
Münster. Im Verfahren um die Messerattacke in Havixbeck ist am Landgericht Münster das Urteil gefallen. Ein 26 Jahre alter Mann aus Senden muss für fünf Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Bei dem Angriff am Karnevalssonntag war ein 55-jähriger Havixbecker lebensgefährlich verletzt worden.
Die Tat ereignete sich am 15. Februar 2026 nach dem Karnevalsumzug in Havixbeck. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft waren die beiden Männer am späten Nachmittag auf der Dirkes Allee aneinandergeraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung griff der heute 26-Jährige zu einem Messer.
Nach den Feststellungen im Gerichtsverfahren stach der Sendener dem 55-Jährigen dreimal in den Rücken. Ein Passant schritt ein und verhinderte weitere Angriffe. Der schwer verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht und musste notoperiert werden. Der Angeklagte hatte den Messerangriff zum Prozessauftakt eingeräumt.
Bei der Strafzumessung spielten auch die Vorstrafen des Angeklagten eine Rolle. Der Mann war bereits mehrfach verurteilt worden, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Zum Zeitpunkt der Messerattacke stand er unter Bewährung.
Neben der Freiheitsstrafe sprach das Landgericht dem 55-jährigen Opfer 10.000 Euro Schmerzensgeld zu. Der Verurteilte muss außerdem die infolge des Angriffs entstandenen Behandlungskosten ersetzen.
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