Forscher aus Münster rechnet Spanien die besten WM-Chancen aus

Münsteraner WM-Modell sieht Spanien vorn und Deutschland nur als Außenseiter
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Münster. Die WM-Prognose Münster liefert kurz vor dem Turnierstart eine klare Tendenz. Nach Berechnungen von Prof. Andreas Heuer von der Universität Münster hat Spanien die besten Chancen auf den WM-Titel. Deutschland landet in seiner Wahrscheinlichkeitsanalyse dagegen nur auf Rang acht.

Wichtig ist dabei eine Einordnung: Eine in Umlauf gebrachte Zahl von vier Prozent Titelchance für Deutschland lässt sich in der frei zugänglichen WDR/Sportschau-Fassung nicht bestätigen. Dort wird Deutschland auf Platz acht geführt. Für das Erreichen des Viertelfinals nennt Heuer eine statistische Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent.

Spanien Weltmeister Prognose: Warum das Modell die Iberer vorn sieht

Nach der Berechnung von Andreas Heuer ist Spanien der wahrscheinlichste Weltmeister. Laut WDR/Sportschau kommt das Team auf eine Titelwahrscheinlichkeit von 18 Prozent. Damit liegt Spanien vor allen anderen Mannschaften, allerdings bedeutet auch dieser Wert keine sichere Vorhersage. Gerade das macht die Prognose interessant, weil sie nicht behauptet, den Turniersieger sicher zu kennen. Sie zeigt nur, welches Ergebnis im Modell am häufigsten herauskommt.

Heuer arbeitet nicht mit Bauchgefühl, sondern mit statistischen Bausteinen. In seine Berechnung fließen unter anderem die Leistungsstärke der Mannschaften, die Marktwerte der Teams und die Ergebnisse der vergangenen Spiele ein. Außerdem berücksichtigt das Modell den Zufall, weil Fußball selten vollständig planbar ist. Die WM wurde nach Angaben des WDR 100.000-mal simuliert. Aus diesen Durchläufen ergibt sich die Reihenfolge der WM 2026 Favoriten.

Deutschland WM Chancen: Warum das Viertelfinale schon schwierig wird

Für Deutschland fällt die Münsteraner Berechnung deutlich zurückhaltender aus. Das DFB-Team steht in Heuers Modell nicht in der ersten Favoritenreihe, sondern auf Platz acht. Vor Deutschland liegen Spanien, Argentinien, Frankreich, England, Portugal, Brasilien und die Niederlande. Damit sieht die WM-Prognose Münster die deutsche Mannschaft zwar nicht chancenlos, aber klar hinter mehreren großen Fußballnationen.

Besonders auffällig ist die Einschätzung zum Viertelfinale. Laut WDR/Sportschau sieht Heuer für Deutschland eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent, diese Runde zu erreichen. Das zeigt, wie eng die Prognose das Turnier bewertet. Schon ein früher starker Gegner, eine schwache Tagesform oder ein unglücklicher Spielverlauf können die Rechnung verändern. Deshalb ist die Vorhersage keine sportliche Gewissheit. Sie macht aber deutlich, dass Deutschland statistisch eher als Außenseiter startet.

Andreas Heuer Uni Münster: Sportstatistik statt Bauchgefühl

Andreas Heuer ist Professor an der Universität Münster und beschäftigt sich wissenschaftlich unter anderem mit Sportstatistik. Sein Ansatz verbindet mathematische Modelle mit realen Leistungsdaten. Dadurch entsteht eine Prognose, die Fußball nicht romantisiert, sondern als unsicheres Ereignis betrachtet. Gerade bei großen Turnieren spielt dieser Zufallsanteil eine wichtige Rolle, weil wenige Spiele über Ausscheiden oder Weiterkommen entscheiden.

Die Berechnung aus Münster unterscheidet sich von anderen wissenschaftlichen Prognosen. Ein internationales Forschungsteam um die Universität Innsbruck und die TU Dortmund sieht Spanien ebenfalls vorne, kommt aber auf andere Werte. Dort liegt Spanien bei 14,5 Prozent, Deutschland dagegen bei 11,2 Prozent. Für den Artikel ist deshalb wichtig, die Modelle nicht zu vermischen. Die Münsteraner Prognose steht für Spanien mit 18 Prozent, Deutschland auf Platz acht und 30 Prozent Wahrscheinlichkeit für das Viertelfinale.

WM 2026 Favoriten zeigen ein offenes Turnier

Auch wenn Spanien laut Heuer vorne liegt, bleibt die WM offen. Eine Wahrscheinlichkeit von 18 Prozent bedeutet, dass das Modell Spanien häufiger als jedes andere Team vorne sieht. Gleichzeitig heißt es aber auch, dass in den meisten Simulationen ein anderes Land Weltmeister wird. Genau deshalb bleibt der sportliche Ausgang trotz Statistik ungewiss.

Für Fans in Münster und ganz Deutschland ist die Prognose damit eher eine nüchterne Einordnung als eine endgültige Ansage. Spanien geht nach dem Modell als Favorit ins Turnier. Deutschland muss sich dagegen erst beweisen. Sollte das DFB-Team das Viertelfinale erreichen, wäre das aus Sicht der Münsteraner Berechnung bereits ein wichtiger Schritt.

Quelle: WDR/Sportschau, Universität Münster, Universität Innsbruck

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