
Ein kurzer Körper, auffallend lange Beine und ein Gang, der fast wie aus einem Animationsfilm wirkt: Der Waschbär Jimothy ist innerhalb weniger Tage zu einem weltweiten Internetphänomen geworden. Videos des Tieres erreichen Millionen Menschen, in Seattle entstehen Fanbilder und Wandgemälde, selbst Unternehmen und öffentliche Institutionen greifen den Hype auf. Doch wer ist Jimothy überhaupt und warum löst gerade dieser Waschbär eine solche Begeisterung aus?
Die Geschichte begann am 13. Juli 2026 im Stadtteil Ballard in Seattle. Die Einwohnerin Kiana Hall entdeckte in der Nähe eines Geschäfts einen ungewöhnlich aussehenden Waschbären, der über eine Straße lief. Sie filmte das Tier und veröffentlichte die kurze Aufnahme in den sozialen Netzwerken.
Hall gab dem Waschbären spontan den Namen „Jimothy“. Dabei handelt es sich um einen scherzhaften Fantasienamen, der wie eine Mischung aus Jim und Timothy klingt. Das Video verbreitete sich rasant. Bereits nach wenigen Tagen wurde es millionenfach angesehen und auf verschiedenen Plattformen weiterveröffentlicht. Weitere Einwohner Seattles meldeten sich mit Aufnahmen, auf denen möglicherweise dasselbe Tier zu sehen ist. Jimothy lebt weiterhin als wildes Tier in Seattle. Er gehört keinem Zoo und hat nach den bislang bekannten Informationen auch keinen Besitzer. Besonders häufig soll er im Stadtteil Ballard gesichtet worden sein.
Der Waschbär fällt vor allem durch seinen sehr kurzen und rund wirkenden Rumpf auf. Sein Hals ist kaum zu erkennen, während seine Beine im Verhältnis zum Körper ungewöhnlich lang erscheinen. Dadurch erinnert seine Körperform für manche Betrachter eher an eine Zeichentrickfigur als an einen gewöhnlichen Waschbären.
Fachleute vermuten eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule. Als mögliche Ursache wird das sogenannte Kurz-Wirbelsäulen-Syndrom genannt. Eine gesicherte Diagnose gibt es jedoch nicht, da Jimothy bislang nicht tierärztlich untersucht wurde. Aussagen über seine genaue Erkrankung bleiben deshalb Vermutungen.
Auf den veröffentlichten Videos wirkt Jimothy trotz seiner auffälligen Körperform beweglich. Er läuft selbstständig, kann offenbar klettern und kommt in seiner städtischen Umgebung zurecht. Wildtierexperten empfehlen, ihn nicht einzufangen, zu füttern oder aus der Nähe zu bedrängen. Solange das Tier keine offensichtliche Hilfe benötigt, soll es sein Leben in freier Wildbahn fortsetzen können.
Jimothy fällt sofort auf. Mit seinem kurzen, rundlichen Körper, den langen Beinen und seinem ungewöhnlichen Gang sieht der Waschbär fast wie eine Figur aus einem Animationsfilm aus. Genau das macht die Videos so einprägsam und sorgt dafür, dass sie in sozialen Netzwerken immer wieder geteilt werden.
Auch sein Name trägt zum Erfolg bei. „Jimothy“ klingt zugleich vertraut und herrlich schräg. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einem unbekannten Waschbären aus Seattle ein kleiner Internetstar mit eigener Fangemeinde.
Viele Menschen begeistert zudem, wie selbstverständlich sich Jimothy durch seine Umgebung bewegt. Trotz seiner körperlichen Besonderheit wirkt er neugierig, flink und unbeirrt. Für seine Fans ist er deshalb längst mehr als nur ein ungewöhnlicher Waschbär. Sie feiern ihn als liebenswerten Außenseiter, der sich von seinem Anderssein nicht aufhalten lässt.
Der Hype blieb nicht auf einzelne Social-Media-Konten beschränkt. In Seattle entstanden Fanzeichnungen, Tattoos und ein Wandgemälde. Auch die Seattle Mariners und lokale Organisationen griffen das Motiv auf. Die Stadt widmete dem Waschbären eine Veranstaltung und bezeichnete die Begeisterung zeitweise als „Jimothy Summer“. Inzwischen wird sogar eine offizielle Wackelkopffigur des Tieres angeboten.
Auch international bekannte Marken und Institutionen beteiligten sich an dem Trend. Google integrierte eine kleine Animation in seine Suchmaschine, während Spieleentwickler und Online-Communitys eigene Versionen des Waschbären schufen. Jimothy tauchte unter anderem in Fanbildern, Videospiel-Modifikationen und KI-generierten Clips auf.
Dabei ist nicht jedes Bild, das derzeit im Internet kursiert, echt. Viele besonders spektakuläre Darstellungen wurden digital bearbeitet oder vollständig mit künstlicher Intelligenz erzeugt. Der Waschbär selbst ist jedoch real. Die ursprünglichen Aufnahmen stammen aus Seattle und wurden durch weitere Sichtungen ergänzt.
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