
In Nordrhein-Westfalen kommt es ab Dienstag zu erheblichen Einschränkungen im Straßenverkehr. Grund ist ein angekündigter Warnstreik in der landesweiten Tunnelleitzentrale. Aus Sicherheitsgründen müssen mehrere Tunnel auf Bundes- und Landesstraßen zeitweise geschlossen werden.
Nach Angaben von Straßen.NRW betrifft der Warnstreik die Tunnelleitzentrale TLZ.NRW, von der aus ein Großteil der Tunnelanlagen im Landesnetz überwacht und gesteuert wird. Der Arbeitskampf soll am Dienstag, 20. Januar 2026, um 16 Uhr beginnen und bis Mittwoch, 21. Januar 2026, 16 Uhr andauern.
Der Betrieb vieler Straßentunnel unterliegt strengen Sicherheitsauflagen. Dazu gehört eine dauerhaft besetzte Leitstelle, die unter anderem Kamerabilder auswertet, Störungen erkennt und im Ernstfall sofort eingreifen kann. Während des Warnstreiks kann diese personelle Mindestbesetzung nicht durchgehend gewährleistet werden.
Für betroffene Tunnel bedeutet das: Sie dürfen aus rechtlichen Gründen nicht geöffnet bleiben. Die Sperrungen erfolgen unabhängig von der Verkehrslage und dienen ausschließlich der Gefahrenabwehr. Eine Wiederfreigabe ist erst möglich, wenn die Leitzentrale wieder regulär besetzt ist.
Nach derzeitiger Planung müssen insgesamt elf Tunnelanlagen vorübergehend gesperrt werden. Dazu zählen unter anderem mehrere Tunnel entlang der B42 im Raum Bonn und Königswinter, der Kiesbergtunnel in Wuppertal, der Weserauentunnel in Porta Westfalica sowie weitere Tunnelanlagen in Siegen, Velbert, Plettenberg, Lügde, Gevelsberg und Oerlinghausen.
Gemeinsam halten wir unabhängige Nachrichten frei zugänglich. Was es dir wert ist, entscheidest du.
Straßen.NRW weist darauf hin, dass sich die Liste kurzfristig ändern kann, sollte sich die Personalsituation während des Warnstreiks anders darstellen als geplant.
Vor allem während der Hauptverkehrszeiten werden spürbare Behinderungen erwartet. Umleitungen sind vorgesehen, können den Verkehr jedoch nicht vollständig aufnehmen. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten betroffene Regionen nach Möglichkeit umfahren und zusätzliche Fahrzeit einplanen.
Nicht betroffen sind Autobahntunnel. Diese liegen seit der Neuordnung der Zuständigkeiten nicht mehr im Verantwortungsbereich von Straßen.NRW, sondern werden von der Autobahn GmbH des Bundes betrieben.
Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst. Mit zeitlich begrenzten Arbeitsniederlegungen wollen die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Landesverkehrszentrale betont, dass die Tunnelsperrungen keine politische Maßnahme sind, sondern eine zwingende Folge der geltenden Sicherheitsvorschriften.
Wie schnell nach dem Ende des Warnstreiks alle Tunnel wieder freigegeben werden können, hängt von der jeweiligen Anlage und der Wiederaufnahme des Leitstellenbetriebs ab. Kurzfristige Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen.
B42 Oberdollendorf Tunnel (Königswinter), Fahrtrichtung Nord
B42 Oberdollendorf Galerie (Königswinter), Fahrtrichtung Nord
B42 Tunnel Oberkassel (Bonn), Fahrtrichtung Nord
B61 Weserauentunnel (Porta Westfalica)
B62 Bühltunnel (Siegen)
L70 Kiesbergtunnel (Wuppertal)
L107 Tunnel Velbert-Langenberg (Velbert)
L614 Emmerauentunnel (Lügde)
L697 Hestenbergtunnel (Plettenberg)
L751 Tunnel Menkhauser Berg (Oerlinghausen)
L666n Tunnel Engelbert (Gevelsberg)
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu