
Ein Wohnungsbrand in Korntal-Münchingen hat am Donnerstagabend, 5. November 2026, sieben Menschen verletzt. Das Feuer brach in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Münchingen aus. Insgesamt 17 Bewohner mussten das Haus verlassen. Obwohl zunächst eine Wohnung als Brandherd im Mittelpunkt stand, ist das gesamte Gebäude wegen der starken Rauchentwicklung vorerst nicht bewohnbar. Die Stadt kümmerte sich nach Polizeiangaben um eine anderweitige Unterbringung der Betroffenen. Der Sachschaden wird inzwischen auf etwa eine Million Euro geschätzt.
Die Feuerwehr wurde nach Angaben der Ludwigsburger Kreiszeitung um 20.41 Uhr in die Christina-Blind-Straße alarmiert. Polizeiangaben zufolge wurde der Brand kurz vor 21 Uhr gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt war bereits viel Rauch in dem Wohnhaus entstanden. Im ersten Obergeschoss stand eine Wohnung in Flammen. Der Brand breitete sich nach Angaben des Kreisbrandmeisters, die die Kreiszeitung veröffentlichte, auch auf das zweite Obergeschoss aus.
Zunächst richteten sich die Löscharbeiten damit auf den Bereich, in dem sich die Flammen ausgebreitet hatten. Zugleich mussten die Einsatzkräfte die Menschen im Haus in Sicherheit bringen. Nach Angaben des Kreisbrandmeisters rettete die Feuerwehr mehrere Bewohner. Andere konnten das Gebäude selbstständig verlassen. Wie lange die einzelnen Bewohner dem Rauch ausgesetzt waren, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Der Kreisbrandmeister berichtete der Lokalzeitung auch von Hinweisen auf eine mögliche Verpuffung vor dem Feuer. Ob es tatsächlich eine solche Verpuffung gab und welche Rolle sie beim Ausbruch spielte, blieb zunächst offen. Eine gesicherte Brandursache war am Freitagmorgen nicht bekannt.
Bei dem Einsatz wurden sieben Menschen verletzt. Sechs von ihnen konnten nach den Angaben der Polizei ambulant versorgt werden. Eine weitere Person wurde zur medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtete unter Berufung auf den Kreisbrandmeister von einem Schwerverletzten und sechs Leichtverletzten. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand der betroffenen Person lagen am Freitagmorgen nicht vor.
Rettungskräfte versorgten die Verletzten am Einsatzort. Insgesamt mussten nach den Angaben der Polizei 17 Menschen das Mehrfamilienhaus verlassen. Das Feuer hatte damit nicht nur Folgen für die Bewohner der unmittelbar betroffenen Wohnung. Auch Menschen aus anderen Teilen des Hauses konnten zunächst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren.
Die Rauchentwicklung erwies sich als weitreichendes Problem für das Gebäude. Nach den bisherigen Polizeiangaben war eine Wohnung unmittelbar vom Feuer betroffen. Der Rauch machte jedoch die Nutzung des gesamten Mehrfamilienhauses vorerst unmöglich. Damit wurde die Evakuierung zu einer Wohnungsfrage für alle Betroffenen, nicht nur zu einer vorübergehenden Unterbrechung während des Feuerwehreinsatzes.
Nach Angaben der Ludwigsburger Kreiszeitung gibt es acht Wohneinheiten in dem Gebäude. Der Kreisbrandmeister schilderte dem Blatt einen stark verrußten Treppenraum. Außerdem sei eine Wasserleitung durch das Feuer beschädigt worden. Die Stromversorgung des Hauses musste demnach abgeschaltet werden. Die Folgen reichten somit über die sichtbaren Brandschäden in der zuerst betroffenen Wohnung hinaus.
Die Stadt Korntal-Münchingen war nach Angaben der Polizei dabei, eine anderweitige Unterbringung zu organisieren. Ob alle Bewohner bereits eine Unterkunft gefunden hatten, war zunächst nicht bekannt. Ebenso gab es zunächst keine gesicherten Angaben dazu, wann das Haus wieder genutzt werden kann. Auch der Umfang der notwendigen Reparaturen war am Freitagmorgen noch nicht abschließend bekannt.
Neben der Feuerwehr Korntal-Münchingen waren laut der Kreiszeitung auch Einsatzkräfte aus Ditzingen und Hemmingen vor Ort. Aus Ludwigsburg wurde Unterstützung für den Atemschutzeinsatz herangezogen. Rettungsdienst und ärztliche Einsatzleitung waren ebenfalls beteiligt. Der Umfang des Einsatzes zeigt sich auch daran, dass neben der Brandbekämpfung die Rettung und Versorgung von Bewohnern organisiert werden mussten.
Nach Informationen des SWR war das Feuer kurz vor Mitternacht gelöscht. Die Löscharbeiten hatten sich damit bis in den späten Donnerstagabend gezogen. Über die genaue Zahl der eingesetzten Feuerwehrleute und über mögliche Nachlöscharbeiten lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor. Für die Bewohner bedeutete das Ende der Löscharbeiten allerdings noch keine Rückkehr in ihre Wohnungen.
Auch Vertreter der Stadt waren nach Angaben der Kreiszeitung am Einsatzort. Bürgermeister Alexander Noak kümmerte sich demnach um die betroffenen Menschen. Die unmittelbare Versorgung der Bewohner und die Suche nach einer vorübergehenden Unterkunft gehörten damit zu den Aufgaben, die über die eigentliche Brandbekämpfung hinausgingen.
Der SWR nannte am Freitagmorgen eine geschätzte Schadenshöhe von einer Million Euro. Es handelt sich um eine vorläufige Summe, nicht um eine abschließende Schadensabrechnung. Am späten Donnerstagabend hatten andere Veröffentlichungen unter Berufung auf die Polizei noch keine konkrete Summe angegeben. Welche Teile des Schadens auf das Feuer selbst, den Rauch oder die beeinträchtigte Gebäudetechnik entfallen, war zunächst nicht aufgeschlüsselt.
Auch die Ursache des Feuers blieb ungeklärt. Nach den Angaben der Stuttgarter Zeitung sollten Kriminaltechniker die betroffene Wohnung am Freitag untersuchen. Ob diese Untersuchung bereits stattgefunden hatte und erste Ergebnisse vorlagen, war am Morgen zunächst nicht bekannt. Die Hinweise auf eine mögliche Verpuffung waren damit noch keine gesicherten Erkenntnisse über den Auslöser des Brandes.
Für die Bewohner standen am Freitag neben der medizinischen Versorgung der Verletzten vor allem die Folgen des vorläufigen Wohnungsverlusts im Vordergrund. Das Haus blieb nach dem Brand unbewohnbar. Wann die Betroffenen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, war zunächst offen.
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