
Israel hat nach eigenen Angaben den neu ernannten Chef des militärischen Arms der Hamas im Gazastreifen getötet. Die israelische Armee erklärte, Mohammed Odeh sei am Dienstag bei einem gezielten Angriff im Norden des Gazastreifens getötet worden. Odeh galt nach israelischer Darstellung als hochrangiger Kommandeur der Kassam-Brigaden und früherer Leiter des militärischen Geheimdienstes der Hamas.
Der Angriff traf nach Angaben internationaler Nachrichtenagenturen ein Gebäude in Gaza-Stadt. Palästinensische Krankenhausangaben nannten zunächst mehrere Tote und Verletzte. Berichten zufolge sollen bei dem Angriff auch Familienangehörige Odehs getötet worden sein. Eine unabhängige Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor.
Odeh soll die Führung des bewaffneten Hamas-Arms erst nach der Tötung seines Vorgängers Izz al-Din al-Haddad übernommen haben. Al-Haddad war nach israelischen Angaben am 15. Mai bei einem Angriff getötet worden. Damit wäre Odeh innerhalb von elf Tagen der zweite ranghohe Anführer der Kassam-Brigaden, den Israel im Gazastreifen getötet haben will.
Die israelische Armee macht Odeh für die Planung und Koordinierung von Angriffszielen beim Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 mitverantwortlich. Offiziell bestätigt war zunächst die israelische Darstellung. Von Hamas-Seite lag zunächst keine unmittelbare Bestätigung des Todes Odehs vor.
Der Vorfall fällt in eine Phase anhaltender israelischer Militäroperationen im Gazastreifen. Trotz früherer Waffenruhe kommt es weiter zu Angriffen und Kämpfen. Die humanitäre Lage im Gazastreifen bleibt angespannt, viele Menschen sind weiterhin vertrieben.
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