
Der 1. FC Bocholt hat den ersten Sommerneuzugang für die Spielzeit 2026/27 unter Dach und Fach. Wie der Klub bestätigte, kehrt Stürmer Malek Fakhro vom Halleschen FC an die Hünting zurück. Der 28-jährige libanesische Nationalspieler hatte den HFC zuletzt in der Regionalliga Nordost verstärkt — sein Vertrag in Halle endet zum 30. Juni.
Für die Bocholter ist die Verpflichtung in zweifacher Hinsicht ein wichtiges Signal: Erstens kommt mit Fakhro ein Spieler mit Drittliga- und Aufstiegserfahrung zurück, zweitens ist er bereits Identifikationsfigur. Sport-Geschäftsführer Christopher Schorch spricht von einem „Mentalitätsmonster“, das „Erfahrung, Torgefahr und Wucht im Offensivspiel“ mitbringe.
Zwischen 2022 und 2024 hatte Malek Fakhro bereits für den 1. FC Bocholt gespielt. In dieser Zeit erzielte er in 61 Ligaspielen beachtliche 30 Tore. Besonders in der Saison 2023/24 reifte der Lebanese-Nationalstürmer mit 15 Treffern zu einem der torgefährlichsten Offensivspieler der Regionalliga West.
Im Anschluss wechselte Fakhro zum MSV Duisburg. Dort gelang ihm in 33 Pflichtspielen mit zehn Toren und vier Vorlagen ein wichtiger Beitrag zum Meistertitel in der Regionalliga West und damit dem Aufstieg in die 3. Liga. Anschließend zog es ihn weiter zum Halleschen FC, der ebenfalls in der Regionalliga Nordost antritt.
Die Verpflichtung Fakhros ist Teil eines umfassenden Umbruchs im Bocholter Offensivspiel. In den vergangenen Wochen verkündete der Klub den Abgang mehrerer Routiniers. Trainer Björn Mehnert braucht für die kommende Saison neue Lösungen — Fakhro ist eine davon.
Mit Benjamin Friesen vom SC Wiedenbrück und Boran Özbek aus der U19 von Rot-Weiss Essen folgten weitere Verstärkungen für die Zentrale beziehungsweise die offensive Außenbahn. Insgesamt sechs Sommertransfers hat der 1. FC Bocholt bislang offiziell präsentiert. Damit ist der Klub bereits ungewöhnlich weit fortgeschritten — andere Regionalligisten fangen erst jetzt an, ihre Kader zu vervollständigen.
Die sportlichen Ambitionen des 1. FC Bocholt sind klar: In der kommenden Saison soll der Klassenerhalt deutlich früher gesichert werden als im vergangenen Jahr. Damals stand der Verein bis zum letzten Spieltag zittern und feierte den Klassenerhalt erst kurz vor Schluss.
Mit erfahrenen Spielern wie Fakhro hofft der Klub auf mehr Stabilität in entscheidenden Momenten. Insbesondere die mentale Komponente — die Fähigkeit, schwere Spiele auch in der Schlussphase zu gewinnen — soll mit dem Neuzugang gestärkt werden. Fakhro selbst betont, er habe „die Verbindung nach Bocholt nie verloren“.
Spannend wird, in welcher Rolle Trainer Mehnert den Rückkehrer einsetzen will. Vor zwei Jahren hatte Fakhro vor allem als Mittelstürmer mit Hang zur Außenbahn überzeugt. Beim MSV Duisburg agierte er häufig als hängende Spitze. Beide Varianten dürften denkbar sein — entscheidend wird die Vorbereitung.
Mittelfristig zielt der Verein darauf, mit einem Mix aus jungen Talenten und drittligaerfahrenen Spielern zu einer Stammkraft der Regionalliga West zu werden. Sollte der Plan aufgehen, hat der 1. FC Bocholt mit den jüngsten Verpflichtungen einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Die Saison startet Mitte August — bis dahin will der Verein nach eigenen Angaben den Kader endgültig komplettieren.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu