
Münster. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur lädt am Sonntag, 14. Juni 2026, zu einem Aktionstag rund um Sehen, Nicht-Sehen und Kunstwahrnehmung ein. Von 11 bis 17 Uhr stehen im Museum am Domplatz persönliche Erfahrungen, inklusive Rundgänge und besondere Zugänge zu Kunstwerken im Mittelpunkt. Der Sehbehindertentag richtet sich ausdrücklich an Menschen mit und ohne Sehbehinderung.
Zum Programm gehören zwei Lesungen des Arbeitskreises „anders sehen“, die um 11 Uhr und um 14.30 Uhr im Auditorium stattfinden. Silvi Hambardzumyan und Christa Mischke lesen Ausschnitte aus „Abenteuerliche Anekdoten blind erlebt“. Außerdem trägt Nicole Schroll den Text „Blindenbiathlon“ vor. Die Beiträge sollen zeigen, wie Menschen mit Sehbehinderung Alltag, Bewegung und besondere Situationen erleben.
Um 11.45 Uhr und um 15.15 Uhr starten geführte Rundgänge durch die Dauerausstellung des Museums. Sie sind für Besucherinnen und Besucher mit und ohne Sehbehinderung konzipiert. Bei Bedarf werden sehende Begleitungen angeboten. Für die Führungen ist eine Anmeldung über die Akademie des Sehens unter 0251 9876464 erforderlich. Die Teilnahme an den Touren ist kostenlos, für die Museumsbereiche gilt jedoch der reguläre Eintritt von 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Von 15.15 bis 17 Uhr gibt es unter dem Titel „Wie Blinde Kunst sehen“ spontane Kunstgespräche mit sehbehinderten Menschen. Organisiert wird das Angebot von ProRetina Deutschland. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Beschreibung von Kunstwerken, sondern auch die Frage, wie Kunst jenseits des reinen Sehens erfahrbar werden kann.
Im Foyer richtet das Museum einen kontrastarmen Raum ein, der Seheinschränkungen erfahrbar machen soll. Zusätzlich können Besucherinnen und Besucher ausgewählte Kunstwerke über Hörbuch-Auszüge kennenlernen. Dafür stehen DAISY-Leihgeräte und sehende Begleitungen bereit. Die Angebote im Foyer und im Auditorium sind ohne Museumseintritt zugänglich.
Der Münsteraner Aktionstag findet wenige Tage nach dem bundesweiten Sehbehindertentag statt, der traditionell am 6. Juni begangen wird. Der Aktionstag wurde 1998 vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband ins Leben gerufen und soll Menschen mit und ohne Sehbehinderung miteinander ins Gespräch bringen.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben.
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