
Eine Bombendrohung hat am Freitagabend den Hauptbahnhof Zwickau vorübergehend lahmgelegt. Der Bahnhof wurde geräumt, Züge wurden evakuiert und das Gelände abgesperrt. Nach der Durchsuchung durch Einsatzkräfte gab die Polizei am Abend Entwarnung. Verdächtige Gegenstände wurden nach den vorliegenden Angaben nicht gefunden.
Betroffen war vor allem der regionale Bahnverkehr in Sachsen. Reisende mussten mit Verspätungen, Teilausfällen und Ersatzverkehr rechnen. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass eine Drohung eingegangen war, der Bahnhof daraufhin durchsucht wurde und der Zugverkehr erst nach der Freigabe wieder anlaufen konnte.
Nach Angaben aus dem Umfeld der Einsatzkräfte begann die Räumung des Hauptbahnhofs am frühen Freitagabend. Das Bahnhofsgebäude und dort stehende Züge wurden evakuiert. Reisende mussten den Bereich verlassen, während die Bundespolizei den Bahnhof absicherte und überprüfte.
Bei solchen Lagen steht nicht die Bewertung der Glaubwürdigkeit im Vordergrund, sondern zunächst der Schutz von Reisenden, Bahnmitarbeitern und Einsatzkräften. Unklar blieb zunächst, wer die Drohung ausgesprochen hatte und auf welchem Weg sie einging.
Die Bundespolizei durchsuchte den Hauptbahnhof Zwickau. Dabei kamen nach Medienberichten auch Spürhunde zum Einsatz. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde nichts Verdächtiges gefunden. Gegen Abend konnte der Bahnhof wieder freigegeben werden.
Die Ermittlungen liegen nach den vorliegenden Angaben bei der Landespolizei. Ob es Hinweise auf einen konkreten Verursacher gibt, war zunächst nicht öffentlich bestätigt. Deshalb gilt die Unschuldsvermutung.
Die Sperrung hatte spürbare Folgen für den Bahnverkehr. Betroffen waren unter anderem regionale Verbindungen im Raum Zwickau. Auf der Strecke in Richtung Leipzig wurde zeitweise zwischen Zwickau und Werdau Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auch Verbindungen von Dresden über Zwickau in Richtung Plauen und Hof waren beeinträchtigt.
Die Mitteldeutsche Regiobahn wies auf Teilausfälle und Verspätungen hin. Nach der Freigabe lief der Zugverkehr schrittweise wieder an.
Parallel wurde auch über eine Bombendrohung am Chemnitzer Hauptbahnhof berichtet. Dort waren nach Angaben der Bundespolizei einzelne Bereiche betroffen, unter anderem Gleise im Bahnhof. Auch dort wurde durchsucht und später Entwarnung gegeben.
Ob zwischen den Drohungen in Zwickau und Chemnitz ein Zusammenhang besteht, war zunächst nicht offiziell bestätigt. Eine solche Verbindung darf deshalb nicht als Tatsache dargestellt werden.
Nach der Entwarnung blieb offen, wer für die Drohung verantwortlich ist. Bis belastbare Ergebnisse vorliegen, gilt die Unschuldsvermutung. Nicht bestätigt war zunächst auch, ob es einen Zusammenhang mit anderen ähnlichen Drohungen an Bahnhöfen gibt.
Für Reisende war am Abend entscheidend, dass der Hauptbahnhof Zwickau wieder freigegeben wurde. Dennoch mussten sie bis in den späteren Abend hinein mit Einschränkungen rechnen, weil sich der Bahnverkehr nach einer Sperrung nicht sofort vollständig normalisiert.
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