
Ein Wohnmobilbrand auf der A3 bei Niedernhausen hat am Mittwochabend eine lange Vollsperrung und einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Zwei Propangasflaschen explodierten in dem vollständig brennenden Fahrzeug. Die Flammen griffen anschließend auf eine Böschung und rund 2.500 Quadratmeter Waldfläche über. Verletzt wurde nach Angaben des Polizeipräsidiums Westhessen niemand.
Ein 66 Jahre alter Fahrer war am Mittwoch, 5. August 2026, gegen 19.22 Uhr mit seinem als Wohnmobil ausgebauten Renault Sprinter in Richtung Süden unterwegs. Zwischen der Anschlussstelle Idstein und dem Parkplatz Theißtal bemerkte er Rauch am rechten Vorderrad und einen Verlust der Bremskraft. Der Mann ließ das Fahrzeug langsam auf dem Standstreifen ausrollen.
Ein 42-jähriger Autofahrer hatte den beginnenden Brand ebenfalls gesehen und versucht, den Wohnmobilfahrer zu warnen. Nachdem das Wohnmobil angehalten hatte, stellte der Ersthelfer seinen Dacia davor ab. Wegen des Gefälles und der ausgefallenen Bremsen rollte das Wohnmobil jedoch auf den Wagen. Dabei entstand geringer Sachschaden. Der Ersthelfer, seine 44-jährige Mitfahrerin und zwei mitfahrende Kinder blieben unverletzt.
Der Brand breitete sich von der Vorderachse schnell auf das gesamte Wohnmobil aus. Innerhalb kurzer Zeit stand das Fahrzeug vollständig in Flammen. Im Inneren befanden sich zwei Propangasflaschen, die während des Feuers explodierten.
Anschließend griff der Fahrzeugbrand zwischen Idstein und Theißtal auf die angrenzende Böschung und den Waldboden über. Nach einer ersten Einschätzung der Feuerwehr waren etwa 2.500 Quadratmeter Waldfläche betroffen. Die Feuerwehren aus Idstein, Niedernhausen und Bad Camberg konnten den Waldbrand an der A3 jedoch rasch eingrenzen und unter Kontrolle bringen. Für die Wasserversorgung pendelten Löschfahrzeuge zwischen dem Brandort und einer Entnahmestelle am Parkplatz Theißtal.
Die Polizei sperrte die A3 in Fahrtrichtung Süden ab der Anschlussstelle Idstein vollständig und leitete den Verkehr dort von der Autobahn ab. Trotz der Sperrung entstand nach Angaben der Polizei lediglich ein Rückstau von etwa vier Kilometern.
Um 21 Uhr dauerten die Löscharbeiten noch an. Die Vollsperrung sollte nach der ersten Prognose voraussichtlich bis etwa 22 Uhr bestehen bleiben. Wegen weiterer Arbeiten und einer notwendigen Brandwache rechnete die Polizei allerdings bis ungefähr 2 Uhr nachts mit Verkehrsbehinderungen. Eine Gefahr für Anwohner oder die nahe gelegene ICE-Trasse bestand nicht.
Der Schaden an dem ausgebrannten Wohnmobil wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Am Fahrzeug des Ersthelfers entstand ein Schaden von etwa 500 Euro. Wie hoch der Flurschaden durch das Feuer ist, konnte zunächst noch nicht beziffert werden.
Warum der Brand im Bereich des rechten Vorderrades entstand, geht aus der Mitteilung der Polizei nicht hervor. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung liegen nicht vor. Der Wohnmobilbrand A3 bei Niedernhausen führte neben dem Fahrzeugverlust damit vor allem zu erheblichen Schäden an der angrenzenden Vegetation und zu einer mehrstündigen Beeinträchtigung des Verkehrs.
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