Jahr. Der Verein bezeichnet den Neuzugang als Offensivspieler und sieht für ihn eine wichtige Rolle aufgrund seiner Erfahrung, Kreativität und Qualität im Angriff vor.
Zuletzt stand Rabihic beim 1. FC Saarbrücken unter Vertrag. Der FCS hatte bereits am 16. Mai offiziell angekündigt, dass sein zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert werde. Der Saarbrücker Abschied war damit keine Folge eines Transfers nach Verl. Rabihic war anschließend ohne Verein und konnte ablösefrei verpflichtet werden. liga3-online zufolge sei deshalb auch eine Verpflichtung nach dem Ende der regulären Transferperiode möglich gewesen.
Rabihic wurde am 24. Februar 1993 geboren und ist 33 Jahre alt. Der SC Verl führt ihn als offensiv einsetzbaren Spieler. In seinem Verler Spielerprofil wurde er auf beiden Außenbahnen geführt. Seine Flexibilität im offensiven Mittelfeld und auf den Flügelpositionen gehörte bereits während seiner ersten Zeit beim Sportclub zu seinen Stärken.
Besondere Aufmerksamkeit erhält der Transfer wegen Rabihics umfangreicher Drittligaerfahrung. Transfermarkt zufolge werde er mit seinen 189 Einsätzen in einer Top 10 Auswertung zur 3. Liga geführt. Die Zahl von 189 Drittligaspielen selbst wird auch durch das DFB-Datencenter bestätigt. Dort sind außerdem 35 Tore in dieser Spielklasse verzeichnet.
Damit bringt Rabihic einen Erfahrungsschatz mit, den nur wenige Spieler im aktuellen Verler Kader vorweisen können. Von seinen 189 Drittligapartien absolvierte er nach DFB-Angaben 68 für den SC Verl und 121 für den 1. FC Saarbrücken. Für Verl erzielte er in der Liga zwölf Tore, für Saarbrücken kamen 23 weitere Drittligatreffer hinzu.
In der vergangenen Saison 2025/26 kam Rabihic dem DFB-Datencenter zufolge in 25 Drittligaspielen für Saarbrücken zum Einsatz und erzielte ein Tor. Hinzu kam ein Einsatz im DFB-Pokal. Seine letzte Saison beim FCS fiel damit statistisch deutlich zurückhaltender aus als einige seiner vorherigen Spielzeiten, in denen er unter anderem sieben beziehungsweise acht Ligatore erzielt hatte.
In der laufenden Saison 2026/27 hat Rabihic vor seiner Rückkehr nach Verl noch kein Vereinspflichtspiel bestritten. liga3-online zufolge sei er nach dem Auslaufen seines Saarbrücker Vertrags vereinslos gewesen. Sein erster möglicher Pflichtspieleinsatz für den SC Verl steht damit noch aus.
Seine erste Verler Zeit begann im September 2020. Rabihic kam damals von Türkgücü München zum gerade in die 3. Liga aufgestiegenen SC Verl. Der Verein führte den 4. September 2020 als Beginn seiner damaligen Zugehörigkeit. In den folgenden beiden Spielzeiten gehörte er zu den prägenden Offensivspielern der Mannschaft.
Nach Angaben des SC Verl bestritt Rabihic während dieser zwei Jahre insgesamt 72 Pflichtspiele. Dabei erzielte er zwölf Tore und bereitete 27 weitere Treffer vor. Das entspricht 39 direkten Torbeteiligungen. In der 3. Liga weist das DFB-Datencenter für die Saison 2020/21 insgesamt 36 Einsätze und sieben Tore aus. In der Spielzeit 2021/22 folgten 32 Ligapartien mit fünf Treffern.
Im Sommer 2022 wechselte Rabihic anschließend zum 1. FC Saarbrücken. Schon damals hob Verl seine Bedeutung für das eigene Offensivspiel hervor. Mit dem Wechsel begann für den gebürtigen Münchner eine vierjährige Phase beim FCS, bevor sein Vertrag im Sommer 2026 auslief.
Für Sportvorstand Zlatko Janjic liegt ein wesentlicher Vorteil der Verpflichtung darin, dass der Neuzugang Verein und Umfeld bereits kennt. Janjic erklärte zur Rückkehr: Kasim kennt den Verein und unsere Abläufe bereits und weiß, was ihn hier erwartet. Der Sportvorstand erwartet zugleich, dass der 33-Jährige der Mannschaft unmittelbar helfen kann.
Rabihic selbst machte deutlich, dass die Rückkehr für ihn eine besondere Bedeutung besitzt. Er freue sich sehr, wieder hier zu sein. Er verbindet seine erste Zeit in Verl nach eigener Aussage mit positiven Erinnerungen und kennt sowohl den Klub als auch das Umfeld bereits.
Eine zusätzliche Verbindung zur ersten Verler Phase besteht über Janjic und Julian Stöckner. Beide standen damals noch gemeinsam mit Rabihic auf dem Platz und arbeiten inzwischen in anderen Funktionen für den Verein. Janjic ist Sportvorstand, Stöckner gehört als Sportlicher Leiter zum sportlichen Bereich des Drittligisten.
Die Verpflichtung passt in einen Sommer, in dem der SC Verl seinen Angriff auf mehreren Positionen verändert hat. Mit Berkan Taz verließ ein besonders produktiver Offensivspieler den Klub in Richtung Zweitligist VfL Bochum. Gleichzeitig holte Verl mehrere jüngere oder entwicklungsfähige Offensivkräfte. Dazu gehören der 20-jährige Bilal Yalcinkaya sowie Moritz Kaube und Mittelstürmer Tim Heike.
Rabihic unterscheidet sich von mehreren dieser Sommerzugänge vor allem durch seine Erfahrung. Während Verl mit Spielern wie Yalcinkaya langfristiges Entwicklungspotenzial in den Kader geholt hat, steht bei dem 33-Jährigen die unmittelbare sportliche Hilfe im Vordergrund. Der Verein nennt ausdrücklich Erfahrung, Kreativität und Offensivqualität als Gründe dafür, dass Rabihic erneut eine wichtige Rolle übernehmen soll.
Cheftrainer Orest Shala verfügt damit über eine weitere Option für die offensiven Positionen. Verl war mit drei Niederlagen in die neue Drittligasaison gestartet, gewann am 5. September aber mit 1:0 bei Waldhof Mannheim erstmals. Zwei Tage später machte der Klub die Rückkehr Rabihics offiziell. Einen Zusammenhang zwischen den vorherigen Ergebnissen und der Verpflichtung hat der Verein nicht hergestellt.
Mit 189 Drittligaspielen, einer erfolgreichen ersten Zeit in Verl und vier weiteren Jahren bei Saarbrücken ergänzt Rabihic damit einen stark veränderten Kader um einen Spieler, der die Liga und den Verein bereits genau kennt. Der SC Verl setzt bei seiner späten Verstärkung nicht auf Eingewöhnungszeit als Hauptargument, sondern ausdrücklich auf Erfahrung und sofort nutzbare offensive Qualität.
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