
Der Sommer 2026 hat in Deutschland offiziell begonnen. Seit Montag, dem 1. Juni, läuft der meteorologische Sommer 2026. Er umfasst jedes Jahr die Monate Juni, Juli und August. Für Wetterdienste und Klimaforschung ist diese feste Einteilung wichtig, weil sich Monatswerte so leichter auswerten und über längere Zeiträume vergleichen lassen. Der Sommeranfang 2026 markiert damit nicht nur einen Kalendertermin, sondern auch den Start der statistisch wärmsten Jahreszeit des Jahres.
Der meteorologische Sommeranfang 2026 unterscheidet sich vom astronomischen Sommer. Der astronomische Sommerbeginn liegt 2026 erst am 21. Juni, wenn die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren höchsten Stand des Jahres erreicht. Die Sommersonnenwende markiert zugleich den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Für die Astronomie ist die Position der Erde zur Sonne entscheidend. Der kalendarische Sommeranfang fällt je nach Jahr auf den 20., 21. oder 22. Juni.
Meteorologen nutzen dagegen den 1. Juni als einheitlichen Startpunkt für den meteorologischen Sommer. Diese feste Einteilung folgt einem praktischen Prinzip: Der Frühling umfasst März, April und Mai. Der Sommer reicht von Juni bis August. Der Herbst liegt in den Monaten September, Oktober und November. Der Winter umfasst Dezember, Januar und Februar. Diese einheitliche Einteilung erleichtert Klimavergleiche, Wetterstatistiken und Monatsbilanzen erheblich, da sich die Monate nicht über zwei Jahreszeiten erstrecken.
Der Start in den meteorologischen Sommer fällt in Deutschland nicht durchgehend stabil aus. Nach teils kräftigen Gewittern am Wochenende beruhigt sich die Wetterlage zunächst in vielen Regionen. Am Montag bleibt es häufig trocken. Vor allem im Südwesten und an den Küsten zeigt sich zeitweise länger die Sonne. In den zentralen und östlichen Mittelgebirgen sowie im Südosten sind einzelne Niederschläge möglich. Die Temperaturen erreichen verbreitet frühsommerliche Werte zwischen 19 und 26 Grad. Eine ausgeprägte Hitzelage ist damit zum Monatsbeginn nicht verbunden.
Ganz ohne Schauer beginnt der Juni jedoch nicht. Besonders in höheren Lagen bleibt das Wetter wechselhafter als in den Tieflagen. Für die kommenden Tage bleibt deshalb nicht der Begriff Sommerhitze prägend, sondern ein gemischter Übergang in die neue Jahreszeit. Der meteorologische Sommer hat begonnen, aber stabiles Hochsommerwetter setzt sich zum Monatsanfang noch nicht flächendeckend durch.
Der meteorologische Sommer 2026 folgt auf einen auffälligen Frühling. Nach vorläufigen Auswertungen lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland im Frühjahr 2026 bei rund 9,9 Grad. Das sind ungefähr 2,2 Grad mehr als im Mittel der international gebräuchlichen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Damit zählt der Frühling voraussichtlich zu den zehn wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Besonders das warme Maiende prägte die Bilanz. Zugleich war der Frühling in vielen Regionen Deutschlands sonnig und zu trocken. Bundesweit wurden rund 126 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert, das entspricht etwa 68 Prozent des langjährigen Mittels.
Langfristige Klimadaten zeigen einen deutlichen Trend: Die Sommer in Deutschland werden im Durchschnitt wärmer. Hitzewellen werden häufiger, intensiver und länger. Der Deutsche Wetterdienst beobachtet diese Entwicklung seit Jahrzehnten und dokumentiert sie in seinen Klimaberichten. Der Sommeranfang 2026 fügt sich damit in eine langfristige Klimaentwicklung ein, die über einzelne Wetterereignisse weit hinausgeht.
Wie sich der Sommer 2026 insgesamt entwickeln wird, lässt sich zum Beginn des Monats nicht zuverlässig vorhersagen. Langfristige Wetterprognosen bleiben naturgemäß Momentaufnahmen. Ob der Sommer 2026 zu den besonders heißen Jahren zählt oder ob Hochdrucklagen ausbleiben, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Der meteorologische Sommeranfang markiert jedenfalls den Beginn des statistisch relevanten Messzeitraums.
Quellen: Deutscher Wetterdienst (DWD), Time and Date, dpa
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