Wiesn 2026 zieht zur Halbzeit mehr Besucher an als 2025

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Das Oktoberfest 2026 verzeichnet zur Halbzeit deutlich mehr Besucher als im vergangenen Jahr. Rund 3,8 Millionen Menschen kamen nach Schätzung der Festleitung in den ersten neun Festtagen auf die Münchner Theresienwiese. Zur Halbzeit 2025 waren es etwa 3,5 Millionen. Trotz des höheren Andrangs wurde bislang etwas weniger klassisches Festbier ausgeschenkt.

Rund 300.000 Besucher mehr als im Vorjahr

Das Besucherplus fällt mit rund 300.000 Menschen deutlich aus. Besonders auffällig ist die Entwicklung an den Werktagen. Dort registrierte die Festleitung nach den bisher veröffentlichten Angaben 18,5 Prozent mehr Gäste als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Das überwiegend milde und trockene Wetter begünstigte vor allem die Biergärten und sorgte dafür, dass sich viele Besucher auch außerhalb der Festzelte aufhielten.

Die Stadt hatte vor Beginn der Wiesn zudem verstärkt dafür geworben, ruhigere Zeiten und alternative Wege über das Gelände zu nutzen. Hintergrund waren unter anderem die zeitweisen Zugangssperren wegen zu großen Andrangs im Jahr 2025. Für 2026 wurde die Besucherlenkung erweitert. Die Stadt setzt unter anderem auf eine neue Koordinierungsstelle und eine stärkere Beobachtung der Besucherströme.

Weniger Festbier, mehr Weißbier und alkoholfreies Bier

Mehr Gäste bedeuten bislang nicht automatisch mehr Festbier. Der Absatz des klassischen Oktoberfestbiers liegt nach der Halbzeitbilanz 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig setzt sich der Trend zu anderen Getränken fort.

Alkoholfreies Bier wurde demnach 4,5 Prozent häufiger bestellt als im Vergleichszeitraum 2025. Beim Weißbier meldeten die Wirte sogar ein Plus von 15 Prozent. Als eine Ursache gelten die teilweise sommerlichen Temperaturen der ersten Festwoche. Auch das sogenannte Saure Radler, Bier gemischt mit Wasser statt Limonade, wird auf der Wiesn stärker nachgefragt.

Bei den Speisen bleiben klassische Wiesngerichte besonders gefragt. Hendl und Bratwurst gehören nach Angaben aus der Halbzeitbilanz weiterhin zu den meistverkauften Angeboten, bei den vegetarischen Gerichten bleiben Kässpatzen besonders beliebt. Eine konkrete Zahl der bis zur Halbzeit verkauften Hendl wurde am Sonntagvormittag zunächst nicht genannt.

Deutlich häufiger wurden auch die kostenlosen Trinkwasserangebote genutzt. Die zehn Trinkwasserbrunnen auf dem Gelände verzeichneten einen Zuwachs von 24 Prozent.

Deutlich weniger Gegenstände im Fundbüro

Eine auffällige Entwicklung gibt es auch beim Wiesn-Fundbüro. Bis einschließlich Freitag wurden dort rund 800 Gegenstände abgegeben. Das waren etwa 40 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Seit 2026 befindet sich das Fundbüro nicht mehr im Servicezentrum auf dem Festgelände, sondern im Deutschen Museum Verkehrszentrum an der Theresienhöhe.

Zum Vergleich: Zur Halbzeit der Wiesn 2025 hatte die Stadt bereits 1.750 Fundsachen registriert. Damals gehörten unter anderem Kleidungsstücke, Geldbeutel, Ausweise, Bankkarten, Smartphones, Schlüssel und Brillen zu den häufigsten verlorenen Gegenständen.

Sanitätsdienst stärker gefordert, Feuerwehr meldet ruhigen Verlauf

Der Sanitätsdienst Aicher Ambulanz meldete zur Halbzeit 2026 leicht erhöhte Patientenzahlen. Bereits während der ersten Festtage waren neben alkoholbedingten Notfällen insbesondere Verletzungen und Kreislaufprobleme behandelt worden. Für das gesamte Oktoberfest hält der Sanitätsdienst rund 430 Einsatzkräfte bereit, darunter 36 Ärzte.

Die Münchner Feuerwehr bezeichnete die erste Hälfte der Wiesn dagegen als sehr ruhig. Ein tödlicher Arbeitsunfall an einem Fahrgeschäft gehörte allerdings zu den schweren Ereignissen der ersten Festwoche.

Detaillierte aktuelle Halbzeitzahlen der Münchner Polizei zu Einsätzen und registrierten Straftaten waren am Sonntagvormittag zunächst noch nicht veröffentlicht. Die Polizei war zusammen mit Feuerwehr und Sanitätsdienst an der offiziellen Halbzeit-Pressekonferenz beteiligt.

Christian Scharpf ist Wiesnchef

Die Halbzeitbilanz wurde am Sonntagmorgen auf der Oidn Wiesn vorgestellt. Neben Bürgermeisterin Verena Dietl nahm Christian Scharpf als Referent für Arbeit und Wirtschaft und Wiesnchef teil. Scharpf hat dieses Amt seit 2025 inne und folgte damit auf Clemens Baumgärtner.

Das Oktoberfest 2026 ist die 191. Ausgabe des Münchner Volksfestes. Es läuft seit dem 19. September und endet am Sonntag, 4. Oktober. Insgesamt sind in diesem Jahr 478 Betriebe auf dem 34,5 Hektar großen Festareal zugelassen. Die Maß Festbier kostet je nach Zelt zwischen 14,80 und 15,90 Euro.

Familientag und Feiertag stehen noch bevor

Für die zweite Wiesn-Hälfte stehen mehrere besucherstarke Tage bevor. Am Dienstag, 29. September, findet der zweite Familientag statt. Bis 19 Uhr bieten zahlreiche Fahrgeschäfte, Schausteller und Imbissbetriebe vergünstigte Preise für Kinder und Familien an.

Besonders großen Andrang erwartet die Festleitung traditionell am Tag der Deutschen Einheit am Samstag, 3. Oktober. Das offizielle Besucherbarometer stuft den Nachmittag und Abend dieses Tages als sehr stark besucht ein. Auch am letzten Wiesntag, Sonntag, 4. Oktober, wird am Nachmittag mit sehr hohem Besucheraufkommen gerechnet.

Zum traditionellen Abschluss treten am 4. Oktober um 12 Uhr rund 60 Böllerschützen an der Bavaria an. Danach läuft der Festbetrieb noch bis in den Abend weiter.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu