Blackbird im Ersten: Ein Herbst verändert Mottes Leben

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Mit „Blackbird“ zeigt Das Erste am heutigen Mittwoch, 30. September 2026, um 20.15 Uhr einen neuen Fernsehfilm über Freundschaft, erste Liebe, Familie und den Umgang mit einschneidenden Veränderungen. Im Mittelpunkt steht der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, der innerhalb weniger Monate mit mehreren Umbrüchen konfrontiert wird. Timothy Scannell übernimmt die Rolle des Jugendlichen, Bjarne Mädel spielt Morten als Erwachsenen. Die Fernsehausstrahlung läuft bis 21.45 Uhr.

Der rund 90 Minuten lange Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schauspielers und Autors Matthias Brandt. Regie führte Max Zähle, das Drehbuch schrieb David Ungureit. Die Produktion entstand als Koproduktion des Hessischen Rundfunks mit Port au Prince Films und Tatami Films.

„Blackbird“ beginnt im Herbst 1979

Die Geschichte führt zunächst in den Herbst 1979. Motte ist 15 Jahre alt und beschäftigt sich mit Dingen, die zunächst typisch für sein Alter erscheinen. Er hört David Bowie, spielt Fußball und möchte endlich den Sprung vom Zehnmeterturm schaffen. Das Freibad und besonders der Turm entwickeln sich für ihn zu einem wichtigen Rückzugsort.

Gleichzeitig verändert sich sein Alltag innerhalb kurzer Zeit grundlegend. Sein bester Freund Bogi, gespielt von Albert Lichtenstern, erkrankt schwer. Auch zu Hause gerät die vertraute Ordnung ins Wanken, weil sich Mottes Eltern trennen. Während er versucht, mit diesen Veränderungen umzugehen, verliebt er sich in Jacqueline, die von Nelly Hoffmann gespielt wird. Hinzu kommt die Begegnung mit der selbstbewussten Schornsteinfegerin Steffi, dargestellt von Holle Kirck.

Der Film verbindet diese unterschiedlichen Erfahrungen zu einer Geschichte über eine Jugendphase, in der Verliebtsein, Freundschaft und Verlust sehr dicht nebeneinanderliegen. Dabei bleibt „Blackbird“ nicht ausschließlich im Jahr 1979.

Bjarne Mädel spielt Motte als Erwachsenen

Jahrzehnte später begegnet das Publikum Morten erneut. Als Erwachsener arbeitet er als Statiker und soll ausgerechnet den Zehnmeterturm eines verwitterten Freibads abreißen. Für Morten ist der Ort jedoch weit mehr als ein gewöhnliches Bauwerk. Er ist mit Erinnerungen an jene Zeit verbunden, die sein weiteres Leben geprägt hat.

Bjarne Mädel übernimmt diese spätere Version der Hauptfigur. Durch die Verbindung von Gegenwart und Jugendgeschichte wird der Blick zurück auf das Jahr 1979 zum Rahmen des Films. Wie Morten mit diesen Erinnerungen und dem Auftrag zum Abriss umgeht, gehört zum weiteren Verlauf der Handlung.

Neben Timothy Scannell, Bjarne Mädel, Albert Lichtenstern, Nelly Hoffmann und Holle Kirck gehören unter anderem Aenne Schwarz und Sebastian Freigang als Mottes Eltern zur Besetzung. Angelina Häntsch und Lasse Myhr spielen Bogis Eltern. Außerdem sind Juri Winkler als Jan Borowka, Claude Heinrich als Detlef Walkenhorst, Lotte Schubert als Merle, David Rott als Meinhard Vogt und Alexander Scheer als Elvis beteiligt.

Roman von Matthias Brandt erschien 2019

Grundlage des Fernsehfilms ist Matthias Brandts Roman „Blackbird“, der im August 2019 bei Kiepenheuer & Witsch erschien. Das Buch umfasst 288 Seiten und erzählt ebenfalls von Mottes Jugend, der schweren Erkrankung seines Freundes und den Veränderungen innerhalb seiner Familie. Für die Verfilmung übertrug Drehbuchautor David Ungureit die Geschichte auf das Fernsehformat.

„Blackbird“ war Brandts erster Roman. Der Stoff verbindet eine Coming-of-Age-Geschichte mit dem Lebensgefühl der späten 1970er-Jahre. Musik, Freundschaften, erste romantische Erfahrungen und familiäre Veränderungen bilden dabei den Hintergrund für Mottes Entwicklung.

Gedreht wurde in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet

Die Dreharbeiten für „Blackbird“ begannen am 12. November 2025 und liefen bis Dezember. Der Hessische Rundfunk nannte Frankfurt und Umgebung als zentrale Drehregion. Weitere Aufnahmen entstanden unter anderem in Wiesbaden, Offenbach, Groß-Gerau und Rüsselsheim.

Eine besondere Bedeutung hatte das Freibad in Groß-Gerau. Dort entstanden Szenen rund um den Zehnmeterturm, der für die Geschichte eine zentrale Rolle spielt. Auch in der Weingartenstraße sowie auf dem Gelände des früheren Safarilands in Wallerstädten wurde gedreht. Das GPR Klinikum in Rüsselsheim diente ebenfalls als Drehort.

Die Kamera führte Frank Küpper, den Schnitt übernahm Thomas Stange. Die Produktion verantworteten unter anderem Jan Krüger, Roshanak Khodabakhsh und Florian Schmidt-Prange. Gefördert wurde das Projekt von Hessen Film & Medien.

„Blackbird“ war bereits beim Filmfest München zu sehen

Noch vor der heutigen Fernsehausstrahlung wurde der Film am 29. Juni 2026 beim Filmfest München in der Reihe „Neues Deutsches Fernsehen“ erstmals öffentlich gezeigt. Die Ausstrahlung im Ersten am 30. September ist damit die lineare TV-Erstausstrahlung.

In der ARD Mediathek war „Blackbird“ bereits vor dem Sendetermin verfügbar. Dort bleibt der Film nach aktueller Angabe bis zum 23. September 2027 abrufbar. Angeboten werden Untertitel und eine Fassung mit Audiodeskription.

Im linearen Programm zeigt Das Erste „Blackbird“ heute von 20.15 bis 21.45 Uhr. In der Nacht zum Donnerstag ist zudem eine weitere Ausstrahlung ab 0.15 Uhr vorgesehen.

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