
Münster. Zum 100-jährigen Bestehen des Preußenstadions rückt Münster ein besonderes Stück Stadt- und Sportgeschichte in den Mittelpunkt. Oberbürgermeister Tilman Fuchs hat am Freitag, 12. Juni, die Ausstellung „100 Jahre Preußenstadion“ in der Innenstadt besucht. Der Termin fiel bewusst auf ein historisches Datum: Am 12. Juni 1926 wurde im fertiggestellten Preußenstadion das erste Fußballspiel ausgetragen. Damals traf der SC Preußen Münster auf den SC Victoria Hamburg.
Die Ausstellung erinnert an ein Stadion, das für viele Menschen in Münster weit mehr ist als eine Sportstätte. Es steht für Vereinsgeschichte, Fankultur, persönliche Erinnerungen und die enge Verbindung zwischen Stadt und SC Preußen Münster. Rund um den Prinzipalmarkt wird diese Geschichte nun sichtbar gemacht.
Die Schau verteilt sich auf elf Schaufenster und vier Geschäftsfassaden in der Innenstadt. Dort sind Illustrationen des Künstlers Robert Nippoldt zu sehen, die zentrale Stationen aus 100 Jahren Preußenstadion aufgreifen. Damit wird die Geschichte des Stadions nicht in einem Museum erzählt, sondern mitten im öffentlichen Raum.
Thematisch spannt die Ausstellung einen weiten Bogen. Sie erinnert an die Einweihung des Stadions, an besondere Spiele, an die Fankultur und an historische Ereignisse, die mit dem Preußenstadion verbunden sind. Auch die erste Radioübertragung eines Fußballspiels in Deutschland wird aufgegriffen.
Oberbürgermeister Tilman Fuchs besuchte die Ausstellung gemeinsam mit Vertretern des SC Preußen Münster, der Fanbelange und der LVM Versicherung. Nach Angaben der Stadt Münster hob Fuchs dabei die besondere Bedeutung des Stadions für die Stadtgesellschaft hervor.
Für viele Menschen in Münster sei das Preußenstadion ein Ort voller Erinnerungen, Hoffnungen und Verbundenheit. Fuchs machte zugleich deutlich, dass die Geschichte des Stadions eng mit der Entwicklung des Vereins und der Stadt verknüpft ist. Das Jubiläum wird damit nicht nur als sportlicher Geburtstag verstanden, sondern auch als Teil der Münsteraner Stadtgeschichte.
Die Ausstellung geht auf eine Initiative der Fangemeinschaft Preußen Münster zurück. Sie hat die Idee entwickelt, das Stadionjubiläum sichtbar in die Innenstadt zu tragen. Unterstützt wird das Projekt durch die intensive Recherchearbeit der Beteiligten und durch die künstlerische Umsetzung von Robert Nippoldt.
Fuchs dankte den Ausstellungsmacherinnen und Ausstellungsmachern für ihr Engagement. Die Schau zeige, wie viel ehrenamtliche Arbeit, historische Auseinandersetzung und emotionale Verbundenheit im Jubiläumsprojekt stecken. Gerade durch die Platzierung in Schaufenstern und an Fassaden erreicht die Ausstellung auch Menschen, die im Alltag durch die Innenstadt gehen.
Die Ausstellung blickt nicht nur zurück, sondern führt auch bis in die Gegenwart. Neben den Anfängen des Preußenstadions und legendären Momenten wird auch der erste Spatenstich für das heutige LVM-Preußenstadion thematisiert. Damit verbindet die Schau die historische Bedeutung des Ortes mit seiner laufenden Weiterentwicklung.
Das Preußenstadion steht seit 100 Jahren für Fußball in Münster. Zugleich verändert sich der Standort weiter. Der Umbau und die Modernisierung machen deutlich, dass das Stadion auch künftig eine zentrale Rolle für den SC Preußen Münster und seine Fans spielen soll.
Die Ausstellung „100 Jahre Preußenstadion“ ist noch bis zum 4. Juli in der Innenstadt zu sehen. Wer sich für die Geschichte des SC Preußen Münster, die Entwicklung des Stadions oder die Verbindung zwischen Verein und Stadt interessiert, kann die Stationen rund um den Prinzipalmarkt besuchen.
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