Woolworth nimmt drei Kinderspielzeuge aus dem Verkauf

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Woolworth hat drei Spielwaren zurückgerufen, weil der darin verarbeitete Sand möglicherweise mit Asbest verunreinigt ist. Betroffen sind Stretchy Sand m. Geruch, eine Stretchmaus und eine dehnbare Soldatenfigur. Das Unternehmen hat die Artikel nach eigenen Angaben aus seinen Stores genommen und rät von einer weiteren Verwendung ab. Bereits gekaufte Ware kann zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird vollständig erstattet. Der Woolworth Rückruf Spielzeug Asbest gehört zu einer Reihe von Warnungen vor asbesthaltigem Spiel und Bastelsand, die seit Anfang 2026 in mehreren europäischen Ländern veröffentlicht wurden.

Anzeige

Diese drei Spielzeuge sind vom Woolworth-Rückruf betroffen

Die Rückrufinformation von Woolworth ist auf den 20. Juli 2026 datiert und wird weiterhin auf der deutschen Internetseite des Unternehmens geführt. Genannt werden drei Produkte. Stretchy Sand m. Geruch trägt die EAN 5050837673248. Dazu nennt Woolworth die Auftragsnummern 383420/00, 393499/00, 401663/00 und 401663/01. Der zuletzt angegebene Verkaufspreis beträgt zwei Euro.

Bei der Stretchmaus 12 cm lautet die EAN 8713219473733. Betroffen sind die Auftragsnummern 315932/00, 354334/00, 354334/01 und 354334/02. Woolworth gibt für das Produkt einen Preis von 2,50 Euro an. Beim Stretch Soldat nennt das Unternehmen die EAN 8714627012248 und die Auftragsnummer 393304/00. Der Preis wird mit drei Euro angegeben. Woolworth nennt in seiner offiziellen Rückrufinformation keine gesonderten Chargennummern und keinen konkreten Verkaufszeitraum. Maßgeblich zur Identifikation sind damit insbesondere Produktname, EAN und die angegebenen Auftragsnummern.

Im verarbeiteten Sand kann Asbest enthalten sein

Woolworth begründet den Rückruf mit festgestellten Mängeln bei den drei Artikeln. Im verarbeiteten Sand könne es zu Kontaminationen durch Asbest kommen. Die Formulierung ist relevant, weil aus der Rückrufinformation nicht hervorgeht, dass bei jeder betroffenen Packung oder Figur tatsächlich Asbest analytisch nachgewiesen wurde. Das Unternehmen hat die Produkte dennoch vorsorglich aus dem Verkauf genommen.

Anzeige

Asbest besteht aus natürlich vorkommenden faserförmigen Silikatmineralen. Das Umweltbundesamt stuft den Stoff als eindeutig krebserregend ein. Gefährlich sind insbesondere sehr feine Fasern, die eingeatmet werden und langfristig in der Lunge verbleiben können. Eine längerfristige oder hohe Belastung kann unter anderem mit Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliomen verbunden sein.

Für Spielsand weist das Bundesinstitut für Risikobewertung zugleich auf eine wichtige Einschränkung hin. Entscheidend für das tatsächliche Gesundheitsrisiko ist nicht allein, ob Asbestfasern in einem Produkt vorhanden sind. Relevant ist auch, ob und in welcher Menge Fasern bei der Nutzung freigesetzt, in die Raumluft abgegeben und eingeatmet werden. Für eine belastbare Bewertung dieser Exposition fehlen nach Angaben des BfR weiterhin ausreichende produktspezifische Messdaten.

Käufer sollen die Artikel nicht mehr verwenden

Woolworth rät ausdrücklich davon ab, die betroffenen Spielzeuge weiterzuverwenden. Bereits gekaufte Artikel können in Woolworth-Stores zurückgegeben werden. Der Kaufpreis soll vollständig erstattet werden. Für Rückfragen nennt das Unternehmen die Servicehotline +49 2303 5938 200.

Wer eines der Produkte zu Hause hat, sollte zunächst anhand der EAN und der Auftragsnummer prüfen, ob es zu den genannten Artikeln gehört. Eine weitere Verwendung ist nach der Rückrufinformation nicht vorgesehen. Bei bereits beschädigten Spielzeugen sollte unnötiges Hantieren mit möglicherweise austretendem Sand vermieden werden. Eine konkrete Entsorgungsanweisung für offenen Sand enthält die offizielle Woolworth-Rückrufinformation vom 20. Juli nicht. Die sichere Option ist deshalb die vom Unternehmen vorgesehene Rückgabe im Store.

Asbest in Spielsand beschäftigt Behörden seit Monaten

Der aktuelle Rückruf steht nicht für sich allein. Seit Februar 2026 laufen in mehreren europäischen Ländern Untersuchungen von Spiel und Bastelsand. Das BfR berichtet von Asbestnachweisen unter anderem in Belgien, Finnland, den Niederlanden und Deutschland. In einer niederländischen Untersuchung wurden Asbestfasern unter anderem auch in Sandfüllungen von Spielzeugen festgestellt. In Deutschland ergaben Untersuchungen verschiedener Labore ebenfalls positive Befunde bei mehreren Spiel und Bastelsandprodukten.

Bereits im Februar hatte Woolworth weitere mit Sand gefüllte Stretchfiguren zurückgerufen. Dazu gehörten unter anderem Stretcherz Stretch Squad Dinos. Auch damals nannte das Unternehmen mögliche Asbestkontaminationen im verarbeiteten Sand als Grund. Die wiederholten Warnungen zeigen damit ein breiteres Problem mit mineralischen Sandfüllungen in bestimmten Spielwaren und nicht lediglich einen einzelnen isolierten Artikel.

Das BfR verweist darauf, dass Asbest in Spielzeug und Bedarfsgegenständen verboten ist. Gleichzeitig lässt sich aus einem Nachweis im Material nicht automatisch bestimmen, wie hoch eine mögliche Belastung beim Spielen tatsächlich war. Für Verbraucher bleibt deshalb die konkrete Rückrufinformation entscheidend: Die drei von Woolworth genannten Artikel sollen nicht weiter benutzt und in einer Filiale zurückgegeben werden.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu