Oscar-nominierter Kinohit: Der wilde Roboter feiert TV-Premiere

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Ein Roboter strandet auf einer Insel, entdeckt die Tierwelt und muss lernen, Verantwortung zu übernehmen. Mit dieser Geschichte entwickelte sich der Animationsfilm „Der wilde Roboter“ 2024 zu einem internationalen Kinoerfolg. Am Samstag, 24. Oktober 2026, zeigt SAT.1 den Film um 20.15 Uhr erstmals im deutschen Free-TV. Die DreamWorks-Produktion erhielt drei Oscar-Nominierungen und spielte weltweit mehr als 334 Millionen US-Dollar ein. Auch eine Fortsetzung ist bereits in Entwicklung.

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Der wilde Roboter heute erstmals bei SAT.1

Die Free-TV-Premiere von „Der wilde Roboter“ beginnt am Samstag um 20.15 Uhr bei SAT.1. Im Fernsehprogramm ist die Ausstrahlung bis 22.20 Uhr vorgesehen. Die gesamte Sendezeit liegt damit bei 125 Minuten, einschließlich der für das Fernsehen eingeplanten Unterbrechungen. Der eigentliche Film hat eine Laufzeit von rund 102 Minuten.

Wer die Premiere am Samstagabend verpasst, bekommt bereits am Sonntag eine weitere Gelegenheit. SAT.1 wiederholt den Animationsfilm am 25. Oktober ab 16.50 Uhr. Die Wiederholung soll bis 18.55 Uhr laufen.

Der Film kam am 3. Oktober 2024 in die deutschen Kinos. Rund zwei Jahre später erreicht die Geschichte damit erstmals das deutsche frei empfangbare Fernsehen. Es handelt sich nicht um eine neue Produktion oder eine zusätzliche Episode, sondern um den Kinofilm von 2024 in seiner Fernsehausstrahlung.

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Darum geht es in Der wilde Roboter

Im Mittelpunkt steht die Roboter-Einheit Rozzum 7134, kurz Roz genannt. Eigentlich wurde sie entwickelt, um Menschen bei alltäglichen Aufgaben zu unterstützen. Doch nach einem Schiffbruch landet sie auf einer abgelegenen Insel, auf der keine Menschen leben.

Statt menschlicher Auftraggeber trifft Roz auf Füchse, Gänse, Bären und zahlreiche weitere Tiere. Ihre technischen Fähigkeiten helfen ihr zunächst nur begrenzt. Die Tiere betrachten den ungewöhnlichen Neuankömmling mit Misstrauen, und auch Roz versteht die Regeln der Natur nicht.

Allmählich beginnt der Roboter, die Sprache und das Verhalten der Inselbewohner zu begreifen. Eine entscheidende Veränderung tritt ein, als Roz ein verwaistes Gänseküken findet. Das Tier hält den Roboter für seine Mutter und benötigt Schutz, Nahrung und Hilfe beim Aufwachsen.

Roz übernimmt diese Aufgabe, obwohl sie darauf nicht vorbereitet wurde. Unterstützung erhält sie unter anderem von einem Fuchs. Gemeinsam versuchen sie, das junge Tier auf die Herausforderungen seines Lebens und den bevorstehenden Vogelzug vorzubereiten.

Dabei geht es zunehmend um Fragen, die über die ursprüngliche Funktion des Roboters hinausreichen. Roz muss lernen, Entscheidungen zu treffen, die sich nicht allein aus ihrer Programmierung ergeben. Die Geschichte verbindet damit ein Abenteuer in der Natur mit Themen wie Fürsorge, Zusammenhalt und dem Umgang mit Unterschieden.

Das Ende der Geschichte bleibt an dieser Stelle offen.

Chris Sanders führte Regie und schrieb das Drehbuch

Hinter dem Film steht das amerikanische Animationsstudio DreamWorks Animation, das unter anderem durch „Shrek“, „Kung Fu Panda“ und „Drachenzähmen leicht gemacht“ bekannt wurde. Regie führte Chris Sanders, der auch das Drehbuch verfasste.

Die literarische Vorlage stammt vom amerikanischen Kinderbuchautor Peter Brown. Sein Roman „The Wild Robot“ erschien 2016 und bildet den Ausgangspunkt einer mehrteiligen Buchreihe. Für die Verfilmung wurde die Geschichte als computeranimiertes Abenteuer umgesetzt.

Sanders hatte zuvor unter anderem an „Lilo & Stitch“ und „Drachenzähmen leicht gemacht“ gearbeitet. Bei „Der wilde Roboter“ verbindet er moderne Animationstechnik mit einer Bildgestaltung, die an gemalte Landschaften erinnert.

Die Musik komponierte Kris Bowers. Für die Bildgestaltung war Chris Stover verantwortlich, den Schnitt übernahm Mary Blee. Gedreht wurde der Film nicht an klassischen Außendrehorten mit Schauspielern, sondern vollständig als Animationsproduktion hergestellt. Die Insel und ihre unterschiedlichen Landschaften entstanden digital.

Judith Rakers spricht Roz in der deutschen Fassung

Eine Besonderheit der deutschen Fassung ist die Besetzung der Hauptrolle. Die frühere „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers leiht dem Roboter Roz ihre Stimme. Im englischsprachigen Original übernimmt die Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong’o diese Rolle.

Auch die weiteren Figuren sind mit bekannten Stimmen besetzt. Im Original spricht Pedro Pascal den Fuchs Fink, während Axel Malzacher die Figur in der deutschen Synchronfassung übernimmt. Das Gänseküken Brightbill wird im Original von Kit Connor gesprochen, in Deutschland von Sebastian Fitzner.

Weitere wichtige Rollen übernehmen Joachim Tennstedt als Longneck, Madeleine Stolze als Pinktail und Alice Bauer als Vontra. Im englischen Original sind dafür Bill Nighy, Catherine O’Hara und Stephanie Hsu zu hören. Hinzu kommen Mark Hamill als Thorn, Ving Rhames als Thunderbolt und Matt Berry als Paddler.

Die deutsche Synchronfassung wurde bei FFS Film- & Fernseh-Synchron in Berlin hergestellt. Nana Spier verantwortete das Dialogbuch und die Dialogregie. Bei der heutigen Fernsehausstrahlung handelt es sich um die bekannte Filmfassung. Neue Figuren oder eine eigens für das Fernsehen veränderte Sprecherbesetzung sind nicht angekündigt.

Mehr als 334 Millionen Dollar an den Kinokassen

„Der wilde Roboter“ entwickelte sich nach seinem Kinostart zu einem kommerziellen Erfolg. Weltweit erreichte der Animationsfilm laut Box Office Mojo Kinoeinnahmen von rund 334,5 Millionen US-Dollar.

Davon entfielen etwa 143,9 Millionen Dollar auf den nordamerikanischen Markt und rund 190,6 Millionen Dollar auf die übrigen internationalen Märkte. Auch in Deutschland lief der Film regulär im Kino.

Der Film erhielt darüber hinaus mehrere bedeutende Nominierungen bei internationalen Filmpreisen. Besonders hervorzuheben sind die drei Oscar-Nominierungen bei der Verleihung 2025.

Nominiert war die Produktion als bester Animationsfilm, für die Filmmusik von Kris Bowers sowie für den besten Ton. Einen Oscar gewann „Der wilde Roboter“ allerdings nicht. In der Kategorie bester Animationsfilm setzte sich die lettisch-französisch-belgische Produktion „Flow“ durch.

Bei den Golden Globe Awards 2025 erhielt „Der wilde Roboter“ vier Nominierungen, darunter für den besten Animationsfilm, die beste Filmmusik und den Filmsong „Kiss the Sky“. Einen Golden Globe gewann der Film nicht.

In Deutschland zeichnete die Deutsche Film- und Medienbewertung die Produktion mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus.

Fortsetzung mit neuem Regisseur bereits in Planung

Die Geschichte von Roz soll nach dem Erfolg des ersten Films weitergehen. DreamWorks Animation arbeitet an einer Fortsetzung mit dem Titel „The Wild Robot Escapes“.

Als Vorlage dient der zweite Roman aus Peter Browns Buchreihe. Allerdings gibt es hinter der Kamera eine Veränderung. Chris Sanders, der beim ersten Film Regie führte, soll für die Fortsetzung das Drehbuch schreiben, die Regie jedoch nicht erneut übernehmen.

Stattdessen ist Troy Quane für die Inszenierung vorgesehen. Er war zuvor unter anderem an „Nimona“ beteiligt. Heidi Jo Gilbert soll als Co-Regisseurin mitarbeiten. Produzent Jeff Hermann ist ebenfalls wieder für das Projekt vorgesehen.

Die konkreten Kinostarttermine und die vollständige Sprecherbesetzung der Fortsetzung waren zunächst nicht verbindlich bekannt. Damit steht die weitere Verfilmung der Buchreihe zwar fest auf dem Entwicklungsplan, ein Veröffentlichungstermin lässt sich daraus aber noch nicht ableiten.

Ab sechs Jahren freigegeben und auch bei Joyn verfügbar

In Deutschland ist „Der wilde Roboter“ von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft ab sechs Jahren freigegeben. Die Altersfreigabe bedeutet allerdings nicht, dass jede Szene für jedes Kind dieses Alters gleichermaßen geeignet ist. Der Film enthält auch bedrohliche Situationen und behandelt Themen wie Verlust, Gefahren in der Natur und Verantwortung.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung sowie pädagogische Begleitmaterialien empfehlen die Produktion insbesondere für Kinder ab etwa acht Jahren. Auch ältere Zuschauer finden in der Geschichte zahlreiche Themen, die über ein gewöhnliches Tierabenteuer hinausgehen.

Neben der Fernsehausstrahlung ist „Der wilde Roboter“ über die Streamingplattform Joyn abrufbar. Der Anbieter führt den Film auf einer eigenen Seite als kostenloses Streamingangebot. Eine verbindliche Angabe dazu, bis zu welchem Datum der Film verfügbar bleibt, liegt nicht vor.

Zusätzlich kann der Animationsfilm bei verschiedenen digitalen Videotheken ausgeliehen oder gekauft werden. Dazu gehören unter anderem Prime Video und Apple TV. Die Preise unterscheiden sich je nach Anbieter und gewählter Variante.

Für das lineare Fernsehen bleibt die Free-TV-Premiere am Samstagabend der wichtigste Termin. Ab 20.15 Uhr zeigt SAT.1 den international erfolgreichen Animationsfilm, der mit seiner Geschichte über einen Roboter und ein Gänseküken bereits im Kino ein großes Publikum erreichte.

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