
Das ZDF setzt seine historische True-Crime-Reihe „XY history“ am Mittwochabend mit zwei neuen Folgen fort. Um 20.15 Uhr läuft „Die Jagd nach dem Hammermörder“, unmittelbar danach folgt um 21.00 Uhr „Der Mörder aus der Nachbarschaft“. Beide Dokumentationen sind Erstausstrahlungen im linearen ZDF-Programm und gehören zur dritten Staffel der Reihe. Moderator Sven Voss führt durch die Fälle und spricht mit früheren Ermittlern, Zeitzeugen und Fachleuten.
Damit stehen bei XY history heute zwei Fälle im Mittelpunkt, die zugleich zeigen, unter welchen Bedingungen Polizei und andere staatliche Stellen in unterschiedlichen politischen Systemen ermittelten. Die erste Folge führt in die Bundesrepublik der 1980er-Jahre, die zweite in die DDR der Jahre 1969 bis 1971. Das Format verbindet Originalmaterial und historische Dokumente mit nachgestellten Szenen sowie Gesprächen mit Fachleuten. Dieses Konzept gehört seit dem Start 2024 zur Reihe.
Die erste neue Ausgabe trägt den Titel „Die Jagd nach dem Hammermörder“ und läuft von 20.15 bis 21.00 Uhr. Das ZDF weist für die Streamingfassung eine Länge von 45 Minuten aus. Die Dokumentation beschäftigt sich mit einer Mordserie und mehreren Banküberfällen im Südwesten Deutschlands Mitte der 1980er-Jahre.
Bei den Ermittlungen fiel auf, dass Autos getöteter Autofahrer anschließend für Banküberfälle verwendet wurden. Der später in der Öffentlichkeit verwendete Beiname des Gesuchten ging auf einen Vorschlaghammer zurück, der bei den Überfällen eingesetzt wurde. Eine Sonderkommission arbeitete den Fall auf. Nach Angaben des ZDF gingen mehr als 100 Ermittler Tausenden Hinweisen nach. Eine besondere Bedeutung erhielt schließlich die Untersuchung der verwendeten Munition und weiterer kriminaltechnischer Spuren.
Die Dokumentation legt den Schwerpunkt nicht allein auf die Abfolge der Straftaten. Sie untersucht auch, wie sich die Ermittlungen entwickelten und welche Fehleinschätzungen die Fahndung erschwerten. Sven Voss spricht dafür unter anderem mit dem damaligen letzten Leiter der Sonderkommission sowie mit einer Journalistin, die den Fall seinerzeit begleitete. Hinzu kommt die forensische Psychologin Dr. Gilda Giebel. Originaldokumente und nachgestellte Szenen ergänzen die Gespräche.
Um 21.00 Uhr folgt „Der Mörder aus der Nachbarschaft“. Die Sendung endet laut aktuellem ZDF-Programm um 21.45 Uhr. Die abrufbare Fassung hat eine Länge von 44 Minuten. Inhaltlich führt die Folge nach Eberswalde in der damaligen DDR.
Im Mai 1969 verschwanden dort zwei Jungen, die später tot gefunden wurden. Die Ermittlungen entwickelten sich zu einer groß angelegten Fahndung. Beteiligt waren sowohl die Volkspolizei als auch das Ministerium für Staatssicherheit. Nach Darstellung des ZDF wurde dabei erstmals ein psychologisches Täterprofil eingesetzt. Die Staatssicherheit beschaffte für die Ermittlungen zudem Unterlagen zu einem westdeutschen Kriminalfall.
Die Fahndung führte zunächst nicht zur Identifizierung des Gesuchten. Mehr als zwei Jahre später beschäftigte ein weiterer Fall die Behörden. Die Dokumentation zeichnet nach, wie die Ermittler schließlich eine neue Spur erhielten, ohne die Auflösung bereits in der Programmvorschau vorwegzunehmen.
Sven Voss spricht in dieser Ausgabe unter anderem mit einem damaligen Ermittler. Außerdem kommen die forensische Psychologin Dr. Gilda Giebel und der Kriminalautor Marko Kregel zu Wort. Das ZDF verbindet historische Unterlagen mit Spielszenen und ordnet den Fall auch im Zusammenhang mit der damaligen Ermittlungsarbeit und den Strukturen des DDR-Staatsapparats ein.
„XY history“ gehört seit 2024 zum Umfeld der traditionsreichen Marke „Aktenzeichen XY“. Im Gegensatz zur klassischen Fahndungssendung geht es dabei nicht um aktuelle ungelöste Fälle und Hinweise aus dem Publikum. Die Reihe blickt auf abgeschlossene Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte zurück und beschäftigt sich besonders damit, wie Polizei und Justiz zu ihrer jeweiligen Zeit arbeiteten.
Presenter ist Sven Voss. Der ZDF-Moderator führt seit dem Start durch „XY history“ und ist außerdem aus der Reihe „XY gelöst“ bekannt. Zum Konzept gehören neben nachgestellten Szenen historisches Archivmaterial und Gespräche mit Ermittlern sowie Fachleuten. Beim Start der Reihe erklärte das ZDF, historische Materialien teilweise eigens nachzukolorieren.
Die beiden neuen Ausgaben setzen die Reihe nach den Folgen aus den Jahren 2024 und 2025 fort. Zuletzt zeigte das ZDF am 24. September 2025 zwei Ausgaben. Die um 21 Uhr ausgestrahlte Dokumentation über den Banküberfall von München 1971 erreichte damals 2,43 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei 10,8 Prozent. Die zuvor um 20.15 Uhr gesendete Folge kam auf 2,46 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 10,9 Prozent.
Wer die beiden Dokumentationen nicht zur jeweiligen Sendezeit sehen kann, findet sie auch im Streamingangebot des ZDF. Die neuen Folgen wurden dort bereits am Montag, 28. September 2026, bereitgestellt. Nach den Angaben des ZDF sollen sie bis zum 28. September 2031 verfügbar bleiben.
„Die Jagd nach dem Hammermörder“ ist mit einer Länge von 45 Minuten und einer Altersfreigabe ab sechs Jahren gekennzeichnet. „Der Mörder aus der Nachbarschaft“ umfasst in der Streamingfassung 44 Minuten und trägt ebenfalls eine Freigabe ab sechs Jahren. Beide Folgen sind damit erstmals am Mittwochabend im regulären ZDF-Fernsehprogramm zu sehen.






Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu