
Münster. Nach einer Auseinandersetzung am Hauptbahnhof Münster ist ein 65 Jahre alter Mann schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort wird der Münsteraner nach Angaben der Bundespolizei weiterhin behandelt. Die Ermittler suchen nun nach einem jungen Mann, der den 65-Jährigen mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben soll.
Der Vorfall ereignete sich gegen 3.30 Uhr. Allerdings enthält die Pressemitteilung der Bundespolizei eine Unstimmigkeit beim Datum. Darin ist von der Nacht zu Freitag, 23. Juli, die Rede. Der 23. Juli 2026 war jedoch ein Donnerstag. Gemeint sein dürfte daher entweder die Nacht zu Donnerstag, 23. Juli, oder die Nacht zu Freitag, 24. Juli.
Nach bisherigen Erkenntnissen waren der 65-Jährige und der bislang unbekannte junge Mann zunächst in einem Geschäft verbal aneinandergeraten. Nachdem beide den Laden verlassen hatten, setzte sich die Auseinandersetzung in der Haupthalle des Hauptbahnhofs Münster fort.
Laut Bundespolizei soll der ältere Mann den Unbekannten provoziert und ihm auf dem Weg durch die Bahnhofshalle wiederholt gegen die Oberschenkel und das Gesäß getreten haben. Der junge Mann habe sich dabei zunächst ruhig verhalten.
Auch vor dem Haupteingang ließ der 65-Jährige nach Darstellung der Ermittler nicht von seinem Gegenüber ab. Er soll versucht haben, den Mann erneut zu treten. Daraufhin wehrte sich der Unbekannte mit einem Faustschlag gegen den Kopf des Münsteraners.
Der 65-Jährige stürzte anschließend rückwärts oder seitlich zu Boden und schlug mit dem Kopf auf dem Pflaster auf. Er blieb bewusstlos liegen. Rettungskräfte brachten ihn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Genauere Angaben zu seinem Gesundheitszustand machte die Bundespolizei nicht.
Unmittelbar nach dem Schlag verließ der junge Mann den Bereich vor dem Hauptbahnhof. Die Bundespolizei sucht ihn nun als Beteiligten an der Auseinandersetzung. Welche strafrechtliche Bewertung sich aus dem Geschehen ergibt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Schilderung der Bundespolizei macht deutlich, dass der 65-Jährige die körperliche Auseinandersetzung zuvor selbst durch mehrere Tritte vorangetrieben haben soll. Dennoch flüchtete der andere Beteiligte, nachdem der Münsteraner bewusstlos zu Boden gegangen war.
Der Gesuchte soll etwa 20 bis 25 Jahre alt sein. Er wird als schlank und sportlich beschrieben. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Jeans und ein schwarzes T-Shirt. Zudem hatte er ein sichtbares Hämatom unter dem rechten Auge.
Ein weiteres auffälliges Merkmal ist eine Tätowierung auf dem linken Oberarm. Nach Angaben der Bundespolizei existieren gut erkennbare Videoaufnahmen sowohl von dem Faustschlag als auch von der vorausgegangenen Auseinandersetzung im Bahnhof.
Die Bundespolizei sucht Zeugen, die den Streit im Geschäft, die Tritte in der Haupthalle oder den späteren Schlag vor dem Haupteingang beobachtet haben. Auch der bislang unbekannte Beteiligte wird aufgefordert, sich bei den Ermittlern zu melden.
Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 6 888 000 entgegen. Zudem können sich Zeugen an jede andere Polizeidienststelle wenden.
Die Videoaufnahmen dürften eine wichtige Rolle bei der Rekonstruktion des Ablaufs spielen. Dennoch hofft die Bundespolizei auf weitere Aussagen, um die Vorgeschichte und das Verhalten beider Männer vollständig klären zu können.
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