Nach Schädelfund im Kreis Olpe: Identität der getöteten Frau geklärt

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Foto: Ingo Kramarek

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Olpe. Der am 11. April 2026 in Wenden im Kreis Olpe gefundene menschliche Schädel gehört zu einer getöteten 32-jährigen Frau aus Eritrea, die zuletzt in Bonn gelebt hatte. Das hat ein DNA-Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Bonn ergeben. Die Staatsanwaltschaft Bonn und das Polizeipräsidium Bonn veröffentlichten die Bestätigung am 24. April.

Der Fund schließt eine zentrale Lücke in einem Fall, der die Ermittler seit Monaten beschäftigt. Der Schädel war bei einer Müllsammelaktion in einem Waldgebiet entdeckt worden. Er lag in einer Plastiktüte an einer Böschung und befand sich bereits in stark verwestem Zustand.

Fall führt Ermittler durch mehrere Bundesländer

Die bisherigen Erkenntnisse verteilen sich auf mehrere Orte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Bereits Mitte November 2025 waren an der A45 im Kreis Olpe abgetrennte Frauenhände gefunden worden. Über Fingerabdrücke konnten die Ermittler sie der 32-Jährigen zuordnen.

Später wurde der Körper der Frau in einem Waldstück bei Monreal in Rheinland-Pfalz entdeckt. Kopf und Hände fehlten. Das unverletzte Kind der Frau war zuvor in Hessen gefunden worden. Die Frau hatte zuletzt in einer Unterkunft in Bonn gelebt. Wo genau sie getötet wurde, ist weiterhin offen.

Tatverdacht richtet sich gegen 41-jährigen Mann

Unter Verdacht steht der 41 Jahre alte Lebensgefährte beziehungsweise Ehemann der Frau. Er war aus Äthiopien nach Deutschland ausgeliefert worden und sitzt seit Anfang Februar 2026 in Untersuchungshaft. Polizei und Staatsanwaltschaft werfen ihm vor, für den Tod der Frau verantwortlich zu sein.

Ein Urteil gibt es bislang nicht. Der Mann gilt daher weiterhin als Tatverdächtiger. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden hat er sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Todesumstände bleiben weiter unklar

Auch nach der Identifizierung des Schädels sind entscheidende Fragen offen. Unklar ist weiterhin, wo die Frau getötet wurde und wie genau sie starb. Aus den bislang bekannten Angaben geht nicht hervor, ob der Schädel neue Hinweise auf die Todesursache liefert.

Nach dem Fund in Wenden hatten Einsatzkräfte das Waldgebiet mit Spürhunden abgesucht. Weitere Leichenteile wurden dabei nach damaligem Stand nicht gefunden. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.

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