
Die Wall Street hat den Handel am Freitag, 6. November 2026, mit unterschiedlichen Vorzeichen beendet. Nach den erheblichen Kursverlusten vom Donnerstag erholten sich vor allem Technologieaktien. Der Nasdaq Composite und der S&P 500 legten zu, während der Dow Jones erneut nachgab. Trotz der Stabilisierung verzeichneten alle drei großen US-Aktienindizes deutliche Wochenverluste.
Zum regulären Handelsschluss um 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit lag der technologielastige Nasdaq Composite nach zunächst gemeldeten Schlusswerten bei 24.579,43 Punkten. Das entsprach einem Tagesgewinn von 1,09 Prozent. Der marktbreite S&P 500 lag bei 7.376,92 Punkten und damit 0,32 Prozent über dem Vortagesschluss. Der Dow Jones Industrial Average sank dagegen um 0,46 Prozent auf 51.286,21 Punkte.
Die Erholung folgte auf einen besonders schwachen Donnerstag. Am 5. November hatte der Nasdaq 5,52 Prozent verloren. Der S&P 500 war um 4,36 Prozent gefallen, während der Dow Jones 3,44 Prozent beziehungsweise mehr als 1.800 Punkte eingebüßt hatte. Besonders stark waren Aktien aus der Halbleiterbranche und dem Geschäft mit künstlicher Intelligenz unter Druck geraten.
Am Freitag griffen Anleger wieder verstärkt bei zuvor stark gefallenen Technologiewerten zu. Unter anderem verzeichneten Nvidia, AMD, Intel und Micron Kursgewinne. Auch Unternehmen, deren Geschäft eng mit dem Ausbau großer KI-Rechenzentren verbunden ist, konnten einen Teil ihrer Verluste aufholen.
Die Erholung blieb allerdings auf einzelne Marktbereiche konzentriert. Innerhalb des S&P 500 gab es weiterhin mehr Aktien mit Kursverlusten als mit Gewinnen. Die positive Entwicklung der großen Technologiewerte reichte dennoch aus, um den Gesamtindex leicht nach oben zu bewegen.
Die starken Schwankungen an den amerikanischen Aktienmärkten standen auch im Zusammenhang mit den Ergebnissen der US-Zwischenwahlen. Die deutlichen Erfolge der Demokraten verstärkten bei Anlegern die Sorge, dass der weitere Ausbau von KI-Rechenzentren durch zusätzliche politische Vorgaben erschwert werden könnte.
Besonders aufmerksam beobachteten Investoren die Entwicklung in Bundesstaaten mit großen Rechenzentrumsstandorten, darunter Texas. Dort spielen Fragen des Stromverbrauchs, der Energiepreise und möglicher Beschränkungen neuer Anlagen eine wichtige Rolle. Ob und in welchem Umfang tatsächlich zusätzliche Vorschriften beschlossen werden, war zunächst offen.
Gleichzeitig stehen die hohen Investitionskosten der KI-Branche weiter im Mittelpunkt. Der Ausbau von Rechenzentren erfordert erhebliche finanzielle Mittel. Höhere Finanzierungskosten und Zweifel an der kurzfristigen Rentabilität dieser Investitionen können deshalb die Bewertungen entsprechender Unternehmen belasten.
Zusätzliche Impulse lieferte am Freitag der amerikanische Arbeitsmarktbericht für Oktober. In den USA entstanden außerhalb der Landwirtschaft 165.000 neue Stellen. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent und damit unter dem Septemberwert von 4,2 Prozent.
Die Beschäftigungsentwicklung fiel stärker aus als erwartet. An den Finanzmärkten verstärkten sich daraufhin die Erwartungen, dass die amerikanische Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins im Dezember erneut anheben könnte. Eine entsprechende Entscheidung war allerdings noch nicht getroffen.
Die Rendite zehnjähriger amerikanischer Staatsanleihen bewegte sich am Freitag im Bereich von 4,85 Prozent. Höhere Anleiherenditen können insbesondere wachstumsorientierte Technologieunternehmen belasten, weil sie deren Finanzierungskosten und die Bewertung erwarteter künftiger Gewinne beeinflussen.
Auch die Entwicklung am Ölmarkt beeinflusste die Stimmung an den Finanzmärkten. Die internationale Rohölsorte Brent lag bei der Freitagsabrechnung bei 98,32 US-Dollar je Barrel. Für amerikanisches WTI-Öl lag der Abrechnungspreis bei 90,83 US-Dollar. Beide Sorten waren damit erheblich günstiger als eine Woche zuvor.
Im Mittelpunkt standen Erwartungen einer möglichen diplomatischen Entspannung im Konflikt mit Iran. Die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen hatten Hoffnungen auf eine veränderte amerikanische Politik gegenüber dem Nahen Osten verstärkt. Eine dauerhafte politische Lösung war allerdings nicht vereinbart. Angriffe auf Schiffe in der Region verdeutlichten zugleich die anhaltenden Risiken für die Ölversorgung.
Niedrigere Ölpreise können den Inflationsdruck abschwächen und dadurch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern. Gleichzeitig hängt die weitere Entwicklung von der Sicherheitslage und der tatsächlichen Versorgung des Weltmarktes ab.
Die Wall Street am Freitag zeigte damit zwar eine teilweise Stabilisierung, doch für die gesamte Handelswoche vom 2. bis 6. November blieb die Bilanz negativ. Der Nasdaq Composite verlor gegenüber dem vorherigen Freitag rund 3,4 Prozent. Beim S&P 500 lag das Wochenminus bei rund 2,7 Prozent, während der Dow Jones etwa 0,9 Prozent einbüßte.
Für den Nasdaq war es bereits die vierte Handelswoche in Folge mit einem Rückgang. Der Technologieindex hatte durch die starken Verluste zudem mehr als zehn Prozent gegenüber seinem jüngsten Höchststand eingebüßt und damit den Bereich einer Börsenkorrektur erreicht.
Die teilweise Erholung zum Wochenschluss änderte somit nichts an den erheblichen Schwankungen der vergangenen Handelstage. Neben den politischen Veränderungen in den USA dürften vor allem die Bewertung der KI-Unternehmen, die weitere Zinspolitik der Federal Reserve und die Entwicklung der Energiepreise die Aufmerksamkeit der Anleger bestimmen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu