Per App durch Münster: Uber nimmt offiziell Fahrt auf

Uber startet offiziell in Münster. Die App erweitert das Mobilitätsangebot und ermöglicht Fahrten mit digitaler Buchung.
Foto: Erik Mclean

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Münster. Uber startet nach einer Testphase offiziell in Münster. Das berichten die Westfälischen Nachrichten. Damit nimmt der Fahrdienstvermittler die Stadt regulär in sein Angebot auf und erweitert das Mobilitätsangebot um eine weitere digitale Buchungsmöglichkeit. Nach Unternehmensangaben ist Uber inzwischen in mehr als 70 Städten in Deutschland verfügbar. In Münster war die App allerdings nicht völlig neu: Bereits im Oktober gab es Hinweise darauf, dass Fahrten zeitweise buchbar waren, obwohl die Stadt damals noch nicht offiziell zum Geschäftsbereich des Unternehmens gehörte.

Für Fahrgäste kann der Start vor allem mehr Flexibilität bedeuten, denn Fahrten lassen sich per App buchen, der voraussichtliche Preis wird vorab angezeigt und Fahrer sowie Route können digital verfolgt werden. Besonders für spontane Wege, Abend- und Nachtfahrten oder Strecken, auf denen Busverbindungen weniger praktisch sind, kann Uber damit zu einer zusätzlichen Mobilitätsoption werden. Zugleich kommt der Start in einem Markt, der bundesweit seit Jahren von rechtlichen und wettbewerblichen Fragen begleitet wird.

Uber vermittelt Fahrten über Partnerunternehmen

Uber tritt in Deutschland in der Regel nicht mit einer eigenen Fahrzeugflotte auf. Das Unternehmen versteht sich als Plattform, über die Fahrten vermittelt werden. Ausgeführt werden sie von lizenzierten Mietwagen- oder Taxiunternehmen. Für Münster ist deshalb entscheidend, welche lokalen Partner eingebunden werden und wie viele Fahrzeuge tatsächlich über die App verfügbar sind.

Rechtlich dürfen solche Fahrten nur von Unternehmen übernommen werden, die über die nötigen Genehmigungen verfügen. Uber erklärt laut dem Bericht der Westfälischen Nachrichten, die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern weiter ausbauen zu wollen. Für die Alltagstauglichkeit des Angebots dürfte entscheidend sein, ob zu gefragten Zeiten genügend Fahrzeuge verfügbar sind.

Uber in Münster: Warum Plattformdienste kritisch diskutiert werden

Die Debatte um Uber dreht sich bundesweit vor allem um fairen Wettbewerb, Preise und Regeln im Personenverkehr. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen fordert seit längerem klare Vorgaben für Plattformdienste und warnt vor ruinösem Preiswettbewerb. Nach der jüngsten BGH-Entscheidung zur Rückkehrpflicht erklärte der Verband zugespitzt, deutsche Gesetze gälten auch für Uber.

Hintergrund ist der Unterschied zwischen Taxi- und Mietwagenverkehr. Mietwagen müssen nach einer Fahrt grundsätzlich zum Betriebssitz zurückkehren, wenn kein neuer Auftrag vorliegt. Der Bundesgerichtshof hat diese Rückkehrpflicht Anfang Juni bestätigt. Für Plattformanbieter ist diese Regel wirtschaftlich relevant, weil sie Leerfahrten verursachen kann. Befürworter sehen darin einen Schutz vor unfairer Konkurrenz.

Welche Angebote für Nutzer relevant sind

Je nach Stadt bietet Uber verschiedene Optionen an. UberX gilt als Standardangebot für alltägliche Fahrten und bietet Platz für bis zu vier Personen. Uber Comfort ist eine höherwertige Variante mit mehr Komfort. Uber Taxi bindet klassische Taxis in die App ein.

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